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von Kaiser Karl IV., mit allen Rechten, die das Reich an der Burg hatte,cwigklich vererbet und vcrgissti- gct." Diese Abtretung Hammcrstein's bestätigte 1376 der Römische König Wenzel"«). Da die Burggra­fen von Hammerstcin auch einen Hof zu Irlich besaßen: so siel dieser ebenfalls an Trier, und ward ein Keim künftiger Kränkungen für Wieb "). Trier setzte neue Burggrafen zu Hammerstcin ein. Die Güter zu Irlich, welche das Stift Bamberg seit 1022 besessen hatte, übergab es 1376 dem Burggrafen Wilhelm auf Hammerstein gegen 50 Goldgulden jährlich. 1575. Der Erzbischof Cuno von Trier, Friedrich von Köln, und der Bischof Friedrich von Strasburg, ver»

glichen einen langen harten Streit zwischen dem Grafen von Nunkcl Dietrich I>I. nebst seinem Bruder Sieg» fried, und dem Grafen Gerhard von Dictz. Die Grafen von Runkel, Söhne Dictrich's II. und einer Tochter Gerhard's V. von Dietz (S. 1322), hatten auf mütterliches Erbeunbefahrcnde Habe" Anspruch erhoben, und die richterliche Entscheidung siel für sie so aus, daß Dietrich II!. mit den zwei zu dem Gerichte Vilmar gehörigen Zehnten Schuppach und Ummcnau (Amcnau) sammt allem Zubehör, mit den Dörfern Endrich, Ho: fen, Steden, Obcr-Dicfcnbach, von dem Grafen zu Dietz belehnt wurde. Zeugen waren: der Graf Johann II. von Isenburg - Limburg und mehrere Ritter ^ °). Seitdem sind die Grafen von Runkel von dem Hause Ora- nicn-Nassau mit den Zehnten von Schuppach und Amcnau, und den Dörfern gleiches Namens, und mit Sel- bach, Vicrtsurt, Dernbach, Wcycr u. f. w. (S. 1449) belehnt worden ^'). 1376. Ein anderer Erbstrcit, nämlich der 1374 zwischen Büdingen mit Grcnzau auf einer, und zwischen

Wieb und dem Isenburg-Salentinischen Hause auf der andern Seite, wurde jetzt durch eine eheliche Verbindung ausgeglichen. Johann I. von Büdingen (S. 1354), Wilhelm I. von Wicd, und seine Söhne: Wilhelm, Probst zu Aachen, Gcrlach und Wilhelm (S. 1336. 1369) errichteten einen Verband, zu ihrem, ihrer Lande und Leute Bcßten,wilche Vcrbant wie vnd vnscr yclichs erben ewencliche vnd ommcrme vastc siede vnd vnvcrbrochlichen solen Halden." Johann I. von Büdingen, Wilhelm I. zu Wied, Salcntin IV. zu Isenburg und Eberhard von Grcnzau vereinigten sich in einem Sühnbricfc. Johann I. von Büdingen gab seine Tochter Agnes (S. 13Z4) dem zweiten Sohne Wilhclm's I., Gerlach, Grafen zu Wicd, und dieser sollte alleiniger Herr der Isenburg'- schcn Besitzungen werden, die sein Vater von Gcrlach II. von Arcnfels ererbt hatte; sollte Gcrlach von Wied vor dem Bcilagcr sterben: so sollte ein anderer Sohn Wilhelms I. der Agnes Gemahl werden; wenn aber Ag­nes stürbe: so sollte eine Schwester von ihr Gcrlach chclichen; gingen aber Wilhclm's beide Söhne ab: so sollte seine älteste Tochter Hcilwige (S. 1329) mit Johann II. von Büdingen sich verbinden, und dieser die Isen­burg-Wicdische Erdschaft besitzen; gingen alle ihre Kinder vor ihnen ab: so sollte jegliches Gut nach gesetzlicher Billigkeit den Erben zufallen. Iu Betreff des Gutes zu Neuenahr, welches von Gcrlach 11. von Arenscls (S. 1339) bcscsscn, abcr verloren sey, sollte Johannes I. von Büdingen und sein Eidam, wenn sie es wieder gewannen, sich in dasselbe theilen. Wann Johann I. nicht mehr wäre: so sollte sein Eidam an alle seinem Gute, gleich andern rechten Erben, Thcil nehmen. Die Güter, welche Gcrlach von Arcnfels etwa verpfändet hatte, möchte Johann I. einlösen (da die gcsammte Grafschaft Isenburg Fidcicommiß war), und für die Lö­sungssumme seinem Eidam überlassen, und dieser die Pfandgüter nach ihm einlösen. Johann I. von Büdingen gab auch seinem Schwiegersöhne Gcrlach von Wicd cincn Thcil zu Clceberg auf Lebenszeit, und Wilhelm über­ließ jenem das Falkenhaus auf Isenburg. So sollten denn sie und ihre Erben sich nie scheiden noch scheiden lassen, sich helfen uud rathcn mit Leib, Gut, Land und Schlössern. Bei Irrungen sollten vier erwählte Freunde, binnen einem Monat schlichtenmit Minnen off mit Rechte" zu Isenburg und zu Clecbcrg; wer sich nicht dar­ein füge,den sal man scheiden zu höbe vnd zo Daghe trüwclois, irlois vnd sal darzo sin Recht ver­loren haben 62).

48) Hoi'tK. nist. 1>ev. äipl. 49) Erweisung und rechtliche Allsführung u. f. w.

50) Fischer, Urk. X<ü. Ncnk 1, c. Th. I. 529.

51) Keiner, Qri^. N.155. I, § 73.

52) Fischer, Urk, t)XV. CXVI. ci^XXXII.