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dem Markt eine Scheuer und Zugehör»), ein wohlaufgebautes Schulhauß sambt Bezirk am Kirchhof, das alte Schulhauß sambt Bezirk in der Kirchgafs,») ein wohlaufgebautes Hür- thenhauß in der Reugass sambt Bezirk,») ein Wachthäuslein neben dem Rathauß, ein gemein Häuslein bei der St. Jo- hanniskirch, eine Ziegelhütt und Ofen nebst einer Wohnung und zwei Gärtlein."^)

Freie Plätze im Innern der Stadt waren der Markt­platz, der Kegelplatz, welche beide noch vorhanden sind, und der Johannisplatz bei der Johanniskirche, welcher im An­fänge unseres Jahrhunderts verbaut wurde.

Alte Straßen sind: Die Langgasse, die obere und untere Bein, die Kloppgasse, die Flößergasse, die drei Bürgergaß, die Kirchgasse, die Salzgasse und die Weingasse, letztere kommt schon in einer Urkunde vom Jahre 1344 vor.») '

Wirtschaften werden uns drei aus älterer Zeit namhaft gemacht:Zum weißen Roß,"zur Krone,"zum Stern." Wirt imweißen Roß" auf der Langgaß war im Jahre 1668 Heinrich Hademer, Wirt in derKrone" 1717 Wilhelm Specht, derStern" wird zuerst erwähnt 1719.

Im Mittelalter besaß Algesheim auch seineBade­stube," worin die Bewohner entweder umsonst oder für wenige Heller ein Bad nehmen konnten.»)

Zu Algesheim gehörten drei vor den Thoren liegendes Mühlen: die Neu- oder Schloßmühle, die Layenmühle

1) Die Scheuer, das danebenstehendeWachthäuslein" und der Keller unter dem Rathaus wurden im Jahre 1819 für S50 Gulden verkauft.

*) Es wurde 1790 für 3L2 fl. verkauft. Der Lehrer hatte vorher die Nutznießung.

Es stand an der Stelle, wo jetzt das Schaberger'sche HauS in der Neugaffe steht. Es trug bis 1819 jährlich 10 keavo Miete, wurde aber noch in demselben Jahr verkauft.

-) Sie stand hinter dem kürzlich abgebrochenen Heiligenhäuschen, neben dem Eingänge zum neuen Kirchhofe. Wurde ebenfalls am Anfänge dieses Jahrhunderts verkauft.

») Baur, Hess. Urkunden, III. u. 1161.

Noch jetzt heißen die Häuser in der Fröschau, welche diesem Zwecke dienten,Auf der Badstub." Die Kanäle der Wasserleitung sind noch deutlich erkennbar. Bgl. über die Badstuben: Janffen, Gesch. d. deutschen Volkes, Bd. I, S. 340 ff.

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