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von Geldern zu Hülst kam: wurde Wenzel an der Maas bei Beswiler überwunden, nebst dem Grafen Ru­pert von Namur gefangen, jedoch auf des Kaisers Befehl losgegcbcn ^).

Wilhelm I. griff selbst, mit Gcrlach II. von Arenfels, Valentin IV. und einem Ritter Veiten von Isenburg, zwischen Andernach und Engcrs Niederländische oder Kölnische Kauflcute an, die in den Fasten mit ihrem Gewand den Rhein herausfuhren in die Meß gen Frankfurt," und nahm ihnen, entweder als Bundsgcnosse Iülich's, oder vielmehr auf den Grund der kaiserlichen Erlaubniß in dem Jahre 1359, nur wider seine Vcrzichtung auf das Griindrurrccht, die er dcm Erzbischof Valduin 1341 und 1349 geleistet hatte, mehr denn viertausend Gülden wcrth Gewand." Sie führten es gen Isenburg, und hielten auch die Kauf­lcute gefangen. Der Erzbischof Eunoerhob sich mit großem Genügen und Gewalt, und hicsche die Nähme wieder, die in seinem Gclait und Gebiet geschehen war. Dcß legte er sich in der vorgenannten Hern Land, und gewann ihnen ab das Angirs (Engers) und machte zu Engers eine Burg, die ist geheißen Cuno-Stein," vorher Obern Engerschc. Die Grafen von Sayn waren bisher Vögte über Engcrs, so wie über das nahe gelegene DorfRcul (Ryl) (S. 1338), und hatten dort Nurgmanncn und Leute -'). Euno nahm dem Gra­fen Gerlach II. Hcrsbach ° °), rückte in die Besitzungen Wilhelm's 1. und besetzte Dicrdorf. Die Kauflcute kamcn mit ihren Waaren los. Es wollte zwischen Cuno und unserm Grafen zur Fehde kommen. Die Stadt Köln erbot sich ihrem Coadjutor,mit fünfzig reisiger mannen, mit bubcn und glecn auf ihre kosten beizustehen, wenn Euno krieg führe gegen den Herrn Grafen Wilhelm zu Wicd," der itzund unser widersaget vicnd ist, nuwelich uff des NvncS straume' strassenrauf und wcldait hait gcdan, und dein heilige Nychc, den gemeinen kaufludcn, wider Gott, ehre und recht, ihr gut hait genommen -?)." Doch WNclm ergab sich dem mächtigem Gegner, und ging die harte Foderung ein, sich selbst, mit sechs andern zu Schild Geborncn, als Geißeln zu verschreiben, und zu erklären: daß,wan wir teste eine große namc uff des Nyncs straume uidcrwcndig Engcrs den gemeinen kaufludcn genommen hatten, darumb Euno mit uns zu cricge was kommcn, und er uns als verre undcrwiset hat, daß wir die namc richten und keren stillen so han wir unser vesten Dicrdorff mit unser Herrschast und gerichtc daselbst, und mit molcn, vcldcn, wysen, und mit unfern Dörfern und luden zu Dierdorss, zu Wonden, zu Gicsclbrcchtshovcn, zu Usshufcn, zu Bruchcnrachdorff unfern dinglichen hoff zu Ruckcrod und dcn Roirbruch vor uns und unscr erben, ussgcgcden, und ingeantwortct dcm stiffte zu Trier, von dem sie auch zu rechtem uffgcbigen ledigen lchen rürent bis wir oder unscr erben das gebrechen der namc bczalen, und so wir dan das gethan hant so soll die vesten Dicrdorff stain und verüben in hant und gcwa'.t von Trier bis Wilhelm von Wydc Propst zu Ache unscr cltesic son all vcrbündniffc bestcttigct und so das gcbrcchcn dcr name gckcrct und bczalet ist. Dann soll die vcstc Dicrdorff lcdig und los scyn, und Tricr sollcn uns dic dan lcdiglichen wieder­geben mit bcl)altnisse doch - dcs Stifftcs rcchtcn u. f. w. Als Zcugcn untcrzogen sich: Gcrlach, Hcrr zu Iscnburg, Wilhclm's Schwicgcrvatcr. Dietrich und Johann, Grafen zu Solms -°). Insbefondcrc versprach noch Wilhelm:dic Pfaffheit, die Gotteshäuser, und ihre Güter zu beschützen "). Wie viel durch dicsc letzte Pflicht gewonnen wurde, lehrt auch dcr folgende Vorfall. .,....,,.

Zu isenburg war Hochzeit (Brautlauf") eines Ritterfräuleins, und große Herrschaft fand sich dort ein Dcr Ritter Dietrich von Staffel traf auf dcm Wcge dahin von Bcndorf aus, da, wo zwischen Sayn und Weiß vier Wege zusammenkommen, auf seinen Feind,Ritter Henn Bretten von Hiresdach," Hauptmann zu

34) WestplMische Geschichte von Job. Diedrich von Steinen, Th. I. Vic'vei- 4nn.

36) Gerlach II. s°u auch unttr dem Kaiser Ludwig einen Kaufmann von Wurzburg gepsindet oder beraubt, auch «°>e.

Geld geschlagen, >md deßhalb uorgefordert worden scyn, Quäen. ll°ä. äi^I. 'l. II. ZT) II<»!!,Ii, H!«l. I'rev. cüpl.

38) NuiiU,. IIi«t. 'I'iev, «imburger Cliron, Archiv zu Runlel.

39) Günther, Gesch. v. Nomersdorf ^Inzc!-.