10. Wahr/ daß ^il<j«icu5des5igcbeniBru­der Sohn ^nn« 5»lmiz 678. alle Freyheiten/ Schä­tzungen/ Frevel/ und Büß/ in und ausserhalb Neme« «5 und Speycr dem Bischoff 1 «^«1,060 confirmirt/ so ihme hiebevor^iZelierluz sein Vatter geben.

i l. Wahr/ daß hernach die Müntz und alle Zöl­le dem Bischoff «.ezinbil^o und seinem Stifft von Entzog Conraden dem Sohn v^erneri eines Hcr- tzogcn zuWorms Anno 12. der Regierung Occh«. ni§ des Ersten Anno 3 s 6. geben und mildiglich zuge­stellt.

12. Wahr/daß dersclbige Käyser 0«lic) der Er­ste dem BischoffO^ero. als dem rechten Herrn zu Ncmetl5 und Speycr / alle Gericht und Obiigkcit/ samt Bussen und Freveln / auch Zoll und alle Besse­rung im DorffLrenn», gelegen in lu sei» bey iieniz.

Anno ?6?. geben und zugestellt.

i). Wahr/daßarticulirteÜbergaben/ undvo- naiwnvon KciyserUccbone dem Andern/ auch 0t- tbon« dem Dritten und allen folgenden Römischen Kciysern/ confirmirt und bestätiget worden.

14. Wahr/daß demnach articulirte DölffcrNe- tnec,5 und Speycr/ samt alle»! Gräntzcn umher / dar- zu gehörig/ dermasscn wie articulin/ mit guter An- kunfft undTitul auffeinen Bischoffund Stifft Speycr kommen und erwachsen.

1 f. Wahr/daß auch die Biscböffe und Stifft zu Spcyer also in gemein articulirte Dörffer in ruhiger Regierung / Verwaltung und Besitz von obarticu- licrtcr Zeit an/ da cr ein jedes Dorffempfangen/ biß nuffs Jahr nach Christi unsers Scligmachcrs Ge­burt 1084. ingehabtund besessen.

16. Wahr/ daß zu dersclbigen Zeit ein Bischoff die obbcnannte zwey Dörffer dlemeuz und Spcyer tcgicrt und ingchabt/ Kuc^eruz genannt.

17. Wahr/ daß dersclbige Bischoffarticulierte zwey Dörffer/ als sein Eigenthum/ mit Gräben Thürnen und Mauren / auch auffdie Form wie sie heutiges Tages zu sehen/ angefangen zu umsahen UNd zu befestigen/ auch den mchrern Theil vollende.

18. Wahr / daß folgender Bischoff Johannes/ ein Edler Graf aus demKraichau/ dieangefanaene Mauren/ Thürn und Gräben vollnbracht/ neben dem er von seiner Erbschaffc viel zu seinem Stifft geben.

1?. Wahr/ seine neue Stadt / die er/ nach Unterlassung des Na­hens ^emruz, Speycr genannt/auch folgende Bi- schöffe dieselbige viel Jahr samt andern umliegenden Städten und Flecken biß in das Jahr 1142. nach Christi Geburt / für ihr Eigenthum ingehabt und legiert.

20. Wahr/ daß etliche Römische Käyser/so viel zu der Stadt und Stifft Speycr geben/ ihr Be- gräbnüß allda im hohen Stifft/wie augenscheinlich/ verordnet.

21. Wahr/ daß auch etliche Käyser/nachdem sie die Gelegenheit der Stadt erlernet / mit den Bi­schöfen/ so der Zeit regiert/ gnädiglich gehandelt/ daß sie d,e Stadt / nachdem das Französische Regiment w den Teutschen kommen/ dem Heiligen Römischen Reich zustellen wollen.

22. Wahr/daßaufsolchBegehren die Bischöf- fe der Zeit dem Heiligen Römischen Reich ihre eigene

Spcyrischer Ahronick

Stadt Spcyer/ doch mit Vorbehalt/ ilmr Ober- und Gerechtigkeit/ allein zugcstcllt und übergeben.

Der Stadt Spcyer Anwaldt bat in seinen Ke- sponkomb^ auff vorgesetzte Articul / dieselbe sam- menthafft/ ausserhalb dein 20. unwarhasst/ erdicht und gantz unbegrundt gesagt. Demnach aber die­selbe hin und wieder damals ausgebreitet/ hat einer Nernb2läu5 Lcrnbarcli gmennt/ so vor etlichen fah­ren zu Spcyer gelebt und männiglich bckandtacwc- scn dieselbe folgender Gestaltabgelcint/ welche Wi- dcrleglll'g glcchfalls in vieler Hand uniganqcn / und ,st folgenden Inhalts.

i. Daß im erstenArticul'angcgcbcn ,v,rd/ wie die Könige aus Franckmch bald nach C>ilisti Geburt dlcse Kevier. da jctzund die Stadt Spey r liegt/ re- V .N??bH haben sollen / ist solches wider alle Warhcit der Historien/ dann dieselbiaeklarlich be­zeugen / daß d,e Römische Käyjer dcro Zeit dicst Ort

um die 5 ladt Speycr liegen gebabt.

Nac.)dcm aber lang mch Gbristi Geburt/ nem- llch/Anno 800 durch Maccickder RölnisckenBi- schoffend<cO>8mtatdes Römischen Reichs auffc..

l«d'^^

2 Fürs ander / daß articulierend voraebm wird/ "''Ä^'Komgegchcissen/auchw^^^^^ und K 0 ter solches gewesen/ ciÄbeint darn,^/ l>i6

Augen oder nm,n cinein Traum a, aeschm .^

nusoencnzumChr,stlichcn G auben b,>^s., ^ / ,., zuwasZeitsolchesgeschchen7wM ge.wumgangcnworden/ damitdie Wide wättia

kl'ltund cn'NlHciaion des na.b^s^., / , ^«

ZttticulsmitdiesemnichtvU^^^^^^ ^dcnselbigcn angezeigt und vcrmcldct we.?, soll

SomelaberdieSnfftcundKlöste anki^i^^^^^^^^^^^ weniger / daß obermeldter Kaystr c""! ?I,'^ m Teutschen Landen so wol als auch in ^,1.1,^^ und Gallien der^

welche dochnichtzu diese. Gegm^^

theils in Sachsmn!> se... ? " ,'^^"'n>nchren«

3el nme?Hün7tt ZN^Ä' aber me,ntlich Andeutung geschickt' ^de.^."^ ^cf.!'"'' nung / daß das Bist hum Svm^ l! nN^' ?^ ^ bald die Könige aus F anck? ich ^'".'F?^ Glauben kommen / von de s u ^ /^.,V"' ^" stifft? Warum sagt

köntemandenUngrund d sVome^3m??^ ^ mcrckcn; dann man zieMche,!?'f""^ wenn das Bisihum SpM an^^^^^^^ ^'^

alt machen wollen/setzen: Es hab solches der ser»e«clm5. welcher Anno CHriss<^ 7.^.3,

«w 8»I>c,l,ci angefangen und bestätiget <e» worden/ mehcrnachbcy dem s.Articul weitem Be^

daß spcyer lange vor Christi Geburt eine weiche

rühmte/undinallcn.Historien bekanteStadtgcv- sen ; darumcs einsehr ungeschickt und fast kindisch

Fm'ge-