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Graft» Wilhelm I. von Wied, Gcrlach von Isenburg, und Salcntin III. von Isenburg "). Wilhelm's I von Isenburg-Wicd zweite Tochter <nis erster Ehe, Agnes (S. b. 1329), war um diese Zeit mit einem Grafen Philipp von Falkenstcin vermählt ").
Wilhelm I. zu Wicd und Georg von Runkei (S. 1322) wohnten auch einem Turnier bei, welches in demselben Jahre bei Bamberg gehalten wurde ''). Wilhelm versetzte um diese Zeit den Hof zu Selters und das Dorf und Gericht Roßbach, und verpflichtete sich gegen den Grafen Johann III zu Sayn diele Güter mit 1,6U0 Gulden wieder zu losen °°). " ^
Bei abermaligen Irrungen wegen der Gerichtsbarkeit in dem Dorfe Irlich vereinigten sich Wilhelm I 13U und Johann Hl. von Sayn, ihre Sache durch erwählte Austrage entscheiden zu lassen -").
Gcrlach III. zu Limburg hatte in einer Fehde dem Kapitel zu Mockstadt Schaden verursacht den ei demselben jetzt durch Schenkungen vergütete °-).
Seine Mutter, die vcrwittwctc Gräfin Kunegundc (S. b, 1325) oder Conc, gewöhnlich die regie- 1Z65. rende alte Frau genannt") (T. b. 1336), gieng jetzt ihrem Sohne kurze Zeit in die Ewigkeit voraus. Gcrlach III. war als Vasall der Erzbischöfe von Mainz und Trier, mit dem Pfalzgrafcn Ruprecht, und dem Bürgermeister von Limburg, der vier und zwanzig Reiter führte, begleitet von vielen Rittern aus der Gegend des Mains, Rheins und der Mosel, in das Elsaß gezogen, „da er wollt haben helfen bestreiten die große Gesellschaft aus Welschem Lande" welche Strasburg belagerte. Sein Bruder Hermann (S. b. 1326, 1336) starb im September zu Limburg an einer wüthcndcn Seuche; er selbst war nicht lange von dem Fcldzuge zurückgekehrt, so starb auch er, und bald nach ihm seine Gcmabiin Else oder Elisabeth von Falkcnstein (S b. 135ö).
Die Regierung der Herrschaft Limburg erhielt nun sein jüngerer Bruder Johann II. (1336) , gar 1363. ein waidlichcr Mann, und hatte einen wohlgesctzten Leib von kleiner Grüße, mit einem schönen Antlitz, weiß und roth, mit einem gelben Groll und Bart, und war das Haar also gelb als Gold, und war gütlich zu sprechen und von gütlicher Antwort. Er war auch weiß zu Schimpf lind zu Ernst, und baitet er auch beynahe zwanzig Jahre, che denn er seine Frau rau'te -^)."
Graf Wilhelm I. zu Wicd, seit 1331 Lchcnshcrr der Burg Reichenstein, belehnte mit derselben Henrichen von Rcichcnstcin, Waldpotcn der Grafschaft Wicd „obigt der Waldcck." Die Grafen Wilhelm I. zu Wicd und Walrab von Sponhcim beschäftigten jetzt einen Vergleich und Frieden zwischen Philipp von Falkenstein und den Reichsstädten Frankfurt, Fricdbcrg, Gelnhausen und Wetzlar, welche seit 13-16 an die Grafen zu Limburg eine Königssicuer zu entrichten hatten. Philipp mochte durch Gcrlach's III. Gemahlin in den Streit mit jenen Städten gekommen seyn °°).
Mir der Stadt Andernach vcrbandcn sich, ncbst Bonn und Köln, auch Linz und Unkel zur Vcrrhci- 1367. digung ihrcr städtischen Freiheit gegen den Erzbischof von Köln, Engelbert III. Dieser nahm, bei seiner Al- terschwachc, den rüstigen Erzbischof Enno von Trier zu seinem Eoadjutor an. Cuno zwang die Andcrna- 1363.
kirchlich wieder dem Erzsiist Trier, und dem Erzbischof von Köln als Grundherrn, sich zu unterwerfen. Es erhob behaupten/_______________________________________
Der Erzbischos Engelbert war oberster Stuhlherr oder Großmeister des Fchmgcrichts in Westpha- lcn, und ernannte auch seinen Eoadjutor Cuno zum Stuhlhcrrn '?). Wider diese heilige heimliche Gewalt war nicht gut ankämpscn.
cycr, nrcyiicy wieder dem
sich nun bei Andernach ein Thurm, und bei Linz eine Burg, um die Kölnische Oberherrschaft zu Der Zoll zu Andernach wurde nach Linz verlegt -«).
17) Güntber's Topographische Geschichte von Koblenz.
19) Hliiültoi-. co8!!>nßi-n,,Ii, 20) ?lrch. zu Neuw.
22, Qiicle» c^l ^,,. i'. v. 23) Limb, sshron.
L2> Arch, zu Nemo, Archiualisch? Samml. von Mülmonn Mnscr.
26> ^le^sa^u«. l'eZclieimiac^ei'i ^.unlil. (ülivillei, iluliae, Klonrim«, IXIai-cne elc.
27) «uulli. lli»l. 'I'iev. äi^I. ^, II. Wyttendach's Gesch. von Trier, Th. II.
13) Wenk I- 416. Günther, Isenb. Gesch. Urt. 21) Erweisung und rechtliche Auöführ. 24) Limb. Chron.
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