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und nicht wieder aufgerichtet, nur der Sockel mit der Inschrift steht noch. Nach derselben haben es „1741 die Eheleute Theobald und Barbara Maus machen lassen."
An dem Wege nach dem Laurenziberg standen die 14 Stationen, sie sind verschwunden bis auf eine, welche aber auch, da nichts für ihre Erhaltung geschieht, dem Verfalle entgegen geht. Von sonstigen Bildstöcken aus vergangenen Zeiten steht nur noch einer, die Statue des hl. Johannes v. Nepomuck.
Noch zweier Ereignisse müssen wir hier gedenken, die ebenfalls so recht den katholischen Sinn der Bewohner Alges- heims auch noch im vorigen Jahrhundert zeigen, und die beide zu ihrer Zeit viel Aufsehen erregten, nämlich die Einführung eines neuen Gesangbuches im Jahre 1787 und die Verehrung des Muttergottes-Gnadenbildes.
Der Unglaube, der gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts in Frankreich durch eine Anzahl gottloser Männer verbreitet wurde, und welcher in der darauf folgenden Revolution in so schreckenerregender Weise seine zahlreichen Opfer gefordert hatte, blieb nicht ohne Einfluß auf Deutschland. Selbst bei den Vertretern der Kirche war mannigfach der Glaube sehr verflacht und infolge davon war ein sehr neuerungssüchtiges Streben cingetreten. Man fand das Alte geschmacklos und wollte Neues an seine Stelle setzen. Besonders war die lateinische Sprache beim Gottesdienst zum Stein des Anstoßes geworden und man hielt die Einführung der Volkssprache für ein unbestreitbares Bedürfnis der Zeit.i)
Zu diesem Zwecke befahl der Kurfürst und Erzbischof Friedrich Karl Joseph Freiherr von Erthal (1774 bis 1802) die Ausarbeitung eines neuen deutschen Gesangbuches, in welches die alten Lieder, wenn sie „vernünftig und erbaulich aufgefaßt seien," ausgenommen und neue hinzugefügt werden sollten. 2 )
Das neue Gesangbuch erschien 1787. Alsbald wurde seine Einführung angeordnet und durch eine Verordnung vom
>) Mainzer Monatschrift vom Jahr 1786, S. 533. r) vr. Brück, Geschichte eines Gesangbuchs in der Zeitschrift „Der Katholik," 1366, H, S. 204 ff.
