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Vcaunschweig an den Niedcrrhein, setzte bei Duisburg über, zwang die Fraizosen zum Nückmg, 'ch'ug sie, den 2). Iun., bei Krefeld, gieng aber nach Westphalen zurü^'. Am Ende des Jahres gewann.'» die Fran-

1759, zostn zu St. Goar einige vorübergehende Vorthcile. Der Prinz von Suubise blieb in dem Nieoerhessischen m Winterquartieren, der Marschall Contades stand mit einem Heere jenseits am Nicderrheine. Cinc andere Französische Hcermasse unter dem Herzog uon Broglio lag im Westerburgischen und Runkelsche:!, und ein Infanterieregiment la Marque, unter den: Marquis d'Auvet, auf dein Westerwalde und zu Hachenburg. Im April zogen Hcerabtheilungen von den Regimentern Champagne und Nauarra, Belsuncc und Bouillon, unter dem Marquis d'Armenticrcs, aus Köln und Düsseldorf an dein rechten Rhcinufer herauf nach dem Obcrrhein, blieben aber eine Zeitlang hier und an der Lahn stehen ^).

Als der Konig Friedrich II. in den ersten Tagen des Julius sich gegen den Marschall Daun bci Mark-Lissa ausstellte, führte der General Neuwied unter dem Markgrafen Karl die zweite Colonne, die nach Flächen-Seifen und Ludwigsdorf befehligt war. Ais er aber in den Wegcngen bei Kupfcrbcrg,, die durch häufigen Regen noch mnahrbarer geworden waren, noch 500 Wagen von dem Corps des Königs antraf, so verließ er die vorgeschriebene Straße, gieng bci Nudelsdorf über den Vobcr, nach Seiscrsdorf, und inachte da Halt ^). Er handclte auch hier, wie stets, in seines großen Königs Geiste, der seinen Feleberren nur allgemeine Vorschristcn gab, die Befolgung aber ihrer Einsicht und Entschlossenheit überließ; je vollkommener sie des Königs Zwecke, auch nach frei gewählter, gesetzmäßiger Weise, erreichten, desto hoher achtele er sie.

176». Im Iunius des folgenden Jahres befehligte der General Neuwied, bei dein Uebergange des Königs

über die Elbe unterhalb Meißen, die Reiterei des rechten Flügels und 10 Bataillone, mit denen er nach Ra­debmg ging. In der Schlacht bei Liegnitz (d. 15. Aug.) zeichnete er sich so aus, daß ihm der König Tags darauf den schwarzen Adlcrordcn überreichte.

Am 17. Scptbr. befahl ihm der Konig, mit der Reserve-Brigade des Generals Qucist die Hohen bei Hohcnzicrsdorf, das von Oesterrcichern besetzt war, zu nehmen. Da aber die Wegraumung der Verhaue in den Wegen zu viel Zeit kostete, so ließ der General Neuwied nach andern Zugängen suchen. Ein Lieute­nant Zictcn fand einen; der General rückte nun mit dem zweiten Bataillon des Regiments Prinz Heinrich hinan, verjagte am Fuße die feindlichen Husaren, wurde durch das nachfolgende Regiment Jung-Braun-' schweig auf der Höhe verstärkt, und nachdem von dem schweren Geschütz, welches in den engen Wegen nicht fortzubringen war, 4 Kanonen, und endlich noch das zweite Bataillon von Kleist, angekommen waren: so ließ der General den Feind, der mit einigen Bataillonen vom Ricd'schcn Corps und l> Grenadier-Batail­lonen unter dem General Ferrari angerückt war, und 1? Kanonen aufgefahren hatte, angrcifcn. Durch treff­lich berechnete Wendungen und nach herzhaftem Kampfe gelang es den Preußischen Streitern, die feindliche Macht zu Daun's Hccr nach Sietendorf zn treiben, und 15 Kanonen, 2 Haubizcn, 3 bis 400 Gefangene in ihre Gewalt zu bekommen. Während dieses Treffens stellte der König sein Heer unweit Schwcidnitz auf; der Sieg des Generals Neuwied aber bestimmte ihn, seine Stellung zu andern; das Lager und der rechte Flügel wurden nun auf die Hohen von Hohcnzicrsdorf gelegt. Der Fcldmarschall Dann blieb auf den Hö­hen von Scitcndorf stehen. Den 25. Septbr. sandte der König den General Neuwied mit den Regimentern Bernburg, Gablcnz, Knobloch und den Caualleric-Regimentern Sehladerndorf, Krockow und Finkenstein, über Nimptsch und Neiße nach Obcrschlcsien, um den General Vethlen, der mit einem klein,» Corps kinter Neiße bei Oppersdorf stand, zu vertreiben, und den Fcind wegen Mähren besorgt zu machen, Dadrrch bofste der König den Fcldmarschall Daun entweder zu Abscndungen kleiner Hcerhaufcn, und sich zu schwachen, oder zu einem Angriff zu nöthigen. Deßwegen wurde das Corps des Generals Neuwied auf 15,000 Mann angege­ben. Dann sandte auch den General Elrichshausen mit 3 Dragonerregüncntern und einigen Bataillonen Fußvolk durch das Glazischc, um Betblen zu verstarken, und zugleich den General Lascy nach Sachsen und auf Berlin zu, wohin auch die Russen im Anzüge waren. Sobald der König von Lascy's Marsche Nach-

20) Tempelhof, Hh. F.

21) Tempelhof, Th. 3 2, 113.