«M"M».

i^,'»»?'»''^»..

>WM^^<

«.'

'^

118

Kt

Liinburg, der von Engers geritten kam. In Dictrich's von Staffel Gesellschaft waren die Ritter Johann und Friedrich von Stein, Gebrüder, Johann von Langenan und Johann von Kaumburg. Dietrich verfolgte den Bretten, und da dieser sich erritten sah, zuckte er sein Schwert und stach den Dietrich über dem einen Auge, daß er an jenem Kreuzwege starb. Die vier Begleiter Dictrich's wurden darum der Stadt Limburg Feind, und griffen sie an; die Limdurgcr aber schlugen sie zurück und verwüsteten ihre Besitzungen. Endlich stiftete der Erz­bischof Cuno Frieden; in dem Jahre 1380 wurde zu Koblenz ci^e Urkunde zur Sühne abgefaßt, nach welcher der Todtegebessert" wurde; die Schuldigen wurden verurtheilt zu Vittfahrtcn, Barfußgchcn, Kerzcndarbrin- gen, Stiftung einer ewigen Messe und ewigen Ampel zu Arnstcin: sie mußten 12U0 Pfund Wachs geben für Dictrich's seelige Seele, und an dem Orte seines Todes wurde ein steinernes Kreuz mit dem Schilde des Ge­schlechts von Staffel aufgestellt. Die Urkunde untersicgclrcn Cuno und der Graf Johann II. von Iscnburg- Liinburg 4°).

1373, Um die Mitte des folgenden Jahres war der Graf von Iscnburg - Arenfels Gcrlach II. gestorben, und,

wie seine älteste Tochter Margaretha, in Köln bci den Franciscancrn bestattet worden. Seine Tochtermanner hatten sich bald über die genaue Scheidung ihrer Erbhalften entzweit. Am zwei und zwanzigsten Iuliustage verglichen sie sich in einer, für das Gesammthaus Iscnburg denkwürdigen, Urkunde, des Inhalts: Wilhelm zu Wicd und seine Erben sollten seines Schwiegervaters Haus mit allem Zugchör zu Iscnburg binnen der Burg und dem Thal, mit dem Pfortenhaufc und dem Brunnen, Salentin aber das Covcrn'sche Haus daselbst, wel­ches Gerlach von Salentin's Vater gekauft hatte, bis an die Mauer über dem Walkhause besitzen, beide sollten die Burgmannen ihres Schwiegervaters, die zu Iscnburg gchörtcn, zusammen haben; Wilhelm sollte Zehnten und Gut, die er von Gcrlach zum Pfände hatte, zu Hcimbach, nebst der Voigtei über Nomcrsdorf, die sein Schwiegervater Gerlach von den Vorfahren ererbt, behalten, so, daß, wenn Salentin IV. oder seine Er­ben, das Geld dafür an Wicd zahlten, jenes Pfand ausgelöst werden sollte. Die von Gcrlach ihnen zu­gefallenen Lehen sollten sie ungcthcilt mit einander behalten, undmit der amen ind mit dem cchtel dey- len." Wenn Heinrich von Isenburg (Büdingen, S. 1332), und Eberhard von Iscnburg (Grcnzau) und ihre Erben, Ansprüche auf die vorstehenden Güter machten, und dcßhalb Feindschaft erregten: so wollten sie einander beistehen, bis sie mit diesen gcsöhnt waren. Bei Vorzug, Verpfandung, Schulden des einen Theils, sollten von beiden Theilcn zwei Freunde, und als fünfter Graf Friedrich II. von Nunkcl, oder ein anderer,mit mynncn oder mit rechte" entschcidcn. Die von Gerlach versetzten Güter sollte der vermögende Thcil lösen, und dem andern die Halste geben, wenn derselbe die Summe dafür leiste. Wollte einer von ihnen die Güter, die sie von ihrem Schwacher hatten, versetzen: so sollte er es dem andern zuvor kund thun; wollte dieser dann das Geld darauf leihen: so sollte es ihm vor allen gegönnt seyn; außerdem könne die Anleihe bei einem andern geschchcn; und wcr von bciden das Versetzte einlöse, solle es gegen Zahlung dem Eigenthümcr zurückgeben ^).

1Z74. Die Besorgnisse der bciden Schwiegersöhne Gcrlach's II. fanden sich alsbald gegründet, daß ihnen als

Anverwandten durch ihre Frauen, als Spillmagen (Cognaten), ihre Erbe nicht unangefochten bleiben werde von den Schwertinagen oder Gcrlach's natürlichen Verwandten (Agnaten). Graf Heinrich und sein Sohn Jo­hann von Iscnburg-Büdingen (S. 1354. 1532), und Eberhard von Iscnburg - Grcnzau (S. 137N. 1354) machten den 20stcn April Ansprüche, daß ihnen die Halste von Isenburg sammt Zugehörungen, ganz Arcnfcls, Hersbach, ein Thcil von Nucnar (Ncucnahr), den Gerlach'Z Gemahlin Dcmodis (S. 1339) beigebracht, und die Activlehen Gcrlach's zukamen, die nun an Iscnburg verfallen, da sie mit ihm in ungethcilten Lehen ge­sessen hatten und saßen, die aber Wilhelm und Salentin ohne Recht eingenommen hatten. Auch sprachen sie diesen zu:umb daz sy vns genachtbrant hant zu Grcnsauwc in vnscrm burchfriden als wir in fride vnd vor- wordcn mit yn saißcn als Graue Johann von Nassauwc vnd Graue Dithcr von Katzcnelnbogcn vnd der Kuni- gc von den Sterren (Stcrnbund) zusehen vns geredet hatten, vnd auch dat sy bcdcn von Grcnsa vnsen man vnd vurgman gcvangcn han nnb daz her vnscn burgfride wercn woldc u. f. w." "")- Z^r Entscheidung dieses

40) Limb. Chron. Sayn'sche Urkunden.

41) Fischer, Ulk. 5Xll.

42) Filchcr, Urk. llXIII.