43

Gcrlach (IV.) und Neinbold (IV.) von Isenburg bekräftigten mit ihren Unterschriften ferner als Mi­nisterialen des Reichs, wegen der Verwaltung des Einrich's, die Urkunden, in welchen der Kaiser Konrad III. einen Gütertausch zwischen dem Erzdischof Arnold I. von Köln und dem Abte Richard von Springirsbach, und die Gerechtsame dieses Klosters bestätigte. Zu jenen Gütern gehörte dcrHofSelc bei Kochcm, mit dem Reinbold von Köln belehnt war -«). Der Graf Burkard von Wied unterzeichnete die Urkunde des Erz- U44, bischofs Arnold I. von Köln, welche den Uebcrgang der Vogtci zu Laach von Otto von Rheines auf Köln betraf"), und eine dritte des Abts Gisilbert der Graf Siegfried von Wied (S. 1129. 1152. 1161.).'

Eine andere Urkunde Arnold's I., über Laach, unterschrieb das Jahr darauf Gerlach (IV.) von Iscn- N4S, bürg "). Der Kaiser Konrad III. bestätigte das Prämonstratcnfer Kloster Arnstein (S. bei 1139.). Als 11« Zeugen besiegelten und unterschrieben den Brief nebst dem Herzog Friedrich von Schwaben, dem Pfalzgra­fen Hermann, dem Grafen Poppo von Henncdcrg, Gottfried von Spanheim, Gerlach (IV.) von Isenburg, und Arnold von Wied, als Kaiserlicher Kanzler, für den Erzkanzler und Erzbischof Heinrich von Mainz")!

Der Kaiser Konrad III. feierte zu Andernach das Pfingstfcst, im Begriff, den unruhigen Heinrich von H4S. Namur und Luxemburg, der in das Erzstift Trier verheerend eingefallen war, zu züchtigen. Es kam eine Aussöhnung zu Stande, welche der Kaiser bewirkte; die Urkunde darüber unterschrieb der Graf Neinbold (IV.) von Iscnburg, derselbe steht auch als Zeuge in des Kaisers Urkunden, die er zu Spcicr dem Stift St. Maximin gab -").

In Speier durch die Predigt des Abts Bernhard von Clairvcaux zu dem zweiten Kreuzzuge gegen "47. die Saracencn in Palästina ermuntert, trat der Kaiser Konrad mit 7N,0ll0 Mann, den unglücklichen Zug nach Griechenland an, mußte in Klcinasicn, von Führern verlassen, durch Hunger in Wüsten, durch unab­lässige feindliche Angrisse und andere Unfälle, gezwungen, umkehren, und in Constantinopcl überwintern. In U4». dem nächsten Frühlinge reiste er den vorausgehenden Trümmern seines Heeres nach. In seinem Gefolge be­fand sich, außer den Herzogen Friedrich von Schwaben, Heinrich von Baiern, Herzog Welf, Bischof Ortlieb von Basel, und anderen, auch der Kanzler Arnold von Wied. Sie landeten in der Ostcrwochc zu Ptolemais, verweilten einige Zeit in Jerusalem, und feierten an den heiligen Orten die Feste. Als aber des Kaisers Versuche, mit dem Könige Ludwig VII. von Frankreich, ein Heer zu sammeln, nicht nach Wunsch gelangen, und die Belagerung von Damaskus vergeblich war: kehrte Konrad, begleitet von dem Herzog Heinrich von Baiern, dem Bischof von Basel und dem Kanzler Arnold über Griechenland zurück ").

In des Kaisers Abwesenheit hatte der Pfalzgraf Hermann II. anstatt als Stellvertreter desselben, die Ruhe des Reiches zu erhalten, an unscrm linken Nheinufcr gefährlichen Aufruhr erregt. Er hatte, unter an­dern, den Grafen Otto von Rcincck, aus dem Luxemburgischen Geschlecht, des Schlosses Tries (Treis) an der Mosel, und der Burg Rcineck beraubt. Otto übergab Treis, mit Einvcrständniß seiner Gemahlin Gertrud N48. eine, Tochter des Kaisers Lothar IL, dem Erzstift Trier; der hochbejahrte Erzbischof Adalbero zog nun gegen den Pfalzgrafen aus, und erwartete seinen Angriff mehrere Tage lang. Da konnte man glänzende Helme sehen, den Tag über strahlende Harnische, kampflustige Männer, und Vorspiele zum Kampfe, Nossetummeln in kleinem Räume, Lanzenbrcchcn, Angriff und Verfolgung, plötzliches Umkehren der Fliehenden, schnelle Wen­dung des Glücks, bald Zusammendrängen, bald Oeffnen der Reihen und Umflügelung des getäuschten Geg'ltrs. Ein Kundschafter des Erzbischofs eilt endlich herbei, den Anzug des Feindes verkündend. Da ordnet der erzbischöfliche Greis Fußvolk und Reiter mit Kunst, nennt sie, ihre Namen rufend, Verthcidiger der heiligen Kirche, Freunde des Apostels Petrus, sagt ihnen, das Kreuz cmporhaltcnd, wie der Pfalzgraf auf dasselbe

45) l'nlneri 5oä. 6,'pl. ?alat, N. XI.I. 6ünt1iei-, 6o6. äi'pl. N. 130.

47) Li'WUiei- I. c N. IZ5. 48, (Hai'w I^ensi». üüntlier, 6og. Hinl. 5l. 140.

49) Hn«t1>. Hi«t l'rev. I. 1>oliioi-. 6°ä. äipl. I>nl2t, N. 1^, II.

50) lllii-onicnn QeinKIne 2rmv«-i ^nn. 1>ev.

51) Qlw ?««i!ig. Vit» ?riä«iei I. Llo'VLri Hm^I, ^rev.

6 5

M»

5

5

4/