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1608.

1511.

1312.

1513.

1S15.

1516.

März darauf verglichen sich die drei jüngsten der eben genannten Brüder, da sie dem geistlichen Stande sich gewidmet hatten, mit ihrem alteren Bruder Johann dahin, daß sie ihm alle angefallene Erbschaft und Pfand­schaft überließen, Johann aber an Dictcrich und Hermann jahrlich zu Martini zweihundert, an Friedrich, kraft besonderen Vertrags, sechs und sechzig Goldguldcn auf die Kellerei zu Wicd anwies "). Iohann's III. Kinder mit der genannten Gemahlin waren: Philipp, Johann I V., Friedrich der Jüngere, Magdalena, Mar- garctha, Walpurgis, Agnes, Genoucva, Maria und Elisabeth.

Graf Johann III. zu Wied errichtete, zu Beseitigung seither herrschender Irrungen, mit dem Gra­fen Gerlach III. zu Isenburg, in der Abtei Nomersdorf einen Vergleich über genauere Grcnzabthcilung zwischen den beiderseitigen Besitzungen von Isenburg und Grcnzau. Bald darauf entstanden zwischen beiden auch Mißhcllig- leiten über Gerechtsame zu Meyscheidt. Die Schossen zu Meyscheidt und Minkelfay wiesen, daß ein Graf zu Wied Obcrstmärker und Schirmherr über die Laachschcn Güter daselbst scy, Brennholz in dein Buchenwalde zu holen, und Eckcrschweinc zuhalten, das Recht habe; und der Abt zu Laach, Simon van der Leycn, bekannte, daß ein Graf zu Wied Schirmherr des Gerichts zu Meyscheidt sey, Laach aber den Schultheißen anzusetzen habe. Hierüber aber entspann sich ein Rechtsstreit zwischen Wied und Laach, der 1626 von Kurtricr zwar dahin entschieden wurde, daß Wied die Gerichtsbarkeit zu Groß- und zu Minder - Meyscheidt zukomme; aber noch 1Z3U bemühte sich Iohann's III. Bruder, der Erzbischof Hermann, den Frieden zu vermitteln^).

Johann III., sein Bruder, der Domherr Hermann, und Wilhelm von Isenburg (S. 1502), wohn: ten dem berühmten Reichstage bei, der an dem Osterfeste zu Trier angefangen, aber der Pest wegen, nach Köln verlegt wurde, auf welchem der Kaiser Maximilian I. Teutschland in zehn Kreise cintheilcn ließ "). Die Isenburg - Grcnzauischcn oder Salentinischcn Lande wurden zu dem Kurrhcinischen, die Isenburg-Wiedischen mit Nunkel zu dem Westfälischen Kreise gezogen. Diese Scheidung veranlaßte hundert Jahre später die Mei­nung, Isenburg und Wicd ständen in keiner Erbverbindung. Der Graf Johann vereinigte sich seitdem in Reichsangelegcnhcitcn mit den Wetterauischcn Grafen °^). Sein jüngster Bruder Friedrich ward Decan an der Kirche zu St. Gereon in Köln «').

In dem folgenden Jahre half der Graf Johann zu Wied nebst Philipp von Nassau-Wiesbaden, den Nachfolgcstreit ausgleichen, der zwischen dem Grafen Johann III. von Nassau - Bcilstein und dessen Oheim Bernhard entstanden war ").

Sein Bruder Hermann wurde nach dem Tode des Erzbischofs Philipp zu Köln zum Nachfolger er­wählt, von dem Papste Leo X. als Erzbischof unter dem Namen Hermann V. bestätigt, und von dem Teut- schcn Reiche als Kurfürst anerkannt.

Der Kaiser Maximilian I. crthciltc dem Grafen Johann III. und seinen Erben ein Privilegium, daß sie in allen ihren Landen, die nur dem Reiche angehörten, Bergwerke anlegen, alle edlen Metalle schmel­zen, und ihre Unterthancn dazu berechtigen könnten, auch die Unehelichen und al> inreztaw Verstorbenen zu beerben hätten. In einem zweiten kaiserlichen Briefe von Tricnt aus, wurde der Graf zu Wicd, von andern Gerichten unabhängig, nur unter das Rcichskammergericht gestellt. Maximilian belehnte auch den regierenden Grafen Johann auf's Neue (S. 1476), mit dem Kirchensatze in dem Kirchspiele Weiß, Heim­bach und Gladbach °°).

59) Fischer, N. 55X1. 60) Archiv zu Neuwied.

61)«ta 1>evii-. 62) Archiv zu Neuwied. 65) IVIu5. HIN«-. c°I.

64) Arnoldi's Gesch. der Nass. Reg. B. I. 65) Archiv zu Neuwied.