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1223.

1524.

1525.

hungen machten die Belagerer Anstalten, Trier zu erstürmen, wurden aber durch die Annäherung der Bundes­genossen Richard's, des Pfalzgrafen Ludwig, und des Landgrafen Philipp pon Hessen, am vierzehnten des Sep­tembers zum Abzug gcnöthigt. Der Graf Gcrlach III. von Iscnburg-Grenzau eroberte nun die von dem Feinde eingenommene Beste St. Wendel wieder. Richard verfolgte die langsam und geordnet zurückziehende Mannschaft des Ritters, verabredete mit s.inen fürstlichen Helfern die Demüthigung desselben, auf seiner Burg Landstein, in dem nachsteil Frühlinge, und begab sich dann nach Andernach zu einer Zusammenkunft mit dem Erzbischof Hermann "). Sickingcn starb d. 7. Mai 1523.

Gcrlach's III. von Iscnburg - Grcnzau Bruder Salcntin, Herr zu Ncumagcn (S. 1602) hatte 1621 von dem Grafen Johann zu Nassau, dessen sreilcdigcn eigenen Hof zu Scchtcndorf (Segcndorf) bei Wied, um siebcnthalb hundert Rheinische Gulden angekauft "). Er gab jetzt seine Tochter Iohannctte (S. 1602) dem Grafen von Saun - Wittgenstein, Herrn zu Homburg, Wilhelm I. zur Gemahlin, und eine Aussteuer, für die sie auf alles väterliche und mütterliche Erbe verzichtete '«). Sie brachte jedoch den dritten Thcil von St. Iohannesbcrg und Neumagcn, auf ihren dritten Sohn Ludwig I. Diese Grasin Iohannctte machte sich in der Grafschaft Wittgenstein um die Reformation verdient.

Der Bruder des Kurfürsten von Köln, Friedrich Graf zu Wieb, Decan zu St. Gereon in Köln (S. 1612), und einige Zeit bisher Pastor zu Fcldkircheu ^), wurde zum Bischof von Münster erwählt. Hermann schrieb deßhalbdem Wohlgebornn unfern: Amtmann zu Linz, Lahr und Wieb, Neffen und lieben Getreuen Johann, Grafen zu Nassau, Herrn zu Weitstem:Wir sind willens, wenn Gott will, den ehrwürdigen Herrn Friedrich, erwählten Bischof zu Münster, auf Montag nach St. Pctcrstag zu Münster einführen zu helfen. Wir schicken Euch darum unser Hoftuch und Farbe, und begehren: Ihr wollet mit Harnisch, Helme, Spießen, Knechten und Pferden, in unsrer Farbe Euch dazu rüsten, um, wenn wir es euch wissen lassen, sammt Euern Staatskleidcrn bei uns zu erscheinen. Bruel im Iunius. Friedrich führte gewöhnlich den Titel: Frcderick van Godcs Gcnadcn Elcct und Consirmant des Stichtz (der Kerlen) tho Munster ").

Die geistlichen Kurfürsten, Hermann von Köln und Richard von Trier, kamen nach der Versammlung der Neichsstände zu Ncgcnsburg (d. 6. Iul.), wo sie sich an die engere Vereinigung der katholischen Stände gegen die Evangelischen nicht angeschlossen hatten, mit dem Pfalzgrafen Ludwig, in Oberwescl zusammen (d. 26. Iul.), um über Erhaltung der Ruhe unter dem empörten Volke zu beratschlagen. Es wurden ih­nen dort von Anhängern Luther's, die sich, seit seiner Vcrtheidigung zu Worms, an dem Nheinstrome ver­mehrten, achtzig Fodcrungcn vorgelegt, welche abzustellende Dinge in dem Kirchcnwcscn betrafen. Die drei Fürsten verwiesen sie an den bevorstehenden Reichstag zn Spcier ''). Hermann nahm sich in den, folgenden Jahre der kaiserlichen Rechte der Geistlichkeit in Köln mit Nachdruck an, als der Stadtrat!) daselbst sie beschrän­ken wollte -°). Seines Bruders, des Grafen Johann III. zu Wied zweiter Sohn Johann IV. (S. 1606) ward in diesem Ialrc unter die Domherren in Köln aufgenommen °').

Die hohe Entschlossenheit, mit welcher auf dem Reichstage zu Speicr (d. 26. Iul.) die evangelischen Stände sich gegen das Wormscr Edikt erklärten, welches Luther'» und seine Sache verdammte, übrigens aber Aufruhr zu verhüten versprachen, mußte auf den geheimen Freund der Kirchenvcrdesserung, Hermann, tiefen Eindruck machen. Aller Empörung Feind, versprach er dem Erzbischof Richard von Trier Hülfsmannschast, als der Bauernkrieg um sich griff, der schon 1503 unter dem Namen des Bundschuhs in der Gegend von

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Gesch. v. Trier, B. III. 15) Fischer, Urk. N. lHXI<VIII. ig) Fischer, N. OQV. 6I.VI.

17) Arch. zu Neuw.

18) S. Venontius Kindlinger's Münstersche Beiträge, Urk. N. 79-82. Archiv zu Köln; zu Neuwied.

19) Lrowei-, H,im. 7i-«?v. 20) D. Heddcrich's Rede bei der Einweihung der Universität zu Bonn 1586. Hl) Klu5. bitter. Colun. Kliilcr. ^. XXXI.