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und ihrer Königswabl von dem Papste, erklärte, und diese Constitution dem Papste zugesandt wurde, hielt der Kaiser in Koblenz einen Reichshof mit großer Pracht. Dahin war sein Schwager, der berühmte König von England Eduard III. gekommen, um ihn zum Beistand wider den König Philipp Vl. von Frankreich zu uermö- qcn; und er gewann nicht nur den Beistand des Kaisers, sondern auch des Herzogs Johann von Brabant, Ney- nold's von Geldern, Wilhelm's von Holland, Wilhelm's von Jülich, Theodorich's von Eleve, und Wilhelm's von Wied, die ihm und seinen, tapsern Sohne Eduard, dem schwarzen Prinzen. Heerhaufen nach Gmenne zuführten. Balduin wollte ibm monatlich 11000 Gulden, und 5llU Reiter senden "). Un,erm Grafen Wil­helm l. ertheilte der König Eduard eine Versicherung des Schadenersatzes '«). , ,,

Da Wilhelm nur, nebst zwei Töchtern, einen Sohn, Wilhelm (S. 1329) hatte, der Geistlicher ward: so ging er, man weiß nicht aus welchen Gründen, damit um, eine Halste des Schlosses Wied und darzu ge­höriger Güter, an den Markgrafen Wilhelm von Jülich zu übcrmachen, so, daß, wenn dieser Leibcserocn zu­rückließe, diese BesiMmg- an dieselben, außerdem an Isenburg fallen sollten. Dieselbe Bestimmung gab er sei­ner Beste Braunsberg und seinem Hause auf Isenburg ''). Doch kaufte er in demselben Jahre von dem Gra­fen Gcrlach II. zu Arcnfels' (S. 1333) den Hof Reul oder Ryl bei Engers, aus Wiedcrlösung, für 160 PMd

Pfennige ^°).

Der Graf von Isenburg zu Limburg Gerlach II. (S. 1333) trat dem oben (S. 133N) gedachten Vcr< theidigungsbündnissc bei, welches der Erzbischof Balduin mit Luther von Isenburg-Büdingen und desien Soh­ne Heinrich, mit den Grafen von Nassau, von Katzcnelnbogen, und Wittgenstein, aufgerichtet hatte ^).

,ZM Gcrlach II. von Isenburg-Arcnfcls betrauerte jetzt den Hingang seiner ersten Gemahlin Lysa (S.

1333), und stiftete zu Nomersdors zu ihrem Seelenheil ein mildes Gedächtniß "). Darauf vermahlte er sich mit Dcmodis, Tochter des Grafen Otto von Ncuenahr (Nucnar), von welcher er die drei Töchter: Margarctha, Lysa und Adelheid, erbiclt. Die erste ward Aebtissin zu St. Serwilicn od. St. Ursula in Köln ").

>"." Graf Gerlach I>. von Arenfcls, und Salentin III. auf Isenburg, unterzeichneten mit Johann II.

von Sayn, nebst dessen Gemahlin Kunegunde (S. 1325), und Schwiegermutter Lysa, Gräfin-Witwe von Kovern (1308), eine Lehensversicherung, in welcher auf Salentin's III. Bruder Nobin (S. 13UU) als Propst zu Weftlar genannt wird, der auch Archidiakonus in Dietkirchen ward ").

" Mit dem Grasen von Sayn Johann II. gericth setzt Wilhelm I. zu Wied über Gerechtsame ,n dem Dorsc Irlich. rechts der Wiedmündung am Rhein, in Händel, welche die folgenden Jahrhunderte hindurch sich oft erneuerten, und für das Wiedische Haus, alles Rechts ungeachtet, kränkend und nachthcilig wirkten, ohn« beigelegt zu werden. Dieser kleine Gegenstand ist ein Beitrag zu den Beweise», wie kräftig bieder das einla­che Gericht der alten, und wie unzuverlässig schlaff die hohe Reichsverfassung der neuen 3e-t war. Graf Johann II. von Sayn weigerte sich, in seinem Hof zu Irlich (S. oben Kap. 11) die Wied.sche Ger.chtsho- beit anzuerkennen, und fodcrte von Witschen Leibeigenen m den Saynischen Granzen o Schillinge Mgabe und Lastsuhren. Zur Entscheidung wurden als Rathleute erwählt: der Graf Gottfried (GottiMt) von Sayn, Gerlach (l>.) von Isenburg (Arensels). Johann von Katzenelnbogen und andere. Nach gewissenhafter Unter- suchung lautete ihr Urtheil: der Graf von Wied sey von jeher Grundherr des Ortes und Gebietes ^Kch ge- .wesen, sey Hohcitsberr über die Sayn'schen Leibeigenen daselbst und auch in dem Sayn chen Gerichtshöfe höchster Richter; die Irlicber hätten an Wied Rad und Seil zu liefern. Sayn solle daö ^ied,,u)c Ho gut in seinem Lande, und die Wiedischen Leibeigenen, nicht belasten "). Auch in dem folgenden ^ahre entschie­den die Austragrichter: daß zwar dem Grafen von Sayn die Gerichtsbarkeit binnen den Pfalstockcn zukom­me; die hohe Gerichtsgewalt aber bei Wied sey, und die Irlicher hätten das Gebotsgeld bei dem Wit­schen Nügegerichte zu Feldkirchen an Wied zu geben.

s7) Xll'err. ^gent. «Ironie, ,ic,1i. 5 I^lU« r. XXVII, n 251, 33) Archw z'i Neuwied.

69) Archiv zu Neuw. 40) Archiv zu Nemv. 41) Grüsner's dip'. Bcitr.

42) Günther, Romersd. Mnscr. 4Z) IU115. Alltel. ^ol°i>. 44) «nuili. «i,^. ^v.

45) Erweisung und rechtliche Ausführung der Hoch, und Gerechtigkeiten, die dem stwfl, Hause Wild :c.