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lange in'Zgchelm verabredet gewesen fey, ob sie gleich gewußt hatten, daß sie sich in verbotenem Verwandt.- schaftsgrade verbinden würden. Der Papst wolle sie also, um weitere nachteilige Folgen zu verhüten, von dem Kirchenbann freisprechen, und dem Bischof von Lüttich aufgeben, das straffällige Paar eidlich zu ver­pflichten, solche Fehltritte nicht mehr zu begehen, ihre Ehe gesetzlich zu schließen, und ihrer erzeugten und noch zu erzeugenden Nachkommenschaft die Rechtmäßigkeit zu ertheilcn. Die Vollziehung dieses papstlichen

Erlasses bestätigte der nachfolgende Papst

VI. erst in scinein dritten Regierungsjahre 1355 und

wies den Bischof Engelbert von Lüttich an, dem graflichen Paar eine heilsame Büßung aufzulegen, und dann ihre Vermahlung zu vollziehen. Dieß geschah 1355 zu Cornclis-Münster, im Bciseyn der Vcrehe- lichten, des Markgrafen von Jülich, des Pastors Wilhelm zu Wied, und anderer'«).

Ob bei dieser zweiten Verehclichung des Grafen Wilhelm I. der Thcil von Wied, welchen Virncburg mm wieder in Anspruch nahm, wirklich an das Erzstift Köln versetzt, von Jülich cingelös't, und der Johan­na als Brantschatz mitgegeben worden sey, ist nicht erwiesen. Jülich aber hat nach Jahrhunderten dicff behauptet und eine Klage gegen Wied darauf gegründet. In dieser Zeit scheint der Graf zu Runkel, TiK mann, verstorben zu scyn. Sein Sohn Friedrich I. (S. 1305) verzichtete aus desselben Foderung an den Herzog und Pfalzgrafcn Ruprecht, von 30 Pfund Heller. Auch Friedrich I, zeigt sich hinfort nicht mehr; und der thatigc, rühmlich genannte Bruder Tilmemn's, Dietrich II., überließ von nun an seinen Söhnen (S. 1322) die Landcsverwaltung.

Der Graf Gcrlach II. von Isenburg-Arenfels scheint einen zweiten Versuch gemacht zu haben, wie 1343, mit seiner Gemahlin Dcmodis dem Erzstift Köln seine Allobialgütcr zu verschreiben, die zu der Burg Hersbach gehörten. Der Erzbischof Walram hatte ihnen bei den Zöllen zu Bonn und Andernach jahrlich 200 Mark angewiesen, und' der nachfolgende Erzbischof Wilhelm 1000 Mark Capital ausbezahlt -"). Es hat sich jedoch keine Originalurkunde über diesen Handel gefunden, und Köln hat nie ein Recht auf Hcrs- bach geltend gemacht. Verlach besaß auch Hcrsbach noch 1372.

Jetzt verließ der Erzbischof und Kurfürst Balduin die Welt. Sein Nachfolger Boemund nahm zum Coadjntor den Grafen Cuno von Falkenstcin an, der Priester und Krieger war, wie Balduin, und größer, als dieser, zwar nicht an Geist, aber an Körper.Es was Herr Chuno ein herrlicher starker man, woll proportionirt von Leib, und groß von allen Gliedern, er halte ein groß Haubt midt einem strauben, weiden und brunen Crullen, ein breidt Angesicht, midt pusenden Backen, ein scharff mcmliches Gesicht, ei­nen bescheiden Mundt, die Glasieren ctzlicher massen dicke, die Nase breidt, midt geronnen Naßlochcren, die Nase was in der Mitte niedergedrucket, mit einem grosen Kinne, mit einer hogen Stirn, er hatte auch eine grosse Brüste, undcr seinen Augen rottelsarbig. Er stunde uff seinen Beinen wie ein leuwe, und hatte gut­lich Gebcrde jcgen seine gute Freunde und jegcn seine Unterthanen. Wann er aber zornig was, dann schlit­terten und pnscten ihme die Backen; es stunde ime weißlich, und herllch woll ahn u. s. w." '-).

Der Erzbischof von Köln, Wilhelm, stellte Graf Salcntin III. zu Isenburg, mit seiner Gemahlm Katharina (S. 1341) eine Urkunde aus, in welcher sie erklarten, daß sie sich mit den: Erzbischof über 5N Mark Renten, die Salentin's Vorfahren auf ihn vererbt hatten, ihm aber zurückgehalten worden wären, tibgefunden, und von dem Erzbischof 500 Mark bezahlt erhalten hätten. Sie verzichteten nun, in ihrer Er­ben Namen, auf alle Foderungen. Dafür erkannten sie von ihren freie» Allodialgütern zu Hcimbach gewisse Stücke als Eölnischcs Lehen an'y.

Um diese Zeit vermählten die Brüder, Heinrich von Isenburg-Büdingen, und Philipp von Gren­ze < jener seinen Sohn Johannes I. (S. 1332) mit Sophia von Wcrthheim, dieser seinen einzigen Erden Eberhard (S. 1345) mit Mechtild vo« der Mark. Johann I. zu Büdingen ward Vater von Johann II. und einer Tochter Agnes. Eberhard zu Grcnzcm hatte zu Ende des Jahrhunderts den Sohn Philipp, und drei Töchter: Mechtild, Adelheid, Katharina.

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1324.

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SU) Fische? iu-e. l^xxxi.

91) Fischer Urk. «I.

92) kimbttrecr Chronik.

?3) Fischer 5XQII.