Miftcr Abschnitt.
Stadt'Algesheiin und seine Umgebung in alter Zeit.
Der Umfang des alten Algesheim war nicht groß. Es war ganz mit Ringmauern umgeben, welche noch bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts vollständrg erhalten waren. Am südlichen Ende stand das Schloß. Von da ausgehend zog die Ring- oder Stadtmauer im Bogen nordöstlich ungefähr in der Richtung der Häuser auf der Fröschau über die Ncugasse hinaus bis zum jetzt noch stehenden Graulturm, machte dort einen rechten Winkel und zog dann in der Richtung der Gartenmauer des Schmilt'schcn Gartens nach dem Kegelplatz zu, bildete dann wieder einen rechten Winkel und zog im Bogen nordwestlich an den Hintergebäuden der Weingasse entlang bis zum Dcngler'schen Hause auf der Langgassc, welches noch innerhalb der Mauern lag. Hier trat sie etwas zurück und lief von der jetzigen Schule an zum Antonius- gäßchen und von da wieder im Bogen an den Hintergebäuden der oberen Bein entlang südöstlich über die Kloppgasse hinaus zum Schloß.
Drei Thore oder Pforten mit Turmaufbau bildeten die Eingänge durch die Ringmauer in das Innere der Stadt. Im Süden, am Ende der Kloppgaffe stand die Klopppforte, im Osten, am Ende der Neugaffe die Neupforte, und im Norden, am Ende der Langgaffe die Heupforte.
Die Thortürme waren früher von den Thorpförtnern bewohnt, später bis zu deren Niedcrlegung waren sie vermietet.')
>) Die Klopppforte war zuletzt vermietet an Wütwe Schaberger für 39 kr. 90 oentim, die Neupforte an Joseph Flühr für 37 kr. 89 o., beide wurden niedergelegt im Jahre 1819; der Erlös für dieKlopppk war 118 fl., die Heupforte wurde schon 1812 niedergerifsen, sie war «erkauft für ILO kr., ohne die Steine, welche für die Wege gebraucht wurden.
