^M, '^ <l
»»»»>»>»»llr.l«ft «l«.««s
1708.
17U9.
1710.
st
1711.
1712.
1713.
246
Schwester Charlotte Albertina, Tochter des Grafen Simon Heinrich zu Lippe-Detmold. Sie gebar ihm 'n dem folgenden Jahre (d. 6. Sept.) die Tochter Friedcrika Amalia Sophia. Karl's Mutter, Johanna Elisabeth«, Gräfin von Mettcrnich (S. 1676) starb den 27. März, wie er von Eschbach aus an Friedrich Wilhelm berichtete. ^«). Mit ihrem Leben endigten mancherlei Zwistigkcitcn, die sie durch Nachforderungcn mit der Wittwe ibrcs Sohnes und den Vormündern ihres Enkels Johann Ludwig Adolph erregt hatte.
Der rcsiguirte Graf zu Wied-Runkcl Ludwig Friedrich (S. 1656), verstarb auf
ocn!
frcihcrrlich
Dernischcn Schlosse Hartcnfcls (d. 1. Novbr.) und wurde in der Kirche zu Altwicd beerdigt "). Durch seinen Hintritt wurden die jährlichen Zahlungen der sehr geschwächten Einkünfte in der oberen Grafschaft vermindert; seine Pommerschen Erdgüter aber sielen an die Ebersteinschcn zurück.
Des Grafen Friedrich Wilhelm zu Neuwied Gemahlin war den 26. April 1708 zu Schlobitten von dem zweiten Sohne, Alexander Emil, entbunden worden; er starb aber schon am 14. September dieses Jahres'"). ,
In und um Neuwied standen immer noch sogenannte Postirungstruppcn von Hanovcrancrn, Hessen und Pfälzcrn, und Wied hatte auch ein eigenes Contingent zu Bonn zu unterhalten "). Der Krieg wurde übrigens in der Ferne geführt; am Nicdcrrhein war Ruhe.
Unter den graflichwiedischeu Familiengliedcrn ereigneten sich jetzt zwei Todesfälle. Am 17. Februar starb die Grasin Sophia Sabina (S. 1677, 1698), Tochter Georg Hermann Reinhardt von Wied, Gemahlin Albert's von Schölwurg-Hartenstein °°), ^m s^ h,'e Tochter Johanna Sophia Elisabctha hinterließ, welche an Franz Heinrich Grafen von Schönburg-Wcchfelburg vermählt worden ist. Am 22. März verlor der Graf Karl zu Eschbach seinen Sohn Johann Wilhelm Karl, der 1709 geboren war.
Dem Grafen Friedrich Wilhelm zu Wied-Neuwied wurde am 19. October der dritte Sohn Franz Karl Ludwig gegeben ^).
Auch dem Grafen Karl zu Eschbach ward in diesem Jahre noch cm zweiter Sohn, Wilhelm Franz Friedrich, der jedoch auch schon den 13. Februar des nächsten Jahres starb. Am 17. October beglückte ihn seine Gemahlin mit dem dritten, Franz Karl Christoph, der ihm/erhalten wurde, so wie auch Heinrich Georg Friedrich, den er ein Jahr später empsieng (d. 19. October).
Sonderbar war dieses gelehrten und einsichtreichen Grafen Karl Versuch nach Ludwig Friedrich'» Tode, die Grafschaft Wied-Nunkel seinem Neffen Johann Ludwig Adolph (S. 1705) durch einen Rechtsstreit mit dessen Vormündern zu entziehen. Er klagte über Unrecht bei dem Ncichskammergerichte, da doch dieser junge Graf der rechtmäßige Erbe Maximilian Hcinrich's war.
Die vormundschastliche Negierimg bemühte sich außerdem, der oberen Grafschaft die Ortschaften Oberdiefenbach (S. 1671), Seck, Stocken, Claussen und Höfen, welche 1611 an Leiningcn-Westerburg, dann an Nassau-Hadamar, von da an Salm-Salm und Westcrloo, vergeben waren, zurückzuschaffen, jedoch vergebens. Erst 1766 wurde darüber etwas entschieden.
Glücklicher wurde der alte Proceß mit Wcilburg über Grenz- und Hoheitsrechte beigelegt^).
Der Streit des Grasen Karl gelangte an den Reichshofrath, wo er 42 Jahre ruhte. Karl wohnte jetzt zu Weilburg, wo ihm ein ncugeborncr Sohn, Johann Ernst, 1716 starb. Sein voriger Aufenthaltsort Eschbach, so wie die Dörfer Eschenem, Münster, Schuppach und Wolfenhauscn. waren verseht, und mußten von den Vormündern eingclös't werden. Diese gcricthen auch mit Sayn-Hachenburg über die Höfe Lichtenthal uud Hodbach in langwierigen Ncchtöhandcl. Karl's Schwester, Wilhelmina Erncstina (S. 1682), war in dem reichsständischcn protestantischen Frauenstift Quedlinburg erzogen, und jetzt Dccanissin; die jüngere Schwester Anna Sibylla (S. 1686) ward mit dem Grafen Christian Siegmund von Wurmbrand und
18) Fisch lr, N. cllllVs. 20) Fischer, N, 0<ücxxn. 2Z) Arch. zu Ncuw.
19) Fischer, N, 5<^XX!X. 21) Arch. zu Nemo. 24) u. Mulm, I. o.
^) Fischer, N. Lllllll.
