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1633

1534,

1535

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Johann Wilhclm's ältester Sohn Johann Wilhelm (S. 1606), Hauptmann einer Compagnic des Solmischen Regiments, in Schwedischem Dienste, vcrmuthlich unter dem Schwedischen Obristcn Reinhard von Solms ^), fand seinen Tod im September, wahrscheinlich bei dem unglücklichen Angriffe der Schwe­den aufWallcnstcin's Lager bei Nürnberg, kurz vor der siegreichen Schlacht der Schweden bciLützcn (d. 6.Nov.), in der Gustav Adolph blieb; denn der Graf Christoph von Lciningen schrieb deßhalb an den trauernden Va­ter den 3. November ^).

Die Wittwe Hermann's II., Grasin Julian« Elisabeth (S. 1613) bcnachrichtcte ihren Schwager Johann Wilhelm den 23. April aus Mainz, das ihr Tags vorheram Ostermontag, eines ihrer lieben Weißlcin vnndt Töchter Dorothea Sabina" verewigt sey (S. 1627), nachdem sie selbige ncbens andern ihren Kindern in verliddenem Monat Ianuario auß Furcht vor den Spanischen vnd deren domals den Westerwalt .gctraucten Einfall, vff ein Tag oder 8. nacher Andernach geschickt" und dann mit nach Mainz genommen hatte'2). Mch der Graf Johann Wilhelm flüchtete bei diesen gefahrvollen Umstanden nach Mainz, und starb dort am zwölften Juli. Sein einzig übriger Sohu, Philipp Ludwig der Jüngere, machte ebenfalls sein Testament, da er noch nicht vcreblicht war, zum Besten seiner Mutter und seiner drei Schwestern (S. 1606). Er übernahm nun als Aeltestcr des Hauses Wicd, Runkcl uud Iscnburg, in der gesetzmäßigen Nachfolge, die Regierung 5«). Er befand sich eben in Runkcl, wo sein Oheim, Philipp Ludwig der Aeltere, verschieden war, als nach der für die Schweden und Protestantischen Fürsten Tcutschtand's so unglücklichen Schlacht bei Nördlingcn sd. 7. Sept.) Spanische und Ocstcrreichische Hcerhaufen, unter dein Cardinal-In­fanten, durch die Wetterall nach Vilmar und Runkcl kamen, um da über die Lahn nach den Niederlanden zu gelangen. Runkel wurde im Juni oder Juli von Isolanischcn Kroaten erstürmt, unter Mordthatcn ge­plündert und angezündet. Mit dem Nathhause verbrannte der Leichnam Philipp Ludwig's des Acltcren, und Philipp Ludwig der Jüngere, der regierende Graf zu Wied , siel in Oesterrcichische Gefangenschaft, in welcher er bis 1637 gehalten wurde ").

Als diese schreckliche Noth vorüber war, ließ die Gräsin Iuliana Elisabeth, Hermann's II. Wittwe, ihren ältesten Sohn, Friedrich (S. 1618), von Dillenburg, wo er meistens erzogen worden, nach Runkel kommen, und ihm huldigen. Es fanden sich in der Herrschaft nur 270 Unterthanen, die nicht geflohen wa­ren; diese erhielten am Huldigungstage 4 Ohm Bier. Graf Friedrich stand unter der Vormundschaft des Grafen Philipp Reinhard von Solms-Grimbcrg, Christoph von Leiningcn-Schaumburg, und des Freiherrn Adolph von Willich -«).

Am 16. Mai wurde die Gräfin Iuliaua, Tochter von Fricdrich's Großoheim, Wilhelm IV. (S. 1584), mit dem Grafen Ludwig von Löwcnstein-Werthcim, Nochcfort und Montagnc, Obcrherrn zu Chas- stpierrc, Herrn zu Scharpfencck, Grcuberg, Herbimont und Neuenbürg, verlobt. Ihre Ausstattung waren 4,000 Gulden. Zeugen der Vcrlobungsurkunde waren: Iulianen's Mutter, Iohannetta Sibvlla, Graf Phi­lipp Reinhard von Solms, königlich Schwedischer geheimer Nathspräsident und Obrister, und Philipp Lud­wig, Graf zu Wicd °").

Nicht lange überlebte die Gräsin Iohannetta Sibylla die Schrecknisse zu Runkel, wo der Brand auch einen Thcil des Schlosses, welches sie bewohnte (S. 1625), verwüstet hatte. Zur Herstellung der zer­störten Kirche ließ die Ncgentin, Julian« Elisabeth (S, 1634), in dem folgenden Jahre eine Collect« erheben ^°).

Anhaltender Grafschaft Wicd scit

war dcr gefahrvolle Zustand, das Rauben und das Elend 16Z3 durch die Belagerung dcr Festung Ehrcnbreitstcin, des

m

scit

der unteren 1372 unter

5Z) Fischer, N. (^XXXVIII. 55) Fischer, N. 65I.XX. 57) Archiv zu Nunkel. Fischer« 59^ Fischer, N. cllXXXVIII.

54) Fischer, N. (X)I.II. 56) Fischer, N. <^Q. 5ci.III. N. «Ulli.,. 58) Arch. zu Runlel.

60) Archiv zu Runkel.