Das l. Buch. Cap. v. i;

nach des HErmCHristiGeburt/und hernach regiert/ ^>"' ^-^' c»^^-^"»- '432. sihöpsset aus des H. das Evangelium unsers HErm und Seliglnachers Hieronym, Worten ron der Sradt C pcyr diese IEsu CHristi sich m die Lande am Rheinstrom aus ""--------^-----------^ ^"-' "" "---------------------''

gebreitet/ und voll frommen Lehrern gcpfiantzet und gclchret worden/ befindet sich/ daß sie die Stadt Spcyr/also dichauptstadt dcrNemetcr oder Speyr- gaus/ mit cincm Bischoff bestellt und versehen/ dar­aus abzunehmen/ und un;wcifflich/ja uliwidcrsprcch- lich folget/ daß die Stadt damals berühmt/ und zur Hofstadt eines Römischen l'rit«a>, der das welt­liche Rcgimcm verwaltet/ und männiglich in der gantzcn Landschafft/ so Klag und Beschwerden ge-

VclMUthllNg/ und saget: ^x>ltiM2nt flerique ßlo- ri»n> oruoli^in ex»^c>2le »lienZm 2N«nu»i,c ioliti Kncni auc <3erin2N!2: bÄlbllliem (lcilicec in ttucjiiz Ii«i2rum) ä 1'ullü «wpnnl?u5 »ä noltr2ln usciu« Hinein invaluiNe. Ill qu2m verimi lir, m >«relli- ßant, utinZm meclicarentul D. l^icron^mi veibg, c^lii inler ccererüs «>r2lninc2!2mit2ie8, ^lemanni« quoc^ue mileiabüem ruinam äeüec, excelsuz Kneni HUläcm uilie« iicqu2qu2m piHtcl^rcllus, Vlo^un- ci»cum inczuiens no^i1i5 qlionci2mciv!r3l cauta 2t-

habt/ allhic/ als in dcrHauptstadi/Rccht gesprochen/ «,"- 5ur>ve>,la eli, öc m tccle<>2 wultu bummum ln.I,

und in geistlichen Kirchen^Regicrung ciliesBischoffs vissnitat gemäß gewesen; dann die Bischöffe nie­mals inDörsscrn/ Flecken oder kleinen Stadien gc- wolmct/ sondern in lüoncillu zuräicenll, im Jahr )sn. gehalten/ ausdrücklich verordnet/ daß man in Dörffern und geringen schlechten Städten nicht Bi­schöffe setzen solle/ der (^non lautet also: tt«" U«r

iiinr'liciiei.' L,^>ilconum cuntticner« in »liqno v2^c» vel vzrva uroe, cui vu! ^>iuz nre5bv«r lutiicic. Kc>n nccelsc <ilt emm illiz ^vilconum conttitni, ne Loi- lcnpi ncimen öc ambori«5 vilipenclatur.

Diesen <ü2N0nem hat wiederholt/ und sich darauf gegründet Pabst'^^cl^ri,«, als^c»ui^ciu5 dcr Ertz- Bischoff zu Mäyntz in WlirKburg und Erfurt Bi­schöffe wollen einsetzen/und den Pabst um Vergün­stigung llndErlaubnüß ersucht/ dcr ihme hierüber in Wicdcrantwort im Jahr742. folgenden Innhalts

zugeschrieben/ ucLurnn. äicit c7<!«s». ü. ^lemiuille äe. b«5 cbariMme, <^uaä in lacrix (.'ananinux ^r^cioi. niln nl->5erv2re, mminimö ner villulaz vel inocllc.^ civicHiexII^isco^ciz orclinemu5, ne vilc5car ncunen k,pilcQpi,und(^2ru!. !^l. «>i /<?^^. ^^«c. /. 1. c. > 9.

zeucht sich auf berührten c^onem. und setzet und

verordnet: (^»d non n^c>r!,l:2c in villnliz vel in HFrix li^iscoou; cnnl^iwi, daher sagt ^Ic»2N>« > daß

in den geistlichen 3lcchtcn kein Ort eine Stadt ge­nannt werde/als darinnen die alten Könige undKäy- scr Bischöffe gesctzct/ und daß solches nicht geringe/

sondern groffc Städte gewesen: ln f)c»nciiici>.^ lcceu- tic>ril?li5^ue c»NQNll?llx nun vicleniur nroez 2fi^el!ari, nisiciuil?uz l^o>sc»,on3ä2ruz e^, in amiciuiz enlin <ie- cr«>5, majulinullanlummoäc» url?il)l!z11uilcc>^i cun» ltitut>s>,ie!,c,3v'^. /<6.6.»/, /./^»^.

ImIahr )48. hat allhic GOttesWort qclehrct und geprcdigct Vischoff ielie. welcher etliche Prie­ster und Diaconen gcbabt/ und als die ^niamsche Kctzcrcy durch Fürschub und Beystand Kciyscrs ^nnl^mini allenthalben und auch ain Rhcinstrom eingeschlichen / ist zu Cölln ein gemein c«ncilium l«"». 1. c«,^/. der Französischen Bischöffe gehalten worden/ darauf Bischoff jelle. samt dreyen seinen Priestern erschienen/ und den äcri»«lschen Ketzer Kl^Krinem mit seiner Stilnme verdamme!, / und seines Amts entsetzen hclffen. Anno 4^°- 'st der für- trcfflichc Lehrer u.^iernn. bey Regierung Kciyscrs Nanorii mit Tode abgangcn/ derselbe gt^cncktt der Stadt Speyr als einer unter den Fürnchmsicn am Rheinstrom/ und hat groß Mitleiden / daß sie von den Feinden den Alemannicrn überwunden/ und in chre Gewalt gebracht/ davon unter Kayscr «<'"<'"<' mehr Bericht zu finden, lacok.^impsclm^ in «mer Epistel an lo-mn. iriik. deren ä»mm stehet/ e«

Im lruciäai» : Vknßlnnex Ic>nZ2 obliciione äclcci. 1>!em«c!5, <.^ulr jam 8oil2e!^, ^r^cnic» 211,1m, c^u« uunc ^lßelni^2 vo«tur, ovoularx i'unr. >Il!n- l^uiä O. l-Iieroi^Mlix ^lal^lMtl«, V^nriNÄtiX, 8r>i- rx öc /Vl^encinX illuNrilllmarum su« 2312115 ur^ biuin sir^clara mcrnia locoz^ue munilitHmox, 2ur «oex maß!« cialuic valiari, c^uam in eizclem i^c»lentil^> s!M2vlncimurum iuzenl2 ni!ier2l,llilerincenre.- ^n l-üelon/muz illarum civii2inm claäem aucexiliuin memmiiler, !i ncin in ei« fuille rum oieucilUmc,» (InriKic<!>l25, lum «ioArinix öi tavienci» nl»ft»nre3

civez cognovill« ? Aus vicsim kurtzcn Bericht hat man zu vernehmen / was es vor und in währender Regierung der alten Römischen Käyscr/ mit der Scadt Speyr für eine Beschaffenheit und Zustand gehabt/ und solche alscinr fürnehmc Hauptstadt in <)bcr-Teutschland angesehen und gehalten worden/ welcher Gestalt aber dieselbe unter Fränckischcn und Teutschen Könige und Käyscr Regierung sich erwei« terc/ vermehret/ und mit stattlichen Freyheiten b»>ga< bet und erhöhet/ ist bey derselben Historien mit mch- rcrm zu finden.

Das vi. Kapitel.

Ungleiche Meinung gelchr«rH.eute vyn b« Sradr Spe^r unterschiedlichen Nahmen/ und ob Spe^r ein uhralccr Hder neuer Nahmen der Stadt sey.

Je alten Röinischcn und Griechischen »iko- ">ci geben den TeutschenVölckcrnundStäd- ten' nicht einerley / sondern unterschiedene mancherley Nahmen/ damit sie vielfältige Irrungen verursachet haben/ dann deren jeder die Teutsche als Barbarische grobe Völckcr lich seines Gefallens und Gutbedünckenszu benabmsen angcmast. Dabcrsagt

Irenic. /<ö.«. cx/».2. l'linm«, 5c:2bc> > pculom«««!, N12"iz c>blcul2verinn, ^uiim illulil2runc Oerm!<- ni2ni!, In qlic» euimlicrabo cum?cc>I<2mXo cunve^ nic? «»ca rerlim v2li2t!i>, ««2 nominlirn novirzz, uc pruse^o vix in 2mnubu5 nomen nuttl i leculi in- telirmnlcucaZmlum reperi25. ^uIiuzdHsar /,^. 3.

nennt Speyr zum zweyten mal Nemecncernam. Bey denen/die in guter Latemischer Sprache Histo- ricn geschrieben / wird die Stadt offt gcnennt <2lvi.

r»x Xcmemm. Ici«. ^nconini. ^u^ult» !^em«- mm. ^vemin./,4.7. IXiecroi'ollzl'Iemelum. E^ senartiN ^lunicipium >i«!n«ium. I.2«u5 /<ö. 12. l^o l Nememm und I»em«>8 hin und wieder/ wcl>

che beyde Nahmen aus Mißverstand hcrgefiojsin/

und bey der Antiquität und Sprachen uncrfahrnen

Scribcnten lim Brauch behalten worden, r^o-

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