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Stuppachz und die dritte Sophia Am.üia (S. 1690) mit dem Grafen Christoph Heinrich von Stein vermählt.
Der Graf Friedrich Wilhelm zu Wicd-Neuwied erneuerte die alten Rechtsansprüche auf Irlich gegen Kurtrier, setzte die Unterhandlungen in dem folgenden Jahre fort, und bot der Trier'schen Regierung einen Vergleich an, aber umsonst. Kurz vor dem Abschlüsse des Friedens zwischen Kaiser und Reich und Frankreich, fodcrte der Franzosische General Aubcron in Kaiserslautern noch von Wieb, ungeachtet des Vertrags von 1708 (S. 17U6), 15272 Nationen, wurde aber auf diesen Vertrag verwiesen °°).
Die mit den Häusern Wicd in mannigfacher Berührung gedachten Verhältnisse der Erben von Sayn erlitten jctzt neue Verändcnmgcn. Die mit den, Fürsten von Salm Ludwig Otto verchlichte Prinzessin von Hadamar war 1702 von dem Rcichshofrathe zur Besitznehmung des ihr zustehenden Thcils der Grafschaft
1714,
Sayn ermächtigt worden.
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arauf führten die Grafen von Wittgenstein Karl Ludwig und August ihren
1715,
Erreit sovt. 1714 starb die Gräfin von Pöttingen. Die Erncstinische Hälstc von Sayn fiel nun an Kirchberg. In dem folgenden Jahre starb auch die Burggräsin Magdalena Christina von Kirchberg; es kam also der Sayn-Hachenburgische Theil an ihren Sohn Georg Friedrich, der, mit Sophia Amalia, Gräfin zu Nassau- Ottweilcr verbunden, außer mehreren Kindern die Söhne: Wilhelm Ludwig, Johann August (geb. 1714), die Töchter: Carolina, geboren 1720 d. 19. Octbr., und Sophia Charlotte, erhielt.
In unserm Rheinthale zeigten sich nun zwar keine feindlichen Waffen mehr, da Teutschland und Frankreich Frieden gemacht hatten; weil aber der Kaiser noch mit Spanien rechtete, und die kriegerischen Bewegungen zwischen beiden Partheien bis 1720 währten: so dauerten auch in unsrer niederen Grafschaft die kaiserlichen Einquartierungen fort. Für die bisher verpflegten Postirungcn erhielt Wicd - Neuwied, und auch Run- kel, wo zwei kaiserliche Regimenter Dragoner, Prinz Eugen und Würtembcrg, gestanden hatten, eine Entschädigung, die aber gegen die Opfer der vergangenen und der zukünftigen Zeit in keinem Verhältnisse stand -«).
Die Gräsin zu Nunkel, Sophia Florentina, gab als Normündcrin, dem Grafen Friedrich Wilhelm zu Neuwied als Senior des Gcsammthauscs, Vollmacht, bei dem Abte zu Fulda die Lchnscrneuerung der von Fulda abhängigen Lehnstückc, für ihre zwei Söhne, Johann Ludwig Adolph und Karl Wilhelm Alexander Emil (S. 1705. 1706), und für ihre Schwäger Karl und Christian (S. 1687), nachzusuchen °').
Nach einem Beschlüsse des Westfälischen Grafencollcgiums hatte die gesammte Grafschaft Wicd, mit Nassau, Sayn und Holzapfel, anstatt des bisherigen Contingcnts hinfort ein Bataillon Fußkricger zu stellen °«). Um unsrer Grafschaft einen Vorthcil zu verschaffen, schrieb der Nicderrhcinwestphälische Kreiscon- vcnt an das Domkapitel zu Trier, daß dem Hause Wied das Dorf Irlich, welches zum Westfälischen Kreise steuerpflichtig sey, nicht länger möchte vorenthalten werden; aber ohne Erfolg «').
Dem Grafen Karl von Wied-Runkel wurde am 12. Aug. der jüngste Sohn Karl Heinrich geboren. Zu großen! Nachthcil für die obere Grafschaft ward der fortdauernde Urbacher Waldstreit. Ein anderer mit der Adtei St. Matthias^zu Trier über Zehntgerechtigkeit wurde geschlichtet. Auch zwischen Neuwied und der Abtei Romersdorf länge anhängige Mißverhältnisse über gegenseitige Forderungen an Geld, Wald, Feld, Gerechtigkeiten, wurden bei dem Neichskammergcrichte zu beider Thcile Zufriedenheit auf immer verglichen. Selbst des alten Rechts der Psingstrcitcr nach Romersdorf wurde nicht vergessen '°).
Den Urbachcrn nachahmend, hatten auch die Bewohner des Kirchspiels AnHausen gegen ihren Lan- 1717, deshcrrn Friedrich Wilhelm über den Verlust von Waldeigcnthum, das ihnen unter Friedrich in den Jahren des Ungehorsams durch Kölnisches Consiscationsurtheil entzogen worden war, bei dem Neichskammcrgcricht seit 1714 Klage erhoben. In diesem Jahre schickten sie sogar eine Deputation nach Wien, um über jene Entziehung den Proccß gründlicher Zu betreiben; er wurde erst nach vielen Jahren beendigt. In der Stadt Neuwied bewegte während dessen die Gestaltung des kirchlichen Wesens und besonders der Schu- i?i«.
1716.
22) Arch, zu Neuw.
23) v. Mülm. 1^ o.
26) Arch. zu Ncuw. 29) Rcchll Erweis,
27) Fischer, N. c^QX, 20) Urch. zu Neuw.
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