tzy (0) HH

E>stcl'c?ueyWU!iqs<Schsiffc an die Stadt Speycr.

Den Ehrendesten/ znrslchi'g n / (Msa ncn und WcN'en Herren Burgernicistcrn und

Rath der Freyen Rclchs Stadt Speycr/ meinen gchietcnden günstigen Herren.

)wiil!geDienltmltFl< zuvor/ gebietende günstige Herren: Als ich durch Gorres gnädige Schickung vor Iahlen m '^.LF w. Sradt kommen / und mich »n derselben Vlenst und Bestallung eingelassen/ hab ich nicht allein von ^Ansang und bißher E. iL F. W- sondern auch einer löblichen Burgerschaffe "guten geneigten willen/Gunst und Freundschaffr jederzeit verspürt darumd ich derselben zu allen Theilen bllllck ßscklresFlelß Öanck sage/ und mich ZU aller Danckba» keit verpflicht erkenne/ habe auch den Mitteln mitFlelß nacvgetracht/ da­durch lck mein danckbar Gemüth wiederumb nickt mit Worten / »ondern^mtr einer wurck- l'chen ^rzeigung männlgllchen möcht darthunllndoffenbahr machen. ^"dcm»H"Un M abgewichener Zeit mir lolcke Gedancken angelegen seyn lassen / lst mir ohngcfähr Wilhelm» »Lisengseln» Chronick von der Stadt Speycr zu Diilmgen im I"hr '564lM Druck außge- ferrigr zu Handen komm«n/welcle,ch mit Vgierden zu dem Endverle<cn/daljlch von Ge-

l'chichren und Sachen der Sradt guten gründlichen Bericht möcht erlernen / so mir m mei­nes diensts Verrichtungen und <S«<chäffren nuy und fürträgl'ck f'«yn könne / damit nickt V0N Mir Zu sagen/was der welje ManN ciccw schreibt : ^'^ire ^n« rc ür a6tmn, ett scmper su^um^,^. daßderdie Rinderschuhnoch Nicktvertreeren /dermic Rcglmenrs-^elchafsceN unibgehec / und nickt weiß no ct, gelernt / was die Vorfahren »n so^em Regiment ver­handelt / und woher gure Nackrickrung und Exempel zunehmen. Ick hab aber m Ver­lesung desselben Buchs' was ich gesucht / mehrerrheils nickt befunden. tLs »st zwar nicht, ohn« daßiLisengreln in Beschreibung deren Geschickten /so zur seit der Romllchen «.atel- nsckcn ^äystr Regierung am Rheinstrohm / und bey der Stadt Speyr furgangen/ und daneben in vilen andern denckwürdigen Sacken zin.licken Fleiß lassen erscheinen /daruwv dcmjelbensein g bührendes L.ob billich soll gegeben werden. Aber M den letzten Zelten/ »N ^rzchlung deren Ding / so innerhalb 42?. Jahren blßher sick zugetragen / »stHljengrem

ein Warheir zu beschreiben sicknicktgesckeuer/ deßwegen man mit gur«m Grundlagen Van/daß fast nicht eine eintZige Gesthi^t der Stadt/wie sie in der That und warhelt er­gangen/ in berührter Chromes erzehler zu finden. Und daß dem also sey und was allhlever- »neldt/gedachten ^isengrein zu verunc/lin'pssen nicht geschehen/ ,ft daher abzunehmen/ als derselbe seine Chronick »^. tL. FW. Vorfahren zugeschrieben und übcrfti ickc/ hab »ch davon) schrissrliche Canrzley Uskund/ daß damahls ein »^Rathdaswerckalebad lassen durckse- den/ und da sie die partheylichkelt und offenen Falsch allenthalben vern.erckr / deM ^mon durch l«»nln Bothen die l'bersckickce Bücher ohne loaiick wieder zugeferrigt. Nickt desto weniger seynd die Lxcmplana in grosser Anzahl verkaufst /' durck die Land au! g<bre,eee / und we»l telnandcrer^mQl von der Stadt Speyr Sachen vor Elsingrein etwas alßfühmchS an Cag geben/ist demselben als einem gcbornen Speyrer von jederman Beyfall und Glau­ben zugestellt worden/ »nmassendann aust dessen Chronick und iLrzehluNgder Stadt Ge­schichten sich viel ander« »iäonci zu unser Zeit in ihren sublicuten Bückern gezogen. Vor wenlgIahrcnlstwiedcrumbeinBuck / Historische Beschreibung allerBi<ckoff5USpeyr !ntlcullrt/außgangen/darlNN lL!singre,ns1)rrthumben a le/lN dem was di« Scadt Speyr belangt mchr allein nackgesckrieben / sondern darzu hin und wider Mit umbschweifflgen Worten/undaussgesuchten Vermehrungen ärger und gröber gemacht. Was aber auß sol- chen 8cril,en«n dieser uhralten berühmten Freien Reichs-Stadls/auch einem lt. Rath und löbli l cn Burgerschaffe vor sonderbare Verkleinerung / und dero füreresilichen Vorfahren durch ihre stattliche getreue Dienst/ die sie dem H Rom. Reick/ desselben Königen und Rayi sernjederzeit geleist/ erlangten unsterblichen Lob und Treue/ errungenen Freyheiten, Rech­ten und Gerechtigkeiten vor Unglimpssund Abbruch zugezogen/Und was noch ferner/ so dieaußgesprengreUnwachelt nicht hlnwiderdurckeinoft«ntllchewiderlegungsoltean<l>g gestellrund hintertrieben «etden/ daher vor Besihrvürnuß unversehenllch ZU geWarten/

können Vernunfftlgeunschwar ermessen. ^ , . .«> . ^.. .«

ObnunwoldieStadtfürtrefflicher gelehrter «.«»«/sovottderZelt/dalelstngrclNSCHronlcl' <m öffentlichen Truck außgangen/allhle gelebt und geboren Nlemahle,tt rN an gel geiranden, so hat sich doch bißherkemerdemselben zu wlderspre ben/und die vielfältige unwarh-sste^r- zehlungen von Sachen und Geschickten dieser Stadt zu «ncdecfen/ und davon einvolkom- m«ne gründliche Hlstor, zuschreiben/ unterfangen/ und das vielleicht darumb: «rstlich/ daß cs mehr als manserdencken und sagen kan/mühsam^ schwär und lästig ist/ von Ge­schichten und Handeln/ von sechszehen odersiebenzehenhundert fahren her / m ihrer Ord­nung zuschreiben/ und dieselbe in eine löbliche ansehenliche und förmliche Gestalt zu bringe^

Dann