103
Hohenstcin, Limpach, Landscron, Lahnstcin, Mcynfcld, Molenaekc, van der Mühlen, Orsbcck, Niedcscl, Riete, Rciffenbcrg, Stockhcim, Stein, Schenk von Schweinsbcrg, von Sontem, Waltmannshauscn, Walpott von Basscnheim und von Pfaffendorf, Quad von Iscngardcn, von Wydde u. s. w. -'),
In dem Hause Nunkel lebte Graf Dietrich II. mit mchrcrn von niederem Adel in Zwist. Nüttger von Braunsbcrg half zu einem Vergleich zwischen ihm und den Edlen Werner und Bcrnard; und Graf Reinhard von Wcsterburg versprach, der Einigung Dictrich's II. mit den Herrn von Lurenburg nicht entgegen zu handeln. Dictrich's II. Neffe, des Grafen Tilmann Sohn Siegfried (S. 1305, 1208) nennt sich in einer Vcr- schrcibung von einer Korngülde zu Müustcrmeyfcld für 36 Mark Pfennige, die er 1333 Hildwin'ö Kindern zu Limburg ausstellte'").
Der Graf Tilmann erhielt von dem Grafen Johann II. von Sayn eine Versicherung über Rückzah- 13Z6. lung eines Darlehens von 100 Mark; wenn Johann diese zu zwei bestimmten Zeitpunkten versäumte: so sollten gestellte Männer auf seine Kosten in Limburg bis zur Erfüllung des Versprechens zehren.
Ein anderer Bruder Tilmann's und Dictrich's II., Eberhard (S. 1270), wohnte in dem folgenden Jahre einem Turnier zu Ingelheim bei ^).
Zn Limburg starb des Grafen Gcrlach II. ältester Sohn Johann aus der ersten Ehe sS. 1312,1225), wenige Jahre nach der Vermählung mit der früh ihm verlobt gewesenen Anna von Katzcnclnbogen, ohne einen Erben zurückzulassen. Die Wittwc Anna nannte man in Limburg die junge Frau von Limburg, um sie von ihres Schwiegervaters Gemahlin Kuncgunde zu unterscheiden ^°). Von Gcrlach's II. Kindern mit dieser zweiten Gemahlin, die von nun an ihre Bestimmung erhielten, ehelichte Uda (S. 1325) den Wildgrafcn Gerhard von Kirburg, und brachte ihm einen Thcil der Herrschaft Limburg zu; Rudolph ward Domherr in Trier und Köln, Archidiakonus in Würzburg, und Rcctor der Kirche zu Büdingen; Otto ward Ritter des Tcutschcn Ordens; Hermann war blödsinnig '^), doch sagt die Limburger Chronik von ihm: er war ein waidlichcr Mann, den man unter allen Herrn finden möchte; der war bei dem Herzoge von Baicrn, Pfalzgrafen bei Rhein bis an seinen Tod. Elisabeth gicng in das Kloster Kaufungen; Kuncgunde blieb frei und lcdig, und starb 1389. Johann der jüngere ward Domherr zu Köln und Trier, und nach seines Bruders Gcrlach III. Abgang, Nachfolger in der Regierung; der jüngste Gerlach ward ebenfalls Domdcchant in Trier, und starb als der letzte Sprößling dieses Stammes 1414 ").
Es ist bei den, Jahre 1158 angemerkt worden, daß die Nachkommen der beiden Hauptstämme des Hau- 1ZZ7. ses Isenburg, nämlich des Gcrlach'schcn und des Reinbold'schcn, welcher gegen das Ende des zwölften Jahr, Hunderts durch Wicdischcs Blut fortgcnährt wurde, ihre Ansprüche auf jene Besitzungen in dem Einrich und Vicrhcrrischcn, die Neinbold IV. veräußert hatte, nicht aufgaben. Die durch den Burgfrieden zu Isenburg vereinten Herrn von den beiden Hauptstämmcn fodertcn auch jetzt jene ahnhcrrlichen Güter zurück, und daß man ihr Recht anerkannte, beweisen die Bclchuungcn in dem Jahre 1371 '«).
Der Graf von Wied, Wilh?lm I., empfing jetzt vom Abte Heinrich zu Fulda in Bclchnung mit dem Wicdischcn Hause auf Isenburg und mit allem, was dazu gehörte, „ersucht und uncrsucht, darzu alles dctz her hat oder haben sal in dem Dorf zu Valcndar, das unsers Stiffts eigen ist, und von uns zu Lehen rürct" u. s. w. -«), Wilhelm besaß jetzt nur den vierten Thcil von der Isenburg. Die Abtei zu Fulda erwähnte hier nichts von einem Lchnrechte auf Mcyscheid, dessen es sich in den neuem Zeiten anmaßte.
In dem für Teutschland merkwürdigen Jahre 1338 durch den ersten Kurvcrcin zn Ncnse (d. 15. Iul.) I3Z3. wider das päpstliche Interdict, welches das Teutsche Reich drückte, und durch den darauf im Augustmo- nat zu Frankfurt gehaltenen Reichstag, wo der Kaiser Ludwig die Unabhängigkeit des Reichs, der Kurfürsten
291 Fischer, No, 6I.XXXV1II. 20) Von Mülmann, Urkuntenauszüge, Mnscr.
31) Ginster, «üozino"^^!. 3Z) Wenk, Th. I. S. 405. <ünr6e!!, 1. c. Herr Corden beweis't die Un-
richtigkcit in Lron-eri ^im»!, 7>ev. ^nin. II. n. 121. cl, Fischer, No. I.XXXVIII. LZ) ^Venlc, I, o. Z4) 5oi-äeu, I c. Günther, Isenb. Urk, Müscr.
35) Wer.k 1 , 247. 36) Fischer, Urk. No. ciHXXIX.
O
