23 Speyrischer

«Teutschen ausgeführet / und haben so ernstlich zu­sammengetroffen/ daß 2.0000. c;2M auffdcrWahl- sia'l blieben/ Vinclex sich selbst / wegen der grossen Niederlage und Verlust seines Kricgs-Volcks/ ent­leibet hat.

Demnach aber die Spanier sich auff gedachtes Vinäicl5 Verleitung dem c^alhi anhangig gtlna- chct / und für einen Käyser in Hispanien ausgcruf- fen / er c^alr,» auch sich solcher Hoheit allbereit angc- mast / und sich des ^«nnls Mlcibcn eben in solcher Unruhe zugetragen / hat der.Rach zu Rom des ( »l- ^Känscrthum canürmiret und bestätiget/ welcher den Obristen Virgimum. den das Kriegs-Volck offt für cüicn 5(äyscr ausgeruffcn / aus Obcr- Teutschland/ dasist/Mäyntz/Wormbs/ Speyr/ Straßburg/ darüber er zum ^bristcnvcrordnetge­wesen / zu sich gen Rom beruften / und an seine statt zum Legate», über berührte Scadte kjaccum ttuiäe- «nmm verordnet.

Käyser l'jhenuz Clauäiuz Nrusuz hatte zu seiner

Zeit den fürnchmsten Herren in s-2lli»^c»m2«, we­gen ihrer mannlichen Handlung und tapfferc erzeig­te Dienste / nicht allein das Bü> gcr'Rccht zu Rom Mitgetheilet/ sondern muthctc auch eineln Rath zu Mom zu / daß sie eben solche tapffere Leute in der» Mittel ziehen/ und zu Raths-Personen gebrauchen sollen. Deswegen sich zwischen dem Käyser und 3>ath eine grosse vihmah erregte/ ob man Fremd­linge solle solcher Der 9iath hat fürgcwcndct/ es wäre cm neues unerhörtes UNd ungewöhnliches Ding / Fremde in H'ach zu Nehmen : Sintemal man in Rom einen Überfluß tapffercr Leute hätte. Der Käyser sagte hingegen:

Ommz l^d. ^u«nuncvecuüillim2 crecluntur, nu- Vafnere; inv««2lc« noc c^uo^ue, öcc^uocihaäie t^emfihz lueniur , int« ex«mn!» er«. Das ist:

Alles was ihr für ein altes uncrdenckliches herkom­men / und von alten Zeiten heroaljo bräuchlich ge­halten / das hat demnach einmal seinen Anfang ge­habt/ und ist auch vor Zeiten neu/ unerhört und un­gewöhnlich gewesen : Thut wie cucvc Vorfahren/ die Alten/ die wasjetzoalt und im Herkommen ist/ einmal angefangen und versucht haben / so wurde diß/ das jctzo neu / auch mit der Zeit m Brauch und Her< kommen erwachsen und alt werden. Mit dieser mid andern >4onven hat der Käyser den Rath auffseine Meynung gclencket.

c^albu»so bald er das Käyserthum angetreten/ war des lulii Vmäic« eingedcnck / und wolle den Galliern die geleistete Hülste und Beförderung zum Käysctthumbelohnen/ und da zuvor alleincdiefür- nehmstcn Herren des Vürger-'Rcchts zu Rom fähig gemacht / hat er solche Freyheit der gantzen Laud- schafft in «HlliH com«» ulitgctheilet/ und sie alles l'rlhu«, so sie jährlich den Römern zu erlegen schul­dig und verbunden gewesen / erlediget. Die ^bcr- Teutschen/ als Mäyntzer/ Wormbser/ Spcvrcr/ die unter des Obristen VirZinii Regiment gewesen/ so unlängst gedachter (ballier auff20000. erleget/ hatten ihnen grosse unzwciffcntliche.Hoffnung ge­macht/ sintemal sie den Rebellischen widerstanden/ ihr Furnehmen gebrochen / und den Landen Ruhe !Md Friede wiederbracht / sie würden vom Käyser

Thronick

um solch er treuer Dienste halben M'tsiattlicbenBe- lohnungen begäbet worden seyn ; Demnach ihnen aber ihre Rechnung fehl geschlagen / und der Gegen­teil / lulu v.ncllciz Volck / der l<chc!!inn und Em­pörung Anfänger/ solche Gnade crlanc-cl/ daß sie des Rathsaß zu 9! om fähig/ und alles l',I^>nent­hebet worden / haben sie diese des Kävsers <^2>h« ihres Bcdünckcns widersinnige / undcmckbarliche vbandlung mir solcher Unaedult auffgenommcn/ daß sie des Käpsers Bildnuß hin und wieder abge- worffcn/ zerschlagen / und sich von den 1 )>,< >I-.N5 oder .hcrtzogcn mcht wollen lassen versöhnen / noch zur

Ruhe theydigen. i)>,u jul-, Virzinic», MIN 5ub r>2cco in C«M2N!2 ln«cl?2nc militez , nc, !1U^N2M contr«, Vwclicem s26tum m2gn2s>!,i orcrmi2 poüicici. neque Hllevci c^liic^uam, ä Oucihu5 luiz plzc^ri nullo m«l» vQ«r2nr,PIul2rcb. ,»e,,<». /oc.

8u«c)nmzsagtsklärlichcr: ^2ximc fremehat su- nenl,,!5 OermaniX cxercituü , sr2U<j2li <c nr^mill N2V2t» aävellu5 (^alluz öi Vin6icen, or^-. ^r^o frimi »bseciuium rumperc auf, (lalcncl. ^niu2ru2cll- ßi82cr«menco> niliinnnmen^cn2tu5. recuiarunr, li-ltimc^uelc^atinnein 2^ nl.-rlonHnc,^ c,»n manllati« cleüinaliün. clisnlicerc IlnnelÄtnleinin ttisoaniasH^ Hum,e!iz;erent inll c^ueni c,»,ct! exercin,«! ^«molo-

l,2lenc; ^cilu-i /^. i. //)//<„«,^. si^mt ^^s^ al­lerdings zu/und schreibet! >^t in (^erm2n>a) <'»P«- lioriexcrcnuz ^li2lta 2c ciun^eviccl^2!c^!one5ii«^ «1cm lnbcrniz tenclentc5, i^l« Q^Iencl. ,,'„u2l. «!'« run,nunclm2^ine5<':,!bX, ^c^ leeici nrom»tiu5. clnucle,!«llM2 canlt2n«l.

Ferner sagt l2cimz. daß die bemcldte 0ber<Teut- schcn den Obristen des Käyscrs N2ce»n, l lo^eam- um>alsclnenaltenl'^2^)schm/unbeständigen/un­ansehnlichen Mann/der darzu auch zuFricdens-Zci- ten kein recht Regiment im Läger können führen/ »er- ächtlich u,li> furiiichts gehalten. Und ihm zu Schlmpff und Spott in der Furivicr l)ec„lion«. Rotlmei,ierder. 8.Legion / die des KävsersB'ld- nuh zu vcrsihagcn wollen wehren / für semem Ange­sicht h,ngechle,fft/und in E'sen gefthlaäen. n^n^^V^ olcher^hc„i.n ei-

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ttilj»».