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zog, umgeben von Rittern, begleitet von Mannschaft, um zwischen beiden Theilen Recht zu sprechen, vor il)m l,er ein Edelknecbt init dem Scepterstabe, zu dem offenen Gerichte. Sein ältester Bruder Gcrlach (S. 1343) hielt" gewapnct mit seinen Knechten auf dem Plan ?°)." Nach ?lnborung der Streitpunkte wurde Rcinbard von den Rittern freigesprochen, insbesondere auch von 1,000 Mark Silber, die Balduin von ihm forderte ^).

So wurde die, sogenannte, Grenzauer Fehde beigelegt.

Die Grafen von Saun waren dem Erzbischof von Trier treu geblieben. Wahrend jener Fehde verkaufte Johann 117. von Sayn an Trier die Burg Kovern mit zugehörigem Gute, wie es seine verstorbene Mutter Kunegunde sS. 1340) besessen hatte, für 17,000 Gulden. Die Urkunde wurde von Gottfried von Homburg, Verlach, Herrn zu Isenburg, und etlichen Rittern, unterschrieben "). Sayn hatte durch Kunegunde von Isenburg-Kovern auch Voigteirechtc zu Hcimbach ererbt, die es auch späterhin noch behielt ").

Das untere Schloß zu Kovern sollen im dreizehnten und zu Anfang des vierzehnten Jahrhunderts Tcm- pelhcrrcn innc gehabt haben, und von ihnen soll auch die Kapelle daselbst erbaut worden seyn, die noch jetzt in ihrem Verfalle sehenswcrth, und ein räthselhaster Gegenstand der Baukunst ist.

Im November 1347 starb der Kaiser Ludwig in Baiern. Karl IV. wurde nun als Kaiser allgemein anerkannt.

Graf Wilhelm I. zu Wied begab sich nach Bacharach, wahrscheinlich um des neuen Kaisers Gunst zu gewinnen, und ihm die Treue zu versprechen, die er ihm bald nachher leistete. Wilhelm I. unterschrieb dort auch eine Urkunde Rudolph's von Baden '«).

Reinhard I. von Westerburg aber, und die Brüder Heinrich und Philipp von Isenburg, setzten von Grcnzau aus, die Gcwaltthatigkeitcn gegen den Erzbischof Balduin noch fort.

Dieser war durch andere Vorfälle gehindert, gegen seine Feinde nachdrücklich zu verfahren. In diesem 13^. Iabrc rückte er vor Vilmar, um Heinrich von Büdingen, der diesen festen Ort, der unter des Grafen von Dietz Gerichtshoheit gehörte, besetzt hielt, dessen Voigtci aber die Brüder Heinrich und Philipp von Isenburg ererbt hatten (S, 1250), daraus zu vertreiben.

Einen blutigen Auftritt veranlaßt« auch der Streit, den einige Bürger von Limburg, die noch Dietz gicnqcn, mit einem-Ritter bekamen, und deßhalb von dem Grafen Gerhard von Dietz zurück verfolgt wurden bis" uf die roden Erdin;" da entzündete sich zwischen Limdurgern und dem Grafen von Dietz mit seinen Leu- ten, ein Kampf, in welchem sie beiderseitswund worden, so, daß der Graf zwar wieder heim kam nach Dietz, aber einen Monat nachher starb. Der Graf Gcrlach II. zu Limburg und sein ältester Sohn Gcrlach III. waren mit dem Grafen Friedrich II. von Nunkcl bei der Sühnung der Parthcien, und unterschrieben die Ur­kunde, nach welcher die Limburger die That besserten durch Gcld und eine ewige Messe' ?).

Graf Wilhelm I. von Wied erhielt von dem Kaiser Karl IV., der zu Kassel bei Mainz schleunig ein 1Z«i)> Heer sammelte, um den Gegenkönig Günther zu Schwarzburg aus Frankfurt zu vertreiben, eine Verschrei, bung von 1,000 Mark Silbers für geleistete Dienste ").

Dem Erzbischof Balduin that Wilhelm I. das Versprechen, das Tricrsche Gelcitsrccht auf dem Rhein nicht zu hiudern, nach welchem Trier gegen räuberische Anfälle der Reisenden und Schisse frei verfahren konnte").

Nachdem der Kaiser Karl IV. die meisten seiner Gegner mit sich versöhnt hatte: schlössen auch die 1550, Grafen vc>n Isenburg, Gcrlach IL, Valentin III. und Reinhard von Westerburg, Frieden mit Balduin. In der von ihnen und von Wilhelm I. unterzeichneten Urkunde erklärten sie, daß sie hinfort ihres Herrn von

Trier sowohl

kirchliches

als bürgerliches Recht beschirmen und vertheidigen, und auf keine Weise hindern

72) Limburger <5hrcnik. 73) lloinli, Vroärorn

74) Nnnll». IN«t. l^ev. bei Fischer, No. I.XXXVII.

Saynische Urr, Mnscr. 6c>räe». M«t. I.ünK. Mikciv 72) Günther, Gesch, o. Isenburg.

76) Von Nülwann, Archio."^ minl, Mnscr. ?7) Weich a. a. O. 2H, I, Ulk, 4V.

7g) Archiv zu Neuwied. 79) Arck»'

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79) Archiv zu Rimkel.

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