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rathschlagen, weil Maximilian sowohl in der Verschmahung seiner Tochter Margaret!)«, von dem Könige Karl VIII. von Frankreich, mit dem sie verlobt war, als in der erzwungenen Vermahlung dieses Königs mit der Herzogin Anna von Bretagne, mit welcher Maximilian schon durch Procuration getraut war, eine zwiefache Krankung erlitten hatte. Der deutsche Fürstcnrath aber war in einer Tricr'schcn Stadt, und fand es nicht wichtig genug, um solcher Angelegenheiten willen mit Frankreich zu brechen. In dem folgen- 1493, den Jahre ward Maximilian I. Teutschlands hochverdienter Kaiser.
Der Graf Heinrich von Waldeck, Herr zu Isenburg, wurde mit seiner Gemahlin Anastasia von dem Erzbischof Johann zu Trier, mit allen Besitzungen des Grasen Wilhelm von Nunkel, Herrn zu Isenburg, delehnt, nämlich: mit der Hälfte der Burg und Beste Ahrcnscls, der Voigtei, Gerichte und Güter zu Hönningen, mit dein halben Thcil der Herrschaft, hohen und niederen Gerichte, wie sie vormals „mit der hohen Landstraßen, die da gehet obcmvenoig den Dörfern Rachdors und Breiten«!, gcthcilet und unterschieden u. f. w. „mit dem halben Theil des Kirchcnsatzcs und Zchendcn zu Almcrsbach, zu Mcude, zu Wambach, des Dorfs und Gerichts zu Horhauscn, zu Niedcrlar, zu Nachdorf, des Hofs vf der Scyne bei Isenburg, der Wildbahn im Spurkenwalde, in den Wclden von Isenburg, der Grafschaft vf den Enrich, und den Mannen und Herrschaften, die dazu gehören:, mit der Hälfte des Thcils zu Wolfersberg, und solcher Lehen, so die von Ulmen, Waldcck, Eltz, Arras, Schöncnbcrg, Hammcrstcin, Passendorf, Schelcnncr, Hcimbach, die Ganerben des Zehnden vf dem Werder bei Valendar von dem Grafen Henrich tragen, und von seiner Gemahl alderre getragen werden u. s. w. (S. 1371) ").
Von dem Abte zu Fulda empfing Heinrich von Waldeck den Thcil an dem Schlosse Isenburg zu Lehen, den sein Schwiegervater Wilhelm besessen hatte ^). Im Jahre 1499 verschrieb er seinen Thcil an dem Kirchspiele Mcudt dem Grafen Johann zu Nassau für 10U0 Gulden ").
Die zweite Tochter Wilhelm's von Nunkel, Margaretha, ward des Grafen Johann von der Mark Gemahlin, und mit Geld abgefunden.
Der Graf Johann zu Nunkel und der Erzbischof zu Trier, errichteten wegen des Bergwerks zu Nic- derncschbach, das Trier als landesherrlich in Anspruch genommen hatte, einen Vergleich, daß Nunkel die Hälfte an Zehnten und Erz haben und das Werk zu Lehen tragen sollte. Ein ähnlicher Vertrag wurde 1497 über das Bergwerk zu 3bcreschbach gemacht. 1495. Auf den, denkwürdigen glänzenden Reichstage zu Worms, auf welchem der Kaiser Maximilian I.
den ewigen Landfrieden, das Kammergcricht, den Reichshofrath, und die Steuer des gemeinen Pfennigs, stiftete trug, unter den sieben und sechzig anwesenden Grafen, der Graf Gerlach HI. von Isenburg-Grenzau (S. 1458) das rothe Neichspannicr ").
Die durch den Streit zwischen dem Erzbischof Ruprecht von Köln, und seinem Nachfolger Hermann von Hessen 1474 veranlaßte Spaltung der Kölnischen Städte, war noch nicht ausgeglichen. Die für Ruprecht geneigten Städte konnten seine Verdrängung durch Hermann nicht vergessen. Zu ihnen gehörte auch Andernach. Ihre Bürger vertrieben die Söldner des Kurfürsten Hermann aus der Stadt und Umgegend. Hermann unterwarf sich zwar 1496 um Pfingsten, die Stadt mit Hülfe Triers, ließ Bürger in Gefängnisse werfen, andere aus der Stadt verweisen, und eine Brücke aus dem Schlosse nach dem Felde bauen, um ad- und zuzukommen "); sie behauptete aber ihre eigene Verwaltung und die Landstandschaft auf Landtagen.
Wahrend dieser Unruhen versetzte der Erzbischof Johann zu Trier die Nonnen in dem Mühlthalc bei Ehrenbreitstein, in das Inselkloster bei Vallcndar, und führte in jenes Augustiner ein. Bei diesen soll nachmals Luther als Augustinermönch einen Besuch gemacht haben ").
41) Fächer, cncixxv. 44) Fischer, §, 620, 46) Lrn'vevi ,^1»!, l'i'ev.
42) Fischer, c^XXVI. 45) Kölnische Chronik. Konrad's Tricrischc Geschichte, S. 2Z4
43) Arch. zu Neuw.
