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Nahegau liegend, angeführt wird.') Erst vom Jahr 891 an wurde cs wieder dem Nahcgau zugeteilt, Oppenheim bildete alsdann die Grenze zwischen Wormsgau und Nahegau.^) Noch jetzt läßt sich dieselbe von Oppenheim aus landeinwärts an den großen noch vorhandenen Grenzsteinen verfolgen.
Von dieser Zeit an heißt es denn auch stets Algensheim oder Alginsheim im Nahegau, manchmal sogar kurzweg im Gau. So schenkte im Jahre 1109 Nicholf, Graf im Rheingau, dem Kloster Bischofsberg (Johannisberg) drei Mansen in Algensheim im Gau in paAO
OariAia,),») welches Erzbischof Adalbert 1112 bestätigte, wobei es wieder im Nahegau liegend, genannt wird. Dann schenkte Derselbe Erzbischof nochmals 1134 dem Kloster Bischofsberg drei Mansen, gelegen zu Alginsheini im Nahegau in der Grafschaft des Gaugrafen Emichos) Daher mag auch wohl die Bezeichnung Gau-Algesheim kommen, und um es zugleich zu unterscheiden von dem zwischen Bingen und Stromberg gelegenen Algesheim, welches Wald-Algesheim genannt wird.«)
Diese Schenkungsurkunden beweisen uns, daß im Anfänge des zwölften Jahrhunderts Algesheim noch zum Nahegau gerechnet wurde; als aber bald darauf die Gau-Verfassung erlosch, so wurde es als eine erzstiftische mainzische Besitzung dem Nheingau, mit dem es im Jahre 9d3 gleichzeitig an das Erzstift gekommen war, zugeteilt.«) Wann das stattgcfun- den, läßt sich nicht genau bestimmen. Doch bereits in der
0 Uber die Ursachen der zeitweiligen Ausdehnung des Wormsgaues in den Nahegau siehe Kremer, Rheinisches Franzien, S. 147 ff. Vergl. auch Schaab, Gesch. d. Stadt Mainz III, 93 sf.
2) Lvlminmt, Ilist. Vormat. II, 10. b) lluäenus, 6oä. äipl. I, 40.
4) 6uil., 6oä. äipl. I, 101.
Der Name „Gau-Algesheim" kommt zum erstenmale vor in einer Urkunde vom Jahre 1560. Bodmann, Rheivg. Alterth-, S. 63. Noch jetzt heißt in Mainz das Festungsthor, durch welches man in diesen Landstrich gelangt, „das Gauthor" und die betreffende Straße „Gaugasse;" auch in Oppenheim und Bingen gab es ein „Gauthor" und in letzterer Stadt wird die Straße, welche in den ehemaligen Gau führt, ebenfalls „Gaustraße" genannt. In Worms ist es ebenso.
Bodmann, Nheing. Alterth., S. 61 ff.
