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Dem Fürsten Jobann August Karl ward die Freude über die Entfernung des Tyrannen (d. 27. April nach Elba) erhöht durch die Geburt seines Sohnes Wilhelm Hermann Karl, am zwei und zwanzigsten
Mai tage. , n> - -«
Nach dem Frieden (d. 30. Mai) kamen die fürstlichen Brüder, auch der Fürst war nach Pans gereist, mich Neuwied zurück, und Maximilian, der sich schon lange, am eifrigsten in den Jahren der Unterdrückung Tcutschland's, in Göttingen der gelehrten Beschäftigung mit der Naturgeschichte gewidmet hatte, entschloß sich und bereitete mit bewundernswürdiger Umsicht und Genauigkeit alles vor, in dem nächsten Jahre eine naturwissenschaftliche Reise nach Brasilien zu machen. Er trat sie im Frühling mit zwei jungen fürstlichen 1315. Dienern, Simonis, einem geschickten Gärtner, und Dreydoppcl, einem Jäger, zunächst nach London an, bestieg dort das Schiff Ianus, das mit mehreren Ostindienfahrern in den letzten Maitagen auslief, nach mancherlei Gefahren am 22. Juni die Linie passirtc, und gelangte in der Mitte des Juli nach Rio de Janeiro. Mit den besten Empfehlungsschreiben versehen, unter dem Schutze der Portugiesischen Regierung, den Gc- neralcapitäncn dcs Landes empfohlen, und der Unterstützung aller Behörden versichert nahm er noch zehn Leute und sechzehn Maulthiere, welche Kisten mit Nindshäutcn überzogen trugen, die theils Bedürfnisse enthielten, theils Sammlungen fassen sollten, auf seine Landreisc mit.
Im Deutschen Vaterland? traten unterdessen folgende Veränderungen ein. Nach der Convention zu Wien, den 31. Mai, übergab Nassau unter dem dritten des Juli au Preußen die Wicdischcn und Isenburgi- schcn Acmtcr Altwied, Dicrdors, Neuerburg, Heddcsdorf, die Stadt und Gemarkung Neuwied, und das Kirchspiel Horhauscn im Amte Hcrsbach. Die oberen Kirchspiele: Dreifeldcn, Nordhofen mit dem Bann Selters, Maxsayn das Amt Meyscheid, Rückeroth, Alsbach und Grcnzhausen, so wie die Grafschaft Runkel, blieben nur zum Theil ihren Wiedischen Hauptern, übrigens dem Herzogthume Nassau, mit Vorbehalt der Reclamation unteraeordnet. Die Wiener Bundcsacte, unter dem achten Juni, sicherte auch unscrn Fürsten die bekannten Rechte der Mediation zu, und ein königlich Preußisches Edict vom ein und zwanzigsten ^nni verfüate daß sie die direeten Steuern beziehen und zum Besten ihres Landes verwenden, für ihre Familie» und Aminen von Personal- und Grundsteuer» frei seyn, eigene Wachen von Manner,,, d,e ihre Militärpflicht^erfüllt, halten, fürstliche Justiz und Collegien gründen, und die innere Negierungsvenva t>^ der Fassung der Preußischen Monarchie gemäß, besorge» sollten. Unsere Fürsten machten diese Beschlüsse unter dem vier und zwanzigsten des Julius durch den Druck bekannt. . ^ ^ s7>.," „..^
Wirkte» im Geiste zu unserm glücklichen Prinzen >n die freie grope Natur BraMcn s zurück. Am vierten des Auaust's übersehisste er mit seinem Zuge den Meerbusen bei Rio. Es begleiteten ihn noch wei T ut^ Frevreiß und Sellom. Die Reise gieng längs der Osttu,:e von 23 bis 13
G^ad s 3er B« ".iäc-H nach Eabo Frio, von da nordwärts nach dem Paraibastrom Auf diesem Wae w Seen, genoß er auf einem Hügel, der die Kirche des nahen Dorfes trug bei un-
^ he e S ne Aussicht, über die der gefühlvolle Reisende uns Folgendes erthe.lt " : Vor uns
öffnete sich d^ unabsehbare Meer, das dumpf und weißschäumend gegen den Berg, auf welchem wir st! n ^r l u d sich an demselben brach; zur Rechten erhoben sich in der Ferne die Gebirge; uns näw hm^^'>^n ch altig buchtige Küste, und noch näher die Ponta Negra; hmter uns hatten wir h W^ ''doch auch mit Wald bedeckte Niederung und die großen
qlänzen^ d r Seen; zu unfern Füßen lag die Freguesia von Sagoarema, und links die Küste, wo
Woge ^mh ^ Kumten. Dieses viel umfassende große Gemälde, von den letzten Strah
len »''leuchtet und endlich im Nebel der Dämmerung verfchw.mmend, erweckte m
u s s A n 3s entfernte Vaterland. An die Seite eines Be.nbauses gelehnt und neben den un<
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<°. ^. . . ^ . ^».f. Reise nacl, Brasilien in den Jahren 1813 bis 1817 von Maximilian, Prinz zu Wi«l>-
^,'v3 F?ÄnN'b,^nne7^ '.^r wand, Seite 65 f. , (Für die er.achsenne 2«gend gut bereitet v«n C, Hildcbrandt, Quedlinb. und Lopz. ISN.)
