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sich jedoch, ungeachtet dieser Abwendung der Neichsfürsten, und trotz den: gräßlichen Bannflüche des Pap< stes, würdig empor. Zu Anfang des Jahres 131> setzte der Papst den Erzbischof zu Mainz, Grasen Hein­rich von Virncbnrg, ab, weil er für den Kaiser treu gearbeitet hatte, und der Graf Gerlach von Nassau er­hielt das Pallium. Dieser schrieb nun sofort in: April einen Wahltag nach Rensc aus. Kanin war dicß bekannt geworden: so sandten die Grafen von Westcrburg, Nunkel und Isenbnrg, dein Erzbistbof Balduin und seinem Anhange, einen Fchdcbricf nach Voppard °°). Die neue Königswahl gicng vor sich; am cilftcn des Julius wurde Karl auf dem Königsstuhlc als Kaiser Karl IV. begrüßt. Der Fall des ausgesteckten Neichspanicrs in den Rhein deutete auf schlimme Folgen. Der Kaiser Ludwig eilte darauf an den Nhcin, erhielt zu Spcier von vielen Fürsten die Versicherung unveränderter Treue, und, wie die Cbronil' von Lim- bürg bezeugt, Graf Verlach !!., der Meistersang« (S. 1312), ritt ihm nach und sang ihm Lieder. Zur Ent­schädigung für seinen Aufwand zu Ehren und zur Vcrthcidigung des Kaisers, wies dieser eine Königsstcuer ans die Städte Frankfurt, Friedberg, Gelnhausen und Wetzlar an "). Er soll auch die vereinigten Grafen zu ferneren» Beistände ermuntert haben. Philipp von Grenzen, lieh von seinem Schwager Iobann II. von Katzenclnbogcn 700 Mark, und verschrieb ihm 60 Mark von seiner Güldc zn Vilmar «'). Auch die Städte am Rhein blieben meistens dem Kaiser Ludwig ergeben. Karl IV. wurde weder in Aachen noch im Köln eingelassen, obgleich der Kurfürst Walram von Köln durch vorlaufig erhaltene Verschrcibung des Zolls zu Andernach, Bonn u. a. für Karl gewonnen worden war °'). Endlich gelangte er in Bonn (d. 23. Növdr.) zur Krönung. 1Z47. Die Burg Grcnzau, von den Grafen von Isenburg - Büdingen Ludwig, Luther, und Philipp als

Tricr'schcs Lehen anerkannt, hielt Balduin in wehrhaftem Zustande durch einen Burgmann besetzt. In den er­sten Tagcit des Aprils rückten die Verbündeten gegen diese Beste an; Reinhard von Westcrburg war Haupt- anführcr, zu dem die Strcithaufcn Salentin's III. von Isenburg, Wilhelm's I. von Wicd und Gcrlach'Z II. von Arenfcls stießen. Die letzten schwärmten bei Romersdorf vorbei, und thaten der Abtei durch Brand und Raub nicht wenig Schaden ^). Graf Reinhard, gar ein edler Ritter von Sinn, Leib und Gestalt" "°), er­oberte am dritten Apriltage die Vestc Grcnzau, mehr durch List als Gewalt. Am zwanzigsten desselben Mo­nats zog, um ihn zu vertreiben, eine Schaar Koblenzer Bürger, aus den vornehmsten Familien, aus; allzu­sicher, wandelten sie zerstreut, die Anhöhen über Vallendar hinauf, ihren Waffenträgern voraus. Plötzlich aber griff sie Reinhard aus einem Hinterhalte an, tödtcte hundert und zwei und sicbenzig, nahm sieben ge­fangen, und trieb die übrigen nach Koblenz zurück. Ein nachrückender Haufe von Andernach wurde diesseits des Rheins herab verfolgt bis vor Unkel. Sofort wendete sich der Sieger gen Limburg, und ließ die Thore schließen. Der Erzbischof Balduin sandte dahin Dicderich von Stackcl und Heinrich von Cramberg, und ließ den Grafen Gerlach II. von Limburg und die Bürger aufsordcru, ihn, wider Heinrich und Philipp von Isen­burg beizustehen, den Durchzug zu gestatten, und Reinhard nicht zu unterstützen. Man anwortete ihm aber, Neinhard's und Philipp's Sache sey Sache des Reichs; sie waren Unterthanen des Kaisers Ludwig und dien« tcn ihm. Die St.idt Limburg könne dem Erzbischof den Durchzug nicht gestatten, weil er auch gegen Hes­sen und Mainz, wie gegen des Reichs Ordnung streite. Reinhard solle vor einem Nittcrgcricht sich stellen. Reinhard blieb als Geisel in Limburg. Bis auf den Iohannestag ordnete der Probst zu Spcier und Cano- nicus zu Mainz, Konrad von Kirkel, zwischen Balduin und seinen Gegnern, eine Treuge (Waffenstillstand) an?'). An dem bestimmten Tage versammelten sich beide Partheien bei Dietrirchen. Reinhard halte an dem rechten Ufer der Lahn 800 schöne Reiter, an dem linken Balduin seine Macht aufgestellt. Iu der Stadt Limburg standen die Bürger zur Nothwehr fertig. Graf Verlach II., in einen; Mantel von VeilchcnfmVe,

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) IloiM. kroä^m. ßß) Günther, Urkunden zur Gesch. von Isenburg. Mnscr.

67) Wenk, Nh. I. 453. 63: S. Kintlingcr, Gesch. der Familie und ^^»schaft Volmerstcln.

69) Günther. Gesch. von Romersd. Nnscr. 70) Limburger Chronik.

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