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und Unedel, gicngcn mit Tapvertcn, und hatten die mitten gegürtet. Die Gurte hiesche man Duchsing. Die Mcnncr trugen scy kurtz und langk, wie sey wollen, und machten darahn große lange und weite Stauchen, ein Thcils uff die Erixn; diesen Schnidt hoben sey nit von Notturfft, oder aus Grobheit angenommen sondern von Hoffart. Die Frauwcn trugen Böhmische Kogcln. die Kogcln stortzte eine Frau auf ihr Haupt, und stunden ihnen vorncn auf zu Berg über das Haupt, als man die Heiligen mahlet mit dem Diadcmcnt. Da gicngc es ahn daß man nit mehr die Harlockcn und Zopfe trüge, sonder die Hern Ritter und Knechte trugen gekürte Haar oder Krullen, über die Ohren abgeschnitten, gleich den Convers-Brudern, da das die gemeine Lcudte gcsahcn, thatcn scy es auch. ^.. ^ ^ . ^ .
wundert Jahre spater, 1485 machte der Adel selbst zun: Gesetz, daß die Damen bei Turnieren nicht mehr, als"vicr mit Perlen oder Edelsteinen besetzte Kleider zeigen, und keine ganzen Kleider von Goldstoff oder mit Perlen bedeckt tragen sollten '). ^ . , . ^ <
Von der Prunksucht der Geistlichen erzählt die Chronik von Limburg aus dem vierzehnten Jahrhunderte: der Kaiser (Karl IV.) habe auf einem Reichstage zu Main; zu dein Erzbischof von Trier, Kuno von Falkcnstcin, gesprochen: Wir befehlen auch, daß ihr euere Geistliche züchtiget, damit sie an den Kleidern, Haarlocken und Schuhen den Mißbrauch abschaffen; wofern sie dem nicht nachkommen, so entziehet ihnen die Gefalle und Renten zu unserer Schatzkammer, so wollen wir dann mit der päpstlichen Heiligkeit gnadigen Willen dieselben zu besserem Behuf anwcndcn.
Dcr Herzog Karl von Burgund kam 1473 mit 14.N00 Mann zu Fuß und Roß, nach Trier; d>e,e waren in Sannnt, Damast, Seide, Edelsteinen, Gold und Perlen gcklcidet, er selbst trug e,n Mantelchen von gezogenem Gold, mit Edelsteinen bedeckt. Die Pferde waren mit Goldtüchern belegt und mir silbernen Schellen behängen ^"). ^ ., <.«.^ .. ^ -- ^ ^ Wclcken Einfluß endlich auf die Gesinnungen dcr Mcnscycn gegen ihre Mitmenschen Hoffahrt, Böllerei Unn.cht vom vapstlicbm Stuhle bis zu dem schmutzigen Mönch, Unwissenheit in dem Chr.siemhum. mw a daicri^e Lo^spreckr.ng von allen Sünden, hatten, wodurch allen gottlichen und memcyl.cw, Ge,etzen fwhn aesprocbcn, das Gcfübl des Gewissens unterdrückt, und in den schweren Trudsalen jener Zeiten alle Seelenstack aelädmt wurde, mit welchcr dcr wahre Christ sich und andere aufrichtet, das bezeugen d,c lieblosen aramamen Vcrfal'nmaswcism in gcisilichen und weltlichen Standen. Alle Nachdenkenden und Edleren sehnten sich dahcr auö jcner entarteten Zeit in eine bessere, die auch schon vorbereitet war,
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Siebzehntes Kapitel.
«.schickte von 1517 b i
15 5 2.
Der Graf Hermann von Wicd, stit 1515 erwähtter und ^bestätigter ErzbisMf zu Köln und Kur- A8
fürst wmde'unter vielfachen Beweisen von Liebe feierlich eingeweiht '). 'In dem folgenden Jahre wolmte der ^ in Frankfurt bei, wo der Kaiser Karl V. erwählt wurde. Dort waren auch >e
Brü!« G la?'l"7vo/Isenburg-Grenzan und Wilhelm der Teutschordcnsritter. Hennann. Beg e.ter war ein Graf Hermann von Nuenar, Bruder des Grafen Wilhelm III. von ^—, wetch^ Wied und Mors vermählt war (S. 1505. 1468), Domherr und Probst zu Köln der seme Gelchiiamteit durch zwei Lateinische schöne Reden zeigte, die er an die Kurfürsten und an Karl V. h,e!t ).
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