<M«U»^
N"«M
"^
106
s»
<>
wir die vorgcnante vestcn mit allen iren Begriffe — sinem Stifte ufftragen und uffgeben sollen, und sollen sie wieder von ihm cntfahn zu irem ussgcgebcncn lcdigen Lehn u. s. w. ^^)."
1342. Zu der durch Balduin und den Landgrafen Otto von Hessen 1323 geschehenen Übertragung des Klosters Schissenbcrg an das Teutsche Haus zu Marburg gab jetzt auch Gerlach II., als Erbtheilhabcr an jenem Glcibcrg'schcn Gute, seine Zustimmung ").
1343. , Gcrlach's II. Sinn für das Große und Schöne, wurde durch einen Brand, der in diesem Jahre
die Hälfte der Stadt Limburg verzehrte, veranlaßt, die Ringmauern zu erweitern, zu befestigen, und das Innere besser anzulegen °°).
Gcrlach's II. ältester Bruder gleiches Namens (S. 1308) befand sich in blutigen. Streit mit dem Grafen von Diez, rettete einem Ritter das Leben, und dadurch seinem Namen ein ehrendes Gedachtniß ^).
Der Streit zwischen Wied und Sayn über die Gcrichtshohcit zu Irlich war 1340 nicht nach dem Wunsche Iohann's II. von Sayn entschieden worden. Er brach in wilder Fehde wider Wilhclm zu Wieb, aus. Die auf's Neue ernannten Schöffen: die Grafen Salentin III. von Iscnburg, sein Bruder Probst No- bin, Reinhard von Westerburg, und Gottfried von Homburg, sprachen jedoch ein Urthcil wie zuvor °°).
Der Abtei Sayn erwies indcß Graf Wilhclm I. scine Gunst. Ob er gleich das Recht hatte, sei. ncn Untcrthancn zu verbieten, andern Wein zu kaufen, als in seinen Gütern: so sprach er doch die Leute der Abtei auf ihrem Hose zu Langendorf (S. 1278. 1260) von diesem Bannwein frei ^).
Er Mpsing zu gleicher Zeit mit Salentin III. von dem Kaiser Ludwig die Belchnung mit der ho- hen und niederen Gerichtsbarkeit in dem Kirchspiele Hcimbach. Auch crtheilte der Kaiser ihn, lind dem Grafen Reinhard von Westerburg, für sich und ihre Erben, einen Befreiungsbrief von persönlichem Kriegsdienste; sie sollten nur 10-0 bewaffnete Mann stellen. Wilhelm hatte wirklich die Burg „Niedcrwied" und die Grafschaft Wied dem Markgrafen Wilhelm von Jülich aufgetragen, und empfing sie jetzt wieder gegen jährlich zu liefernden Wein (S. 1238) ").
Zu Balduin's Vcrthcidigungsdund (S. 1338) traten jetzt auch Gcrlach II. von Iscnburg-Arenfets, mit seinem Bruder Kraffto (S. b. 1273), sie versprachen, dem Erzbischof mit Leib, Leuten und Besten zu dienen ^).
Ob Gcrlach II. von Arenfcls dem Erzbischof Walram zu Köln seine Allodial-Herrschaft und Burg Hersbach, unweit Dierdorf, zu Lehen übergeben, und empfangen habe, wie Archivschriftcn °°) besagen, ist lim der folgenden Thatsachcn willen, zweifelhaft. l544. Der Graf Gerlach II. von Iscnburg zu Limburg, in Gcldnoth, gedrungen, der Stadt Limburg sein«
Schuld zu entrichten, und scine Familie vor dem Falle zu rette«, verpfändete, mit Zustimmung seiner Gemahlin Kunegunde, seines ältesten Sohnes, Gerlach III. (S. b. 1336), und des Landgrasen Heinrich von Hessen, dem er einen Revers ausstellte -'), an das Erzstift Trier, die Hälfte der Burg und Stadt Limburg für 28,000 alte gute Gulden, welche der Erzbischof Balduin ihm baar vorstreckte, und die Limburgcr Bürgerschaft leistete diesem die EH - und Landeshuldigung °»).
Balduin gewann jetzt auch von Wilhelm I. zu Wied, die Lehnshohcit über die Beste und „Stadt" Dicrdorf, mit den umliegenden Dörfern und Dinghöfcn zu Rückerodt und Mcyscheidt, sammt dcr Bürg Rohrbruch, wie er 1341 versprochen hatte, um 2,200 Gulden, jedoch auf Wiederkäust).
45' I-Imnll. lli5l. ?rLv.
LI) NonUi. T^-näi-nm. p. 1030.
58) Sllyn'sche Archiunachnchten. SS) Günther, Ilrk. v. I<>nb. Mnscr S7) Wenk I,, 405.
59) Archiv zu Neuwich.
49) Lraneri ä,nn2l. 50) Limburg« Chlon.
52> Erweisung und rechtliche Uusf. 54) Archiv zu Neuwied. 56> Fiscke» Nrk. lll. 511.
dornen I, 6,
