78

Lach. 1622 ward Kaplan Joh. Kaspar Schumann aus Fulda, Zögling des Mainzer Seminars; er ward am 25. Oktober 1624 Pfarrer in Ober-Olm. Auf ihn folgte am 1. November Anton Singhofen, ebenfalls Mainzer Alum­nus, er blieb bis zum 24. Oktober 1629. Auf ihn folgte der nachmalige Pfarrer

Martin Gering, 1036-42, aus Freiburg im Breisgau. Wer sein Nachfolger als Kaplan wurde, ist nicht ausgezeichnet, überhaupt findet sich fast 100 Jahre lang kein Kaplan mehr erwähnt. Gering wurde 1642 Pfarrer in Kastel durch Tausch mit feinem Nachfolger Johann Bernhard Stark, 164248, aus Fulda. Er notiert im Pfarrbuch:Am 30. November 1642 habe ich den Kastelern Lebewohl gesagt und bin mit meinem Hausgeräte abgezogen und als Pfarrer in Algesheim bestellt worden." Er blieb bis zum 12. April 1648.

Joh. Wendelin Reichartz, 1648-66.

Er starb am 21. Juli 1666 an der Pest als Opfer seines Berufes.

Bernhard Vietoris (Küfer), 1666-68.

Er war Religiöse der Cistercienser-Abtei zu unserer l. Frau in Bottenbroig, Herzogtum Jülich, Erzdiözese Köln.Am 24. Juli," schreibt er im Pfarrbuch,kam ich hierher, während die Pest in furchtbarer Weise herrschte und obgleich ich, da auch Ockenheim und Dromersheim ihre Seelenhirten durch die Pest verloren hatten, Tag und Nacht unterwegs war, um alle Kranken zu versehen und auch nicht einer ohne Empfang der hl. Sakramente gestorben ist, so blieb ich dennoch von der Seuche verschont, aber wegen des beständigen Hin- und Herwanderns war ich nicht im stände, die Namen der Ge­storbenen aufzuzeichnen.0 Gegen Ende des Jahres 1668 ver­ließ er die Pfarrei.

Heinrich Ohl. 1669.

Er war Zögling des erzbischöflichen Seminars in Mainz und versah die Pfarrei nur von Januar bis Ende März 1669.

l) Näheres über die Pest oben Seite 19.