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Wittwe, zur ersten Gemahlin; nach deren Tode, um 1422, sich dieser Graf mit der Erbgrasin von Lciningen, Margaretha verband, und das Haus Wcstorburg-Lciningen stiftete.
Des Grafen Dietrich III. von Nunkcl Ncgicrungsnachsolgcr, sein ältester Sohn Friedrich III. (S. 1370), versicherte seiner Mutter eidlich, daß er den Burgfrieden in dein Schlosse Runkel, von dem Erzbischof Johann zu Mainz aufgerichtet, halten wollte ^). Bald darauf, im Jahre 1405, bestätigte ihm der Teutsche König Ruprecht die 1375 verfaßte Erabtheilungsurkunde zwischen Dietrich von Runkel und dem Grafen Gerhard von Dictz °?); 1406 wünschte Ruprecht den Grafen Friedrich zu seinen Diensten, und versprach ihm 1000 Gulden -«).
1404. Die Grafen: Reinhard von Wcstcrburg, Johann II. von Isenburg - Limburg, Johann II. von Isenburg - Büdingen, Gottfried von Eppstein, und Philipp von Nassau - Saarbrücken, errichteten in Betreff des Schlosses Clccberg einen Burgfrieden, in welchem die Rechte und Gränzcn jedes Ganerbcn genau bestimmt wurden. Da sollte unter den Gemeineren das Baumcisteramt jährlich wechseln. Bei Bclagcrungsgcfahr sollte jeder vier gewappncie Mannen mit Harnisch und Armbrust stellen; der Baumeister sollte auf gemeine Rechnung das nuthige Geld aufnehmen, um für das Schloß und Thal Büchsen, Armbrüste, Geschütz und andere Bedürfnisse anzuschaffen. Jeder Theilbadcr dürfte zwar seine Häufung in dem Schlosse haben, aberkeincs Andern Feind aufnehmen °').
1405. Der Graf Johann II. von Isenburg -Limburg verkaufte abermals ein Vicrthcil der Burg und Stadt Stadcn in dcrWctterau, mit Gerichten und Vurgmannen, sammt den Dörfern Mockstadt, Heghcim, Birx, Stamheim, Flostadt, Appelshauscn und andern Gütern der Herrschaft, die er von seiner Gemahlin Hildegard von Saarwcrden hatte, nir 10500 Gulden, an die Herrn Sibold Löwen von Stcinfurt, Eberhard Weiß von Fcucrbach, Eppich von Klen, Heim von Stockhcim. Ein Vicrtheil jedoch blicb ihm als Gancrbcn -<>). Am
1406. sechs und zwanzigsten Fcbruartage dcs nächsten Jahres starb er, und hinterließ, außer seiner Gemahlin, die ihn bis 1419 auf dem Schlosse zu Limburg überlebte, nur den Bruder Gcrlach (S. 1336), Domdechantcn zu Trier, mit welchem, nach dem Jahre 1414 die Grafen von Isenburg - Limburg ausgestorben sind. Dieser Gcrlach behielt einen Anthcil an der Herrschaft Limburg, verkaufte ihn aber gegen das Ende für 5000 Goldguldcn an das Erzstift Trier, verordnete eine tägliche ewige Messe zu Limburg, und schenkte dem Domstifte ein Haus, zu Ehren dcs hciligcn Vanthus ^). Nach Abgang dcs Grafen Johann II. nahm sein Schwiegersohn Adolph, Graf von Dillcnburg, und sein Neffe Gerhard von Kirburg (S. 1401) von den, ihnen bestimmten, Anthcilcn der Herrschaft Limburg Besitz; Gerhard empfing auch von dem Erzbischof Werner zu Trier die Bclehnung über das Trier'sche Lchnstück. Als aber Gcrhard's Schwiegersohn, der Rhcingraf Johann III. mit gleichem Rechte die Bclehnung begehrte: so wurde sie ihm versagt. Er klagte, und zwanzig Jahre nachher belehnte ihn Kaiser Sigismund mit dem dritten Thcilc der Stadt Limburg ^).
1406. Auch die Linie Isenburg - Büdingen stand bei dein nun erfolgten Tode dcs Grafen Johann II. in Ge
fahr, zu enden, hätte nicht der einzige Sohn und Nachfolger Diethcr (S. 1395. 13«4) mit seiner Gemahlin Elisabeth, Otio's von Solms Tochter, sich einer Nachkommenschaft von sieben Söhnen und einer Tochter, erfreut, unter welchen Dicther in dcr Folge als Kurfürst von Mainz, und Ludwig als Fortsetzer des Stammes der Obcriscnburgcr zu bemerken sind.
Die drei geistlichen Kurfürsten fanden es dcr Mühe werth, sich widcr einige Ritter, Namens Wilhelm von Nichenstein, Eberhard von dcr Hcydcn und Sifried Bastard von Runkcl, zu verbinden, da diese die Ritter Frank von Kronenbcrg und andere, welche „zu cincr rittcrlichcn Schymphc in Andernach gewesen waren, uff des frycn Nincs Stromcne" angegriffen, geschlagen, gefangen, ihre Habe und Kleinode genommen hatten ^).
27) Der Vertrag wurde 1407 erneuert Arch zu Ne.!w, 28) Fischer, Urk, X«.
29) Werk 1, c Th, III. 360. 30) Fischer, Z. 471. Siunidt, Geschichte des Hess Landes Th, II.
31) We-'k Th I. 405. 3ö) lüm-äeu Nizt, Linrl, »lü^r, Fächer, F, 473,
33) KIu5, Filter, 1?. XXXI. Müci-. llnlon. Güiüher: die Burggrafsch, Hammcrstein. Arch zu Neuw.
