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Mainzer Domkapitel, seine Helfer und Diener zu sein und ihm gegen seine Feinde mit vier Glefen zu Hülfe zu ziehen.0 Hervorragende Männer hat Algesheim im Laufe der Jahrhunderte keine aufzuweisen, doch wollen wir nicht unerwähnt lassen, daß um die Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts ein Peter Bischof von Algesheim als Baumeister zu Straßburg und als Erbauer des Stiftes zum hl. Cyriakus zu Neuhausen bei Worms berühmt war, 2 ) und daß einer seiner Söhne, Johann Wendelin Wasmuth, im Jahre 1686 rootor umAniimus der Mainzer Universität wurde.
Die Hauptbeschäftigung der Bewohner im alten Algesheim war der Weinbau. Wie weit er in die Vergangenheit hinaufreicht, läßt sich nicht bestimmen, jedenfalls aber ist er uralt. Schon die Römer pflanzten am Rhein Neben und die alten Deutschen waren, wenn sie auch bei ihrer großen Trinksucht dem von ihnen bereiteten Gerstenbier, dem Meth, wacker zusprachen, dennoch dem Weine nicht abhold, denn wie Tacitus berichtet, kauften sich diejenigen, welche zunächst am Ufer wohnten, denselben. Da läßt es sich denn auch sicher annehmen, daß, sobald es die Verhältnisse gestatteten, sie den Wein auch selbst bauten.^)
Bereits im achten Jahrhundert wird uns von zahlreichen Schenkungen einzelner Weinberge an das Kloster Fulda und Lorsch berichtet, so von Schenkungen in Mainz 753, Bodenheim 756, Dienheim 756, Partenheim 757 u. s. w.^)
Daß aber auch in dieser Zeit in der nächsten Nähe von Algesheim Weinbau getrieben wurde, zeigt uns eine Urkunde vom Jahre 772, wodurch ein gewisser Anibert seinen Hof und Wingert in Gaulsheim (Gauzoldcsheim) dem Kloster Lorsch zum Geschenke machtet) Wenn aber damals zu Gaulsheim Weinbau getrieben wurde, so dürfen wir sicher annehmen, daß auch in Algesheim dasselbe stattfand, zumal seine Gemarkung viel geeigneter dazu war, als die von Gauls-
>Vürätveein, Xov. 8ubs. äipl. IX, 330.
2) Anzeigen für Kunde der deutschen Vorzeit. Jahrg. 1857, S. 105 Mit Siegelwappen.
2) Schmelzeis, Nüdesheim, S- 40.
4) Siehe Scriba, Regesten III, S. 1 ff.
5) 6oä. Imurvsd. II, o. 1194,
