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Die Flurbenennungen und die Namen der einzelnen Gemarkungsgewanneu sind uralt. Wir besitzen noch drei Verkaufsurkunden über Äcker, Wiesen und Weinberge aus dem 14. Jahrhundert, worin eine ganze Anzahl von Namen Vorkommen, die noch heute im Volksmunde gebräuchlich sind.i) ,
Nach der ersten Urkunde vom 10. März 1342 wurden verkauft: „Druhalp morgen wyngartcn an cranibergc — vi. morgen Wingert des fundelingis — i. morgen in der Velin — i. morgen Wingert vnder den rcchin — i. zweydeil Wingert an me leymc — i. zweiteil in der pruffin an wezzils pade — i. halb morgen Vf grans berge — an burgerwege — an bubcrechc — in der sülzen — an der kleinen wolbis gazzin — re."
Laut der zweite» Urkunde verkaufen am 10. Dezember 1381 Henne Waldertheimer, Edelknecht, und Gosta, seine Hausfrau, dem Liebfrauen- ftifte zu den Grcden zu Mainz 24 Pfund Heller ewiger Gülte ver- unterpfändet auf Weingärten „in Algisheimer mark — an me Rapa- dinsteine — zuhct obir dH Wolfißgaßin — an der santgruben — off dem dychbach — am nyddir cloppe — an dem blettirwege — an me Jugeliiheimer Wege — an me Ockcnheimer Wege — an me Sporkenhei- mer Wege — in der bachrunsen — in dem berghe — an appenheimer margk — in der Algislciden — an der bergstraße — an me gryesboel
— in der mychil gruben — an me Crutze — an me schelmen by KarliS erbin von Jngilnheim — an der moscburg — vßwendig der baumelin — in der molden — an wyncnhcimer Wege — off dem leymen — an me flydewege — in dem dychc — off fautishof off clynken deile an me garten do dy stöbe sied — off KarliS Hofe."
In der dritten Verkaufsurkunde vom 2. März 1392 kommen unter anderen folgende Namen vor: „weiugartin in deine drappinschyßer — vff katzeloch — in der kclin — an dem bruckirwege — an der adin- heckin — an dem fronepade — vff Crausberge — in der alginsleydin
— an dem hnncrberge — an der Gcßeln — wiesen in deme setail — in der Eckelsbach — in der dudengrubin — vff frcntzcuborn — vff der dymbach — vnder dem Pfade geiu dem hailcrncze — gein wieser- born — gein dem holdcnbaume — an Bergirmarke — vff dem dorffgraben — v. morgen Waldes off dem berge gelegen."
Vor mehreren Jahren fand sich ein interessantes Kärtchen der „Algcsheimer Gemark" und Umgebung.2) Algesheim bildet den Mittelpunkt desselben. Da die Karte coloriert ist, so nehmen sich die Dörfer mit den hellgefärbten Dächlein der
>) Sie sind mitgcteilt in Baur, Hessische Urkunden, Bd. Ill, n. 1037, Anm. und n. 1386, Anm. 2 u. 3.
Es ist im Besitze der Familie Emen. Bei der nachfolgenden Beschreibung desselben benutzten wir einen Aufsatz im Unterhaltungsblatt des .Rheinischen Volksboten,' Nr. 44 vom Jahre 1876.
