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1369. Graf Wilhelm I/!zu Wied ließ in diesen Jahren seinen dritten Sohn Wilhelm (S. 1356)
den geistlichen Stand ergreifen; dieser ward Canonicus zu St. Gereon in Köln, in spaterer Zeit Chorbischof und Archidiakonus zu Trier. Wilhelm's I. Tochter Lysa (Elisabeth) sollte der Graf von Wcster- burg Reinhard III. als Gemahlin heimführen, und sein zweiter Sohn Gcrlach zugleich sich mit Rcinhard's Schwester Bertha verbinden; zu diesen Vermahlungen riech und half der Erzbischof Cuno ^«). Die beiden Kinder Wilhelm's I. aber waren noch minderjährig, und ihre wirklichen Ehen mit jenen Kindern Johannes II. von Westcrburg scheinen nicht zu Stande gekommen zu scyn, wie man weiterhin sieht. , ls70. In dem Hause Nunkcl blühte dem Grasen Dietrich III. (S. b. 1352) und seiner Gemahlin Jutta,
Tochter Salentin's von Sayn und Wittgenstein ") drei Söhne: Friedrich I II., Siegfried, Dietrich IV., und eine Tochter Else. Er hatte mit Adolph von Nordeck und dessen Bundcsrittcrn Fehde, die durch einen Sühnbrief beigelegt wurde, nachdem die Gefangenen gegen 1,200 Gulden freigegeben worden. Er erhielt von dem Chorbischof Dietrich zu Trier die Zustimmung zu einem Witthum in Holzhauscn zu der Linden ^°). Der Graf Philipp von Isenburg - Grcnzau war hingeschieden. Seine Wittwe Margarctha und ihr Sohn Eberhard stifteten ihm in der Kirche Romcrsdorf ein mildes Gedächtniß, durch zwei Ohm von ihrem Zchntwcin zu Weiß, und zwei Malter von ihrem Bedekorn zu Heimbach ^). 1371. Der Graf Gerlach II. von Iscnburg-Arcnscls gab seine dritte Tochter Adclhcit (S. b. 1339) dem jun
gen Grafen auf der Isenburg Salcutin I V. (S. b. 1341), Salentin's III. einzigem Sohne. Aus dieser Ehe erwuchsen die Brüder Salcutin V. und Gcrlach.
Da Gcrlach II. zu Arenscls kcine mannliche Erben mchr hatte: so thcilte er seine Besitzungen, größ- tenthcils Triersche Lehen, unter seine Schwiegersöhne, den Grafen Wilhelm I. von Isenburg-Wied, und Salcutin IV. von Nieder-Isenburg. Der Erzbischof Cuno von Trier stand auch nicht an, dicjc Erbgüter nicht nur als Mauulchcn, sondern auch als Wcibcrlchcn zu behandeln. Er belehnte den Grafen Wilhelm I. mit dem halben Theilc der Burg und Beste Arcnfels, mit der Voigtci, dem Gerichte und Gute zu Höningcn, mit dem halben Theil der Herrschaft und des Gerichts, hohen und nicdcvcn, so wie Thcodorich von Isenburg, Ger- lach's Vater, und Luther von Isenburg-Büdingen sie gciheilt hatten (S. 1303), an der hohen Landstraße oberhalb Rachdorf und Vrcidcnau; wozu die Pfarreien und Dörfer Ransbach, Almesbach, Grcnshausen und andere Güter gehörten, wie sie Gerlach besessen; ferner mit dem halben Theile der Güter, Herrschaft, Zehnten zu Hcimbach, der Voigtci zu Romersdorf, der Zchntcn zu Almesbach, Mcudt, Wancbach, Horhauscn, Niederer, Rachdorf, des Hofes „vff dem ßcynne" bei Isenburg, der zu Isenburg gehörigen Dicustmanncn, der Wildbanne in dem „spurkeu Walde, und in den Waldern von Isenburg, der Grafschaft „vff den Eynrich" mit zugehörigen Mannen, dcßglcichen mit dem halben Theile zu Wcltersbcrg, mit dem halben Theile solcher Lehen/welche die von Ulmen, Waldeck, Elz, Schoncnbcrg, Arras, Hammcrstein, Pfaffeudorf, die „schcltucnn" von Heimbach, die Ganerben des Zehnten auf dem Wcrd bei Vallcndar als Aftcrlehen von Gcrlach bisher besaßen. Zeugen waren: Dietrich und Johann, Grafen zu Solms. Die Urkunde wurde von Cuuo gegeben: zu Ercnwcrstcin den ersten Maitag ^).
Fünf Tage darauf wurde auch Salcutin IV. mit der Halste der Arenfels'schen Besitzungen von Cuno, mit dem halben Theile der Burg und Beste Areufels. der Voigtci, Gcrichtc und des Guts zu Hönningcn belehnt. Als Zeugen untcrsiegeltcn die Grafen Dietrich und Johann zu Solms "). 1372. Graf Wilhelm !. von Wied, und mehrere Edle aus dem Lahngau von ritterlicher Tapferkeit, Gra
fen von Nassau und Friedrich I!. von Runkel, schloffen sich an den Herzog Wilhelm von Jülich an, als diesen mit Eduard von Geldern in Verbindung, sich wider Karl's IV. Sohn Wenzel, Herzog von Nradant und Limburg rüstete, welcher ihn, wegen verübter Bcraubungen an Brabantischen Kauflcuten, die durch das Iü- lichcr Geleit reisten, angreifen wollte. Die Iülicher wurden anfangs geschlagen; als ihnen aber der Herzog
38) Fischer, Urk ^QXXXVII. 31) Günther, Roiuersd.
29, Wink, a. ?,, 3Z) Fischer, Url. cHlV.
O. 30) Archiv zu Nenw.
33) Fischer, Urk. cv.
