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Achtzehntes Kapitel.

Geschichte von 1553 bis 1612.

1253,

1254,

Der Graf Friedrich, der Jüngere, zu Wieb (S.1649), Chorbischof und Schatzmeister zu Köln, trat seine 1549 von seinem Bruder Johann IV. erhaltenen Ansprüche auf die Herrschasten Virncbura Nue- nar, Saffenbcrg und Sombrof, an den Grafen Dicterich von Mandcrschcid und Blankcnheim, für die von diesem erlegte Summe von 3,190 Thalcrn ab ').

I"MM/ V wurde von dein Erzbischof von Trier, Johann V. (S. 154?) zur Verantwortung gcfodert. weil oder Krimmell, die unter Grenzau gehorten, und wegen einer Aeckerab-

g"bc von dem Grafen Arnold zu Isenburg-Grenzau gepfändet worden waren, die Abgabe verboten, und armen auf da. -Paus Hersbach gehörigen Leuten vier Pferde weggenommen haben sollte. Der Erzbischof nabm sich der Ausgleichung mi Namen seines Bruders Arnold und seiner Mündel Johann und Valentin VI. an (S. 1530) -), ^" Grasen Johann IV. von Wied noch unvcrmählte Schwester Maria (S. 1552) wurde durck ^ernnttelimg des Bi,chofs Erasmus zu Strasburg, Landgrafen im Elsas, und Michael's, Grafen zu Wert- yc.m, Herrn zu Brcubcrg, mit dem Reichserbschenkcn, Herrn zu Limburg, Christoph, verbunden. Sic wurde von dem Hause Wied mit Geld abgefunden, und verzichtete auf alle weitere Ansprüche. Von Seiten lylc.- Gemahls erhielt sie ein Witthum von 8,«an Gulden und das Scbloß Welzhaim. Ibre vcrwittwcte Mutter, die Grasin Elisabeth (S. 1506), lebte noch zu Wied -).

Zwischen Johann I V. und dem Grafen von Sayn erneuerte sich der Streit über die Gerechtigkeit in dem Dorfe Irlich (S. 1559); jener ließ seine Grenzen und Rechte daselbst vor öffentlichem Gerichte bei der Landvcste Wied durch Schultheißen und Gemcindslcutc weisen. Das Weisthum war den früheren gleich. Der Graf von Wied forderte vor den Schiedsrichtern, den Pfalzgrafen Johann, Friedrich, Philipp, Reinhard 1555. und Georg, von dem Grafen Johann VI. zu Sayn, zur Vollziehung des Vertrags zu Poppelsdorf (S. 1538) den Revers über die Lchensempfangniß des Hauses zu Braunsbcrg, welches Graf Wilhelm I. 1454, dem Grafen Gerhard von Sayn zn Koblenz aufgetragen hatte "), gegen Ucbcrlieferung der Lehnsbricfe. Auch beschwerte er sich, daß der Graf von Sayn ihm zu Kaiscrswcrth nicht die Hand, das Zeichen Tcutschcr Red­lichkeit, gegeben hatte; darauf crwicderte dieser: er habe dicß darum nicht gcthan, damit sein bei dem Kam- mcrgcrichtc anhängiges Recht nicht geschmälert würde °).

Graf Friedrich der Jüngere von Wied, Iohaun's IV. Bruder, (S. 1553) veräußerte die Herrschaft Olbrück (S. 1538, 42) an den Walpotten von Bassenhemi. Diese Herrschaft, das Haus Olbrück, nament­lich dcrOrsbeckerThcil, von Wied erbaut, war Köln zu Lehen aufgetragen, von Isenburg und Eppstcin pfandweise auf die Herrn von Eich, von dicfcn auf dic Walpoten zu Drachenfcls, von da wieder auf Wied dann auf Vreitbach, auf Thünissen Walpotten, wieder auf Wied, zuletzt wieder auf die Walpotten gekommen ^).

Das Haus Iscuburg-Grenzau verlor jetzt den Erzbischof und Kurfürsten von Trier Johann V. Er hatte die letzten Jahre, in Kummer über die Verwüstungen 1552, und über die Bewegungen, welche die Reformation in dem Erzstistc verursachte, gewöhnlich zu Montabaur verlebt. Dort lähmte ihm ein Schlag- fiuß die Zunge, und erstarb im nächsten Februar. Er wurde in der Florinskirche zu Koblenz beerdigt?). 122S. Für seine Neffen und Mündel hatte er sich vergebens bemüht, die vererbten Landcstheile wicdcrzusammen- zubringen. An stine Stelle trat seilt Condjutor Johann VI.. Herr von der Lcycn.

1) Fischer, N. (^VII.

3) Fischer, No. c^ciXXXIII.

5) Rcchtl. Erweis.

2) Fischer, No. ^1.7. '

4) Moser, Gesch, von Sayn. 6) Fischer, N, XXV/11.

I

7) Li-llvver.