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Stande. 1402 starb auch Kunegunde kinderlos; dennoch versprach der Graf Johann II. seinem Schwiegersohn Adolph und seinem Neffen Gerhard von Kirburg (S. b. 1396) auch gleichen Anthcil an dem Kurmainzischen Lchnstück °°).
Die Grafen Valentin IV. auf der Iscnburg, nebst seiner Gemahlin „Alhcit," und Gcrlach von Iscn- burg - Wicd, nebst seiner Mutter Lyse, und seinem Bruder Wilhelm, Chorbischof zu Trier, fanden es jetzt rath- sam, „um ihren merklichen Schaden zu verhüten," die in dem Jahre 1385 erworbenen Güter in der Grafschaft Ncucnahr, Benghovcn und Bentckoucn, sammt einer Rente von 4N Mark zu Wadcnhcim, mit gesammtcr Hand, an den Ritter Dietrich von Günnich und seine Frau Katharina von Saffcnberg, für 190U gute schwere, Rheinische Gulden, zu ewigen Tagen, zu verkaufen °').
Inzwischen hatte Graf Gcrlach zu Wicd mit feiner Gemahlin Agnes von Iscnburg-Büdingen (S. 1376) auf den Grund früherer Hausvcrtrage einen Theil der Herrschaft Büdingen in Anspruch genommen. Sein Schwager, der Graf Johann II. von Ifenburg-Büdingen und dessen Gemahlin Margarc- tha, errichteten jetzt mit dem Hause Wicd einen denkwürdigen Erdfolgcvcrtrag, nach welchem „al suliche Ansprache vnd Fordcnmge, als der Edle Gcrlach von Wcdc here zu Iscnburg, Agnes sine cliche Hußfrawc vnscr liebe Schwager, Schwester vnd Süster bißher gehabt han — zu vns oder zu vnßcrn Erben, vmb soliche Erbcdcil, als Sie bizhcr zu vns gefordert han, wie das Agnes vorgenant von ircm Vater vnd Moder scl. den Got gnade, verstorben ist, daz sin wir Iohan "vnd Margrcdc-gütliche vnd gründliche gcsunt, gcricht vnd gceingit, mit — Gcrlach vnd Agnes vnd vn stillen sy oder irc Erben, oder nymant von ihrcn- wcgcn kcyncrlcy anspräche darzu han oder dun vnd han auch daruff verziehen; wcrs aber fache daz Wir Ioban vnd Margrede — vnd vnse Kyndc abegingen, an Libis Erbcn, da; Got langc oerhalde, so stillen vnd mögen __ Gerlach vnd Agnes, oder ire Erbcn irc Ansprache dun vnd haben an die herschafft zu Büdingen , oder waz Wir lifcn darzu Sy Recht hatten - -)."
Gcrlach's ältester Sohn, Graf Wilhelm II, zu Wicd, hatte seine Gemahlin Margarctha von Mors (S. 1400) schon wieder verloren, ohne von ihr einen Erbcn erhalten zu haben. Jetzt wurde er mit des Grafen Johann von Loin, Herrn zu Heinsberg und Lccnbcrg Tochtcr Philippe, die noch Kind war, verlobt, und zum Brautschatz die Summe von 4500 schwcrcn Rhcinischen Guldcn bestimmt, die binnen fünf Jahren ausgezahlt werden sollten oder Wilhclm II. sollte jahrlich 45U Gulden von Hcinsbergischcn Rcntcn und „Koirwyncn" zu Honnef erheben. Wenn Wilhelm II. vor der Ehcvollziclmng stürbc: so solltc sein Bruder Johann II. die Philippe ehelichen; ginge auch dieser oder Philippe indcß ab: so sollte jene Summe zurückfallen -^). Die Verlobten wurden vermahlt, und Philippe lebte lange, aber ebenfalls ohne Kinder.
Die Großmutter ihres Gemahls, Elisabeth (Lysc) starb in dem folgenden Jahre zu Ende des Novembers, und wurde in der Kirche zu Romcrsdorf, welcher sie zwölf Hufen Land vermacht hatte, beigesellt -'). Dcm Grafcn Gcrlach zu Wicd, Hcrrn zu Iscnburg, versetzte noch im Jahre 1404 sein Bruder Wilhelm, Probst zu Aachen (S. 1392), Dicrdorf sammt Zugchorungen, ausgenommen die Altcck und das Kirchspiel Rengsdorf für eine in der Urkunde nicht angegebene Summe °').
Des Grafcn Valentin IV. zu Iscnburg Sohne Salcntin V. und Gcrlach (<-. 1371) erklärten in einer Urkunde °^), daß sie den, von dem Erzsiift Trier zu Lehen rührcndcn Kirchensatz der St. Srephano- kircdc in Niedcrlehmen, durch ihrc Voraltern, wahrscheinlich Salentin II. und dessen Gemahlin Mcchald von Kovcrn, besessen, und als Aftcrlchcn andern Vasallen übcrgeben Härten.
Es verschied ferner in dem Hause Nunkel der Graf Dictrich lll. Scincr Wittwc Jutta (S. 1388) vergönnte der Graf Reinhard III. von Wcsterbnrg eine Wohnung auf'dcm Schlosse Schadeck. Dieses Reinhards Sohn Reinhard IV. hatte der Gräfin Jutta Tochter, Else (S. 1370), Walthers von Kroncnberg
1402.
1403,
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20) Weuk Th. I. 406, 21) Fischer, Urk. 5VI.
L2) Fischer, 6XVII. 2Z) Fischer, ciX^VI.
24) Günther, Gesch. RomcrZd. Mnscr. 25) 2. Archiv zu Neuw
Z!7> Günther, Iscnb, Urk. Mnscr.
