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daselbst die hl. Messe zu lesen.l) Im Jahre 1643 wurde in derselben Karl Darbois deNanzon begraben.?) Sie wurde bei dem Brande von 1690 arg beschädigt und hat seit dieser Zeit nicht mehr zum Gottesdienste gedient.?) Verwüstet stand sie da bis zum Jahre 1799, wo sie am 12. März zusammen­stürzte/) nur der Johannisturm blieb stehen, er wurde erst später niedergerissen.

Die St. Nikolauskapelle stand am Ecke der Klopp­gasse und vorderen Bein, sie gehörte zum Hospital und wurde am Anfänge unseres Jahrhunderts als baufällig abgebrochen. So lange sie unbenutzt dastand, zogen in jedem Jahre auf St. Nikolaus (6. Dezember) die Weinschröter in dieselbe und hielten daselbst ihrenSt. Nikolausimbs."

Die St. Bonifatiuskapelle befand sich im Schloß. Am Bonifatiusfeste wurde der Pfarrgottesdienst daselbst ge­halten.?) Nach der Vesper begann dieBonifatiuskerb;" sie wurde in der Zehntscheuer auf dem Kreuzhof abgehalten. Jung und alt belustigte sich bis in die Nacht hinein bei Tanz und Wein. An diesem Tage durfte niemand im Ort Wirt­schaft halten.

0 Baur, a. a. O.

2) Siehe oben Seite 18.

2) Pfarrbsricht von 1719, im Pfarrarchiv.

Die Dachschiefer ließ der damalige Pfarrer Göbel auf den Kirchen­speicher bringen. Das Mauerwerk verkaufte der Maire Quirin Ewen um 5 fl. an die Wittwe Philipp Hattemer, das Holzwerk dagegen ließ er auf das Rathaus schaffen und davon Pallisaden um den Freiheits­baum machen. Notiz von der Hand Göbels vom 1. April 1799, im Pfarrarchiv.

?) Siehe oben Seite 33 und 58.