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liehen, bürgerlichen und geistigen Zusiandcs gedeihen ließ, in welcher es zuletzt seine Kraft und Würde 5e, wahrt, und seine Ansprüche erhoben hat. Auch die Grafschaften Wied und der gcfammte Zustand ihrer Bewohner sind seit jenem Frieden umgewandelt und vervollkommnet worden.
Die ersten Bedürfnisse des Lebens, bisher ans Getraidcbau und Weinpflanzung fast an allen unsem Gebirgwändcn gewonnen, und ost bis zur Hungersnot!) fehlschlagend, wurden durch den unschätzbaren Kartoffelbau vermehrt und gesichert, welcher 1686 durch Franz Drake ans Brasilien nach Europa kam, 1648 im .^cssendarmstädtischen versucht und, nachdem das Vorurthcil gegen dieses Gewachs widerlegt worden w.w, allmälig in unserer Rhcingcgcnd verbreitet wurde. In dem Ncnwicdischen Gebiete ist dieses Erzcugniß erst seit 1748 ernstlicher behandelt worden; im Dicrdorf'schen, wie in Nicdcrsachsen, seit 1740. Iemchr dadurch der Lebensunterhalt erleichtert, die Viehzucht verbessert wurde, desto mehrere Gelände, die sonst der Weinstock einnahm, sind um Neuwied, Hcddcsdors, Romcrsdorf und an der Wied hinauf, dem gewisseren Feldcrtrag, unterworfen worden. Die Stadt Neuwied, mitten in Weingarten angelegt, hat diese zunächst in Obst- und Gcmüsgärten, und in Acckcr umgcschassen. Die gegenwärtige Gestalt unseres ganzen Rhcinthals ist in dem ersten Kapitel beschrieben worden '). Der Schloßgcirtcn zu Neuwied, in der ersten Anlage nach dem vormals herrschenden Französischen Gartengcscbmack eingerichtet, ist jetzt durch eine blüthenrciche Fülle vielartiger Bäume uud Sträuchcr, die, mit Grasslächcn und Blumenbeeten abwechselnd, und von frei gewundenen Wegen umfaßt und durchbrochen, reichen Schatten in der Sommerhitze, Ruhe, auch wenn heftige Winde die Gipfel durchsausen, dem Auge die schönen Rhcinnfcr, dem Ohr die vielfachen Töne sicher mid zahlreich nistender Nachtiqallcn und anderer Singvögel gönnen, ein ergötzlicher Ort, der für jedermann offen sieht.
Alexandcr's Bemühungen, das Pflanzenreich um die Stadt durch den Anbau von Waid, Krapp, Safran Türkischem Waizen. Maulbeerbäumen u. f. w. zu bereichern, haben die Kriegsjahrc vereitelt: doch bat durch seine Ermunterungen der Ackerbau überhaupt im Lande sich sehr verbessert, und m der Ebene am Rhein einen hohen Grad von Vollkommenheit erreicht. Hier könnte für den Obstbau und für die Pflege de. Küchengewachse mehr geschehen; in dieser zeichnet sich Irlich aus; die ^ N uwied noch von der linken Rheinseite. Von dem größeren, Thcile der oberen Graf,chaft laßt sich weniger fordern Fruchtbar ist die Grafschaft Runkcl, und ihre Weinberge an der Lahn liefern einen cdcln rothcn Wein '^r Schloraarten zu Dicrdorf, den die Holzbach durchwässcrt, wird in der Umbildung, die der 5ürl/Ka7l "udwia Friedrich Alexander ihm giebt, ein freundliches Denkmal seines ideenreichen Geizes bleiben uud sein Andenken verherrlichen, wie er das Andenken an seine erlauchten Ahnherren in dcw,el>cn Garten'durch Aufbewahrung der noch gerettete,: Denkmaler in einer geschmackvoll erbauten Kapelle ehrt. Dort findet man nun die Monumente der Grasen: Gerlach III. von Isenburg-Grcnzau (S. 1458, 1530) und M.'livtt -u Wi-d lS 1ÜU6, 1535), auswendig m-ben der Thür rechts und links; Wilhelm (S, 1427, 1489) und's'ür'Brnd'r Johann zn Wied (S. 1427. 1521), Söhne Dietrich's IV. von Nunkel, inwendig rechts, d links an Eimm ge; Wilhelm II. zu Wied (S, 1376,, 1462) und seine Gemahlin Philippe (S. 1402,,
Steinbilder, in der Mitte; und Salentin VI. zu Isenburg (S. 1530, 1610),, eine kniemde Bildsaule -'eben dazugehörigen Schildereicn, im Hintergründe. Die Fenster enthalten schatzbare Glasgcmalde, zum Theil aus der Kirche zu Isenburg.
Bei den aroßcn Vorzügen der Natur um Neuwied litten doch die Garten nahe an dem Rheine, nickt selten auch die Saatfelder und Obstbäume, durch Uebcrschwemmungen und Eisgange. 1651 wurde unser Thal qa.n überschwemmt. Im Januar 1670 wurde die junge Stadt soweit unsere Nachrichten zurückgehen von der ersten Fluth heimgesucht. Auf dem vorher zugcfrornm 3chunc verfertigte cm Schremer
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welche auch die mathematisch - geographische Lage der Orte »nzergt. ^
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