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Um allen eigenmächtige!, Störungen der öffentlichen Ruhe und Sicherheit, und allen Uliordnungen 1^5, des Faustrechts auf immer Einhalt zu thun, stiftete der Kaiser Friedrich III. einen Friedcnsbund, der jetzt zwei und zwanzig Städte, dreizehn geistliche Fürsten, die Kurfürsten von Mainz und Trier, zwölf Grafen, Unter ihnen die von Nunkcl und Wicd, und dreihundert Ritter, zählte, und sich bald durch wohlthätige Wirkungen, besonders durch Zerstörung vieler Naubvesten erwies. Ihm folgte dann 1495 unter dem Kai­ser Maximilian I. auf dem Reichstage zu Worms, der ewige Landfriede, und die Stiftung des Ncichskam- lncrgcrichts.

Friedrich's von Wieb Erben verzichteten, zu Gunsten Dictrich's von Mandcrscheid, dessen Mutter eine Gräfin von Virncburg war, auf ihre mütterlichen Ansprüche Virncburg'sche Güter.

Friedrich's ältester Sohn, Wilhelm Hl., Graf zu Wied, Herr zu Ifenburg, vermählte sich um diese Zeit ") mit Margaretha, Erbtochter des Grafen Friedrich zu Mors und seiner Gemahlin Elisabeth, ge­dornt Gräsin von Nodcnbach, wohnte seitdem gewöhnlich zu Mors, und schrieb sichGreve zu Morse zu Widde vud Herrc zu Isenburgh ^)." Uus dieser Ehe erblühte die einzige Tochter Anna. Wilhelm III. vermittelte nebst seinem Bruder Johann III. die Vermählung seiner Schwester Iohannette (S. 147?) mit dem jungen Grafen von Sayn Gerhard III. ^). Z)ie Verbindung ist wahrscheinlich erst nach Ger- hard's II. von Sayn Tode 1493 vollzogen worden. Iohannette ward Mutter von fünf Töchtern. Den Sayn'schcn Mannsstamm pflanzte Gcrhard's III. Bruder Sebastian fort. Die Brüder der Gräsin Iohan­nette von Wicd wiesen ihr zur Erbsteuer 10,000 Gulden an, nämlich 3,000 auf die Zehnten von Hcddes- dorf, ablöslich, 4,000 aus einen Hof zur Nette, 3,000 aus den Kirchspielen Höchstenbach, Almcrsbach und Schönebcrg, und zwei wollene Röcke,so einer Grafin wohl anstehet und gebühret ^)." Es scheint ihr auch ein Antheil an Irlich geworden zu seyn (S. 1550).

Der Oheim unserer Geschwister, Graf Johann, Herr zu Nunkcl (S. 1485) war in Fehde gcrathcn 1439. mit Reinhard und dessen Sohne Cuno, von Lciningen-Wcstcrburg, über Schadeck (S. 1460). Durch ei­nen Austrägespruch wurde ein neuer Vertrag eingeleitet 2?).

Der Graf Wilhelm zu Runkel (S. 1486) ging auf der Isenburg am Wcihnachtsfcste in die Ewig­keit; sein Staub ruht zu Romersdorf 2«). Au- seine Wittwc Irmgard (S. 1477) und beiden Töchter, cm- 1490. psing sein Bruder Johann, als Vormund, von dem Erzbischof Johann zu Trier die Bclchnung mit allen Lehen, welche die Voraltcm von dem Erzstift gehabt hatten,wie die Lchenbrieff und des Stiffts manbü- chcr davon sagen ^)." Wilhclm's Tochter Anastasia wurde bald danach mit dem Grafen Heinrich von Waldeck vermählt. Die Stifter dieser Ehe, Anastasicn's Oheim Graf Johann zu Runkcl und Braunsberg, 1492. und Graf Johann zu Nassau, Viandcn und Dictz, bestimmten als Mitgift der Braut ihres Vaters Theil an dem Schlosse Isenburg, sonderlich das Nunkel'sche Haus mit Zubebör, dessen Haus zu Hcimbach, dm Hofoffem Ebenfcldt mit Acckern, Wicscn, Gärtcn, Renten u. s. w., die May - und Herbst - Beden aus den Dörfern Grenzhauscn, Hilgcrode, Hundsdorf, Alsbach, Mcudt, Honnefeld, Wolfcndorf, im Kirch­spiel Nengsdorf, Zinsen und Zehnten zu Gondelshauscn, Hcimbach, Spcrkenberg, Montabaur, Hclfcrskirchcn, Wambach, Putzbach, Ransbach, Simmern, Rengsdorf, Merkenberg, Bendorf und Vallendar, die Mahlmühle zu Iscnburg, die Herrlichkeit im Thal zu Hcimbach, wo ihr die Einwohner Weißbrot und Wein u. s. w. schuldig waren ^ ).

Die Fortsetzung dieser Hausangclcgcnhciten unterbrach im Octobcr eine zahlreiche und glänzeude Reichsvcrsammlung zu Koblenz. Dahin kamen der Kaiser Friedrich III. sein Sohn, der Römische König Maximilian, viclc Teutsche Fürsten und Englische Gesandte, um über einen Krieg gegen Frankreich zu be-

ZZ) Archiv zu Neuwied. 36) Archiv zu Neuwied. 38) Fischer, Abbildung des 40) Fischer, 50XXIV.

34) Fischer, lüiüXIX. 55) Fischer, llllXIII.

37) v. Mülmcmn, Archiv- Samml. Grabsteines N. III. 32) Fischer, ciXXIII.

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