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tcrn beigesetzt. Ueber Wappen und Inschrift, die der Grabstein enthalten sollte, äußerte der Graf Johann IV. im Jahre 1567 an einen vertrauten Mann in Bonn BcdciMchkeiten;laute die Inschrift zu bischöflich: so möchte es ihm an der Brabantischen Pension (S. 153U), würde der crzbischöflichc Titel weggelassen, an det Kölnischen Forderung, schaden;" er bat") um ein Gutachten darüber. Der Zweifel wurde aber beseitigt; der Stein, von 12 Fuß Lange, gegen 6 Breite, ist mit dem dem Bischöflichpaderborni-

schcn, und dem Gräflichwicdischcn Wappen geziert. Die Umschrift, die in der sonst offenen Lage durch Ver­treten gelitten hat, späterhin durch eine Brcterdccke verwahrt worden ist, heißt, wie folgt:

II«'inaiiiin5 domo« n. VVeclu. Iiloc . . . .^i^liie.....ien5<?iil ^uno Doinini 1515.

?«5tuIaM5 Häniini«rrarai- Nccleziae ?aäerl> .... n<?n5i5. ^Vnno 1532. <ÜL5«ir ^rcliie^izca-

TMui et ... . I^mio.....1547. vbiir ^Viinci Uoiuini 1552. Oie 15. ^u^N5ti. ^eta-

ri« . . . . V<?i- . . . vllL 76.

Die Zeugnisse der Freunde und der Feinde Hermann'» über seinen Geist, seine Gesinnung, sein Trach­ten, und über sein Verhalten als Mensch und als Fürst, stimmen darin übcrein, daß er große Geistcsgaben besaß, die er, wenn auch weniger in Sprachen und Werken des Altcrthums gelehrt, durch eifrige Beschäf­tigung mit Tcutschcn Schriften ausbildete. Noch mehr achtete und liebte man sein edles Herz, verehrten die Niederen seine Güte, die Armen seine Freigebigkeit. Seiner Ucbcrzcugung als Christ lebte er mit gan­zer Seele, gleich einem Paulus. Sein Wandel wird als musterhast beschrieben. Er liebte zwar die Jagd; sein hoher Beruf aber litt unter keiner Leidenschaft. Er regierte weise, hielt streng auf Ordnung, suchte in Ruhe das Gute zu fördern, und bot stets Hand und Ansehen und Macht zu Versöhnung und Frieden. Nie seufzten seine Unterthanen über drückende Auflagen; er schränkte sich ein, und half durch eigenes Vermögen. Darum liebte ihn sein Volk, wie einen Vater; es hatte auf sein Verlangen Gut und Blut für ihn darge­bracht. Bei den Tcutschcn Fürsten stand er in hoher Achtuug, insbesondere behandelte ihn Karl V. bis an das Ende mit ehrender Schonung. Gesetzwidrigen Bewegungen abhold, suchte er behutsam das offenbar Ver­dorbene nnd Verderbliche zu entfernen, leere Gebräuche einzuschränken, die alten gewohnten Formen aber zu Mitteln des wahren Menschenheils zu benutzen. Das Erzstist Köln verdankte ihm den Rückkauf und die Verschönerung von Besten und Städten ").

Sein würdiger Bruder, Friedrich dcr Aeltcrc, starb nicht lange nach ihm, und wurde, nach seiner Verordnung, in der Krcuzkirche beerdigt. Auf dem Grabsteine, der aus dem Schutte jener Kirche noch vor­gefunden worden, aber um 1775 nicht mehr vorhanden war, las man nur folgendes:

. . . 'III ONIII im^1V18 I^^DL^KüVs (Ü0^IH3 IN ^VLIO äNI^. . . . VL

75. 59 Xll. (S. Fischcr §. 733.)

11) Archiv zu Neuwied.

12) IVIü!-52Lii5. Verschiedene Münzen von ihm s. Münzblatt N. 6., wozu die Umschrift: NermannuI äsi gratis nr. Hiepison^u« Oilonien« und die Kehrseite: 8. ro:n. imi>. xer ital, uroliie. xrin. N. VVe«t. e ünZ. äu, lez. na» tu«, lläini. puä. HIOXXXVII. gehören; N. ?.