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Valentin IV. zu Iscnburg, und Gorlach von Wicd, Herr zu Isenburg, beurkundeten nun eine genaue Scheidung ihrer beiderseitigen Besitzungen. Salcntin und seine Erben erhielten Nanßbach, Babenbach, Hcyde Elnhaufcn, Ncdcrnhcide und Wcrgcrodc; Gcrlach und seine Erben Alsbach, Grcnzhauscn, Hilgerode, Hunds- dorf und Rcmse, mit allem genau abgegränztcn Zubehör. Ebenso wurden die Leibeigenen adgetheilt» die Heimbacher sollten gemeinschaftlich bleiben; die Bcdleute zu Bendorf, die Frohnfahrcr zuNauer-t, u. s. w. sollte Gerlach haben. Es sollten jahrlich vier bestimmte Gerichtstage (ungebodcn vcsten") styn, wie bisher- wenn eines hohen Gerichts (hohen Vcsten") nöthig wäre: sollte einer dem andcni sie halten helsen. Endlich wur­den noch die kleinen Grundstücke und die Zehnten geschieden, die alle in der Urkunde genannt sind °' 2).

Des Grafen Eberhard von Isenburg-Grcnzan einziger Sohn Philipp (S. 1354), der Jüngere, ver­mählte sich seitdem mit cincr Grasin Katharina, von noch unausgcmachtem Gcschlcchte. Bon Ebcrhard's Töch­tern (S. 1354) ward Mcchtild des Grafen Johann von Nassau-Beilstein, Adelheid Salcntin's v. zu Iscn­burg °^), und Katharina Frank's von Kroncnbcrg Gemahlin. Diese Vermählungen mögen zum Theil erst An­fangs des folgenden Jahrhunderts vollzogen worden sc»n.

Die Ehe Gerlach's zu Wicd mit Agnes von Büdingen kam jetzt zu Stande, und wurde mit zwei Söh­nen, Wilhelm II., Johann II. und einer Tochter Elisabeth gesegnet.

Wilhelm's I. älteste Tochter Heilwige vcrchlichtc sich nun mit dem Ritter und Wicdischcn Maischall Verlach von Hcddcsdorf. Dieser Edelmann hatte des Ritters Dicdcrich von Eiche Zehnten zuBievcrn und Sechtendorff" für 125 gute schwere Gulden an sich gebracht: sie rührten zu Lchcnvon den cdcln vnsem gnedigen Hern Wilhelm Greuen zo Wede vnd seinen Sohne Hern Wilhelm Procste zu Aichc -')."

Der Graf von Iscnburg-Limburg Johann II. verkaufte abermals einen Theil seiner Besitzungen, lZ77. nämlich seinen vierten Theil an dem Schlosse und Gute Stadcn, an den Grafen Ruprecht von Virncburq, für 500 Gulden; und von den Limburgcrn entlehnte er 2,500 Gnldcn. In dem Jahre 1380 nahm er fer­ner von dem Erzstift Trier 2,000 Gulden auf °«).

Auch Graf Dietrich I II. von Nunkel nahm 200 Goldguldcn Darlehen von den Grafen von Katzen- 1378. einbogen Wilhelm II. und Eberhard V., sichcrte sie durch Güter in Schwcikcrshausen, und versprach den Gläu­bigern die Veffnung seiner Schlosser zu Runkel und Dcrn ^).

Gegen das Ende dieses Jahres hinterließ der Kaiser Karl IV. das Tcutsche Reich seinem Sohne, dem Römischen Könige Wenzel, in großer Unordnung. Fürsten, Adel und Städte, verbündeten sich wider einan­der, um sich gegenseitig zu unterdrücken. An den Großbund der Schwäbischen Städte schlössen sich Rhein- 1380. städte an,und drängten sehr ihre Landesfürstcn und dazu die Grafen, Hcmi, Ritter und Knechte, also, daß sie herrschctcn und übcrritten. Und etliche Städte unterstunden sich zu drangen auch sehr die Pfaffen, Stiffte und Klöster und geistliche Leute. Den hicschcn sie Steuer und Geld zu ihren Söldenern, von ihrer Geistlichen Hab und Benesicicn, und unterstunden sich zu viel zu greifen. Da ward es ihnen zu klemm, und ward eine Zweiung und Feindschaft mit Herzog Ruprecht von Baicrn, Pfalzgrafcn bei Rhein und allen Herzogen von Baicrn und andern viel Fürsten, und satzten dem Bund sehr hart zu «2)." Kaiser Wenzel's Bemühungen für den Landfrieden wirkten wenig.

Der Graf Johann II. zu Limburg schritt nun noch zur Ehe mit Hildegard von Saarwcrdcn, und l33s. ward Vatcr von zwei Töchtern, Clara und Kunegundc. Erst 1380 hatte er sich darein gefügt, den sonst von dem Reiche lehnrührigen Theil der Herrschaft Limburg, als Aftcrlehen von Trier zu empfangen (S. 1374), nachdem ihm Cuno dafür eine Schuldverschreibung von 2,900 Gulden, die dcßwegen in die Hände des Oheims Iohann's II., des Dechantcn Johann zu Wesel (S. 1289) niedergelegt wurde, zurückzugeben ver­sprochen hatte, l?).

5Z, Fiscker, Ulk, llxci. 54) Fischer, Urk. llXVI. 55) Fischer, Urk. ci.xxxv.

55) 6o«Ill«, I. o, Wcnk, a. a. O. Th. I. S. 404, 57) Wenk a. a. O. Th. I. Urk. 264.

58) Limburger Chronik. 59) Grüßnci, Diplom, Bcitr. Ncck's Geschichte. Ig

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