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Häuschen gar lustig und schön aus. Auf hem Wege nach Nider-Jngelnum" ist ein Schlag angemcrkt, ebenso gegen Ockenum," auf der Straße dorthin, desgleichen auf dem Wege nachSporckum." Das Gericht, ein Galgen, steht da, wo die Wege der beidenJngelnum" in der Gemarkung zusammenstoßen. Zwischen Algesheim und demOckenumer" Schlag steht ein Hospital, davor drei Kreuze, so daß es scheint, man habe dort begraben, wenn auch nur die im Spital Ver­storbenen. Vielleicht war dies Hospital, weil es vor den Thoren der Stadt stand, ein sogenanntesGutleuthaus," in welchem im Mittelalter die Aussätzigen Aufnahme fanden. Zwischen Algesheim und demSporkumer" Schlag, nahe bei letzterem, stehtder brun." Mitten durch dieGemarck" fließt der Welzer Dreckfluß," er treibt die Mühlen, zu oberst an derAppenumer" Gemarkungsgrenze,die Henrichs­mül," danndie leymül" und zunächst der Stadtdie Neumül." Bei der Neumühle ergießt sich noch ein anderes Bächlein in die Welz, bei welchem kein Name verzeichnet ist, welches aber auch zwei Mühlen treibt. Von Bergen (Lau­renziberg) zieht hart an der Gemarkungsgrenze bis zum Galgen die Algesheimer Landtwehr," eine zweifache ReiheBäume, welche wohl in Verbindung mit einem Graben, dem Land­graben, zur ersten Abwehr des von Bingen sich nahenden Feindes dienen sollte.

Auf der Karte sind ferner angegeben die beidenJngel­num;" beiOber-Jngelnum" an einem Waldsaume steht eine Kapellezum h. Creutz." Sie ist längst verschwunden. Die anderen Orte mit ihren Gemarkungsgrenzen sind:Weinum," Sporkum,"Gawlsum,"Ockenum,"Bergen" und Appenum."

Das Allerinteressanteste ist dieHungarische Walfart." An der Grenze gegen Sporkenheim sind 4 Zelte gezeichnet, zwischen welchen 7 Männer verteilt sind; sie sind mit Pilger­stab und Rosenkranz versehen und überschreiten dicht an der Grenze denWelzer Dreckfluß." Damit ist nämlich die große Wallfahrt angedeutet, welche alle 7 Jahre aus den österreichischen Landen (Kärnthen, Krain, Ungarn) infolge eines alten Gelübdes der Vorfahren, das sie zur Zeit einer