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dem nit schuldige Frohnen ihrem Seelsorger zu lieb zu pras- stirsn ersucht werden." Die Bürgerschaft erklärte sich jedoch dahin,daß, wenn ein oder der ander ein Frohn auß sich selbsten H. Pfarrer zu lieb thun wollte, solche gleichwohl sslvo tainsn prasiuäisio thun könne, allein wollten inSgesambt zu keiner Frohn aatrinAiit seyn.">- In den Jahren 1795 und 1796 diente es als französisches Lazaret. Es wurde so ruiniert, daß es unbewohnbar war; erst 1806 wurde es not­dürftig hergestellt, so daß es der Pfarrer wieder beziehen konnte.

Auf dem Marktplatze steht das Rathaus; es wurde 1726 gebaut. Das Erdgeschoß war früher ein offener Hallen- bau, ist aber jetzt vermauert. An den beiden Ecken der Vor­derseite stehen, aus Stein gemeiselt, zwei allegorische Figuren, wovon die eine das Symbol der Gerechtigkeit darstellt, Themis mit verbundenen Augen und der Wage in der Hand. An der Giebelseite des Hauses nach dem Marktplatze zu befindet sich das Algesheimer Wappen, zwei übereinanderstehende sechs- speichige Näder, welche durch eine querdurchgehende Doppel­achse miteinander verbunden sind. Das Wappen ist mit Palm­zweigen umgeben. Unter demselben steht die Inschrift: n^r gussos ooinbusta. Ln nova rsäisns tota Vsmista./?) d. h. Durch die Schweden verbrannt, siehe neu erstanden bin ich wieder ganz schön." Über dem Treppeneingange zum obern Stocke steht folgende Inschrift:In st sub UeZimins tsr xratioso lliotiiarii Pranoisoi ^.roliispigeopi st prmoipis slso- tsris sriAsbatur,«3) d. h.Während und unter der überaus angenehmen Regierung des Erzbischofs und Kurfürsten Lothar Franz errichtet." Auf dem Dache befindet sich ein Türmchen, dessen Spitze ein Kreuz trägt, das mit einem im Strahlen­kränze stehenden Muttergottesbildchen gekrönt ist. Im Innern desselben hängt ein Glöckchen aus neuerer Zeit, welches jedoch keine Verwendung hat.

Die übrigen Gemeindegcbäulichkeiten mit Ausnahme der Schulen sind verschwunden. Im vorigen Jahrhundert waren noch vorhanden:neben dem wohlaufgebauten Rathauß auf

0 Aus dem Protokollbuch im Gemeindegrchiv.

H DaS Chronogramm gitbt die Jahreszahl 1726.

3) Das Chronozramm gi»bt wieder das Jahr 1726.