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hunderte (S. 1332.), doch nicht ununterbrochen, ein Runkel'schcr Lchenbesitz gewesen war. In dem Jahre 1479 kamen Dietrich zu Nimkel und Otto von Solms darüber in Irrung, die sich nun zwischen Johann III. von Wicd und Bernhard von Solms erneuerte. Dieser weigerte sich, dem Grafen Johann das Schloß Grcisscnstcin, unweit Herborn, sammt Zugchörungcn, zu übergeben; durch pfalzische Entscheidung geschah es 1505. °2).
Der Graf Wilhelm „zu Wieb und zu Mors, Herr zu Iscnburg und Runkel, zu dieser Zyt ehester graue zu Wicde, dem das Regiment vor allcnn andernn vnsernn Vrudcrnn billich gehört", wollte zerstörende Thcilung des Landes verhüten, der Grafschaft Wesen erhalten, und überließ deßhalb in einer Schenkungsurkunde seinem Bruder Johann III. , da dieser sich eben mit des Grafen Johann V. zu Nassau, zuVicmden, zu Dich, Herrn zu Breda, Dicst und Grimberg, Tochter, Elisabeth, verlobt hatte, auf alle Erben desselben, alle seine Gerechtigkeit an den Grafschaften und Herrschaften von Wied, Runkel, Isenburg, Dicrdors, Braunsocrg u. s.w. mit allen geistlichen und weltlichen Lehen, allen Obrigkeiten, Auskommungen, In- und Zugehör, nur mit Behalt seines Thcils an dem Runkcl'schcn Hause und dessen Zubehör zu Isenburg, mit allen Dörfern, Renten, Jagerei, Fischerei u. s. w., wie sie (S. 1492) dieselben von Heinrich von Waldcck zurückgekauft hatten, auch der Ocffnung des Schlosses Runkel. Wilhelm bcdung sich aber für seine Tochter Anna von seinem Bruder Johann 8,000 Gulden in Gold aus, wenn sie sich vermählen würde. „Es soll auch nymands vonn vnscrtwegen thun noch schaffen gcthan werde mit kcincrlcy gcwalt, gnaden oder fryhcit die wir itzunt haben oder hcncfurthe ober kortzc oder langkc gcwnnncn oder crwerbenn mogcnn, oder vß eygencr bewegnis gegeben machten werden vonn dem heiligen« Stule zu Nome, von Rom'schen Voebstcn Kcysernn oder Konigen, oder von yemands anders wcur oder wie die wcren nocb sust mvt keynerlcy Burgmanschafft, manschafft oder Burgrccht oder mit kcynen andernn bcholffen, Dingen oder Funden, die yemands crdenckcn oder surgcncmen, mocht geistlich oder wcrntlich heymlich oder öffentlich die diese vcrschrebunge vnscrm verzicgk oder vnnserm lieben Bruder vnd Swcgcrynnc oder ircnn Ivos Irbenn hinderlich oder scheddclich — gcseyn mochten" u. s. w. ° ^).
Des Grafen Wilhelm Tochter Anna ward die Gemahlin des Grafen Wilhelm III. von Neucnar (Nuenar), Herrn zu Bedburg, aus dem alten Saarwerdcnschen Geschlechte, brachte ihm die schöne Herrschaft Mors zu, und gab ihm einen Sohn Hermann, dessen Ruhm die Geschichte von Mors erzählt (S. 1519,) °5).
Bei der Vermahlung des Grafen Iobann III. verzichtete seine Gemahlin Elisabeth, welche ihm 10,000 Gulden zubrachte, aus ihr väterliches und mütterliches Erbe -'°); sie crhielr aber von chm cine Witthumsvcrschreibung zu 1,500 Gulden, in stehenden Renten aus das Schloß, Amt und die Herrschaft Runkel, nämlich an Geld, Wein, Korn, Hafer, Zehnten u. s. w , das Malter Korn zu einem Gulden, ein Fuder Wein zu zclm Gulden gerechnet. Diese Renten legte er aus die Gefalle und Nutzungen der Grafschaft Runkel, auf die Zehnten zu Scbuppach Und Aumenau, auf die Höfe zu Runkel, Endcrich, Lindcn- holzhauscn, Schweikcrshcmscn, Schadcck, Eschencm, Selbach, Schoc, Oberdieftnbach, Dern, Ofhcim, Dort- heim, Mcvlingcn, Dorndorf, Stcden, auf die Zehnten zu Wenigshauscn, Finster, Attcnhauscn, Laar, El- lcr, Walddernbach, Mcrenbcrg, Elsass, Wcsicrnac, Irmtrud, Ncunkirchcn u. s. w., auf Zölle zu Sccken, Gemündcn u. f. w.
Zu dieser Vcrschrcibung gab Gottfried, Herr zu Evpstein und Münzcnberg, Graf zu Dich, so weit jene Ortschaften in der Herrschaft Runkel unter seine Lchnshcrrlichkcit gehörten, seine Einwilligung"). Die Urkunde unterschrieben, im Februar, Iohann'ö Brüder: Wilhelm Graf zu Mors, Dicterich Dcchant zu St. Gereon in Köln, Hermann, Canonicus und Domherr zu Köln, und Friedrich "). Im
63) Archiv zu Neuwied. 64) Fischer, No. llllXXII.
55) Van Alpen, Geschichte des Fränkischen Rheinüfcrs. B- II-
6?) Archiv zu Neuwied. 2«> Fischer, No. 6CXII, cllXI,
26) Archiv z» Neuwied.
1203,
1206.
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