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Worte, antwortete dem Könige von Preußen in einem gewichtigen Schreiben; und es entstand cm jahrelan­ger Streit, während dcß die Capucincr in Dicrdorf blieben).

In Neuwied legte die Grasin Carolina die Mißhelligkciten zwischen den beiden evangelischen Ge­meinden über die Begräbnißplätze durch ein Capital bei, von dessen Zinsen die rcformirtc Behörde entschädigt werden sollte.

Am ein und dreißigsten des Januars verlieh Alexander der evangelischen Brüdergemeinde eine genau ^^6, bestimmte Comession, laut welcher sie ihre öffentlichen Religionsübungcn ganz nach ihrer Einrichtung halten, ihre Kirche, Schule, Gottesacker von Grundzins, ihre Lehrer von bürgerlichen Lasten frei, diese ihrer eigenen Wahl überlassen, der Herrschaft aber zur Bestätigung vorzustellen, ihre als Bürger der Stadt ansässigen Glieder in den Stadtrat!) ausgenommen werden sollen, für sich zusammen einen neuen Stadtthcil bauen, ihre Häuser auch an Leute von andern Gemeinden vermicthcn, nur nicht verkaufen dürfen, den Gcmcindegliedern aber das Vorrecht zu gestatten haben. Sie erhielten an den städtischen Privilegien gleichen Genuß mit an­dern Einwohnern, Freiheit von Waffendienst, nur unter der Bedingung, daß andere Männer gestellt würden, und daß sie übrigens der landesherrlichen Gerichtsbarkeit sich fügten. Der rcformirtcn Pfarrei erboten sie sich, Stolgcbühren zu entrichten. Es wurden seitdem von der Brüdergemeinde mehrere der schönsten Stadtgevierte an der östlichen Seite von Neuwied, wo bisher Feld und Weingarten waren, angelegt. Im Jahre 1758 wurde ihnen noch besonders gewährt, auf ihrem Andachlshcmsc einen kleinen Thunn mit einer Glocke anzubringen - ^).

Alexander's Bruder, der Preußische Generalmajor, Graf Franz Karl Ludwig (S. 1749) wurde von seinem Könige zu Anfang Septembers 1755 mit seinem Regimenrc von Wesel nach Minden versetzt. Ob­gleich dieses Regiment größtcnthcils aus Ausländern bestand: so verlor es doch auf dem Marsche keinen Mann. In dem Monate Julius des folgenden Jahres berief ihn der König Friedrich II. zur Thcilnahme an dem siebenjährigen Kriege. Am 24. Aug. traf er mit dem ersten Bataillon in Magdeburg ein, und blieb mit demselben, als das Heer am 9. Sept. durch Dresden zog, in der Neustadt. Dort überließ er sein Rcgi- giment dem Generalmajor von Manstcin, und gicng zu seiner Brigade bei Pirna.

Der Graf Heinrich Georg Friedrich zu Wied-Runkel (S. 1711), war Oestcrrcichischcr Generallieutc- nant, und stand zu Ende des Septembers mit etlichen tausend Maun bei Lowositz. Der König Friedrich II. lagerte sich nun bei Walmina, und schlug die Oesterreichcr d. 1. Octbr. bei Lowositz ^').

Der allere Bruder dieses Grafen, Franz Karl Christoph (S. 173;), starb in dem nächsten Jahre 1757. den 5. Sept. kinderlos.

Nach der Schlacht bei Prag, wo das Regiment Neuwied beträchtlichen Verlust erlitt, kam es im Herbst wieder unter seinen Gebieter, und mit ihm im Octbr, nach Bricg; nach dem Falle der Festung Schweid- nitz traf sein Chef sehr gute Vertheidigungsanstalten.

Am zwei und zwanzigsten des Novembers, da Breslau von den Oesterreichern eingenommen wurde, befehligte der Oestcrreichische Generallicutcimnt von Wied-Äunkel die Reserve des österreichischen Heeres un­ter Prinz Karl von Lothringen und Daun -').

Der Generalmajor von Neuwied führte nach der Schlacht bei Leuthen (d. 5. Decbr.) sein Regiment zur Berennung von Breslau, eroberte am 3. Decbr. die Vorstadt, und schlug in der Nacht vom 17. auf den 18. Decbr. einen starken Ausfall zurück. Breslau ergab sich den 20. Dcbr. Das Regiment 'Neuwied gieng darauf unter dem Fürsten Moritz von Anhalt nach Licgnitz, und stand wahrend des Wimcrs unier dem General Foucquct bei Frankenstein.

> Der regierende Graf zu Wicd-Runzel übergab am achtzehnten Octobertage seinem Sohne Christian Ludwig (S. 1752) die Regierung der Grafschaft Krichingcn. Seine Muner, die verwittwcte Gräsin Sophia

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22) Mcser's Staatsarchiv,

23) Arch, zu Nc,nv, 25) Ebendas, S. 246,

2h. I Neuelle RettZionsbeaebenl'eiten.

24) Glschichcc des siebenjHlir'Zc!? Kriegs von Lloyd und Tempelhof, Th. I, S, SZ.