Das l. Buch.

ttilpanil I^,luHM8Hi,e eile ^ntinr«. Dieser ^Ül- schlag ist durch ein gemein Geschrey im Witzen Lager/ und biß gen Cölln/ da der Vuelliu« seine Rcsidcntz gehabt/ erschollen/ und hat fast bey männiglichcn/ erstlich bey den Ober-Teutschen/ und auch bey den Niederländern/ Beyfall gesunden, lacic. Lu«np.

^.7. ^?». >?«»,. l^Inc mucl» Vicel>lU5 in <3elma>iia

Imuerumr cK «iecl»«cux. Also haben die Oder« Teutschen Viicllmm zum Käyser fürgeschlagcn / er­wählet und eingesetzet.

Als er sich nun dessen würcklich unterfangen/ und mit einem starckcn Kricgsvolck hernach auf Ro>n zugezogen / ist Käyser c^al^a inzwischen erstochen/ und Occu zum Käyserthlun erwählet wor­den. Welcher/ nachdem er vernommen / daß V». «Ums wider ihn erwählt/ und auf dem Wege nach Rom wäre/ hat er sich für Furcht und Schrecken selbst encleibet / und Vicellm! das Regiment und Kayserthum angccrctten.

Diese Histori ist etwas mit mehrcrn Umständen aus der Ursacherzehlct worden/daß daraus zusehen/ was Ansehen das Teutsche Kriegs-^olck gehabt/ und daß in ihrer Hand.gestanden/ die Käyser ab-und einzusehen.

Endlich/ ehe diß Capitul zum Schluß kommt/ist einem Eimvurffzu begegnen/ daß jemand möchte sagen : Diese Kriegs^Handelungcn seyen nicht den Bürgern obgedachier Städte am Rhein» lrom/ sondern dem Kriegs-Volct und ^e^i^nen der Rö­mer zuzumessen: Darauf dieser Bericht / daß diese gantzc Kevier der Römer )>!li8äi<5tiun zugestanden/ lind deren Einwohner und Bürger / als erfahrne Teutsche tapffereKriegs-Lcutc/ von den Römern in besondereBcstallung wider dieTcutschcn über Rhein angenommen. Inmasscn ^liu« (^icoun^z der Römische Scribcnt unter Käyser ^l,cn»inu?b,lo.

sopbo saget: ^>«ir (^ermanoruln »uxllia cuncr» lüermHnnx, omui pr^ei,«:» äilizenlia f>ar»vic lezi» on« 2cl Oermanicmn öc Kl»rcom2!Mlcum bcllllm.

Das ist: Käyser ^nrunlnuz habe der Teutschen Hülffein der RöLwr 1uri«6iä>c»n wider die Teut­schen über Rhein mit Gelde erkaufft und bestellet/

und werden von I'^cica /. 4. //</?»>,<«»-. 13:12, bell»

^enz gencnnct.

Das XVI. Kapitel.

welcher Gestalt I.. ^Ntaniuz der Römer pc«. üclenr in Gbrr Deutschland wider Käyser Vamici^num Ar»eg erreget-/ und ttiyjen«, yreins UnFrund v«nder Stadt Spe^r.

^Ayscr^aviuz DamiliHnuz, so A>M0 8^. Nach

" des HErm CHristi Geburt regieret/ hatte m diesen Landen seinen Land-Hauptmann/ l^u- cw5 ^Nlnniuz genannt/ den er aus Unbedachtsamkcit cincn^canum jcdcrmans Weibs gescholten/ welches gedachter ^nml>iuz, als eine grosse unleidcntlichc in- jurie, schlncrtzlich m Gemüthe geführct/ und dieweil der Käyser wegen seiner Tyrannei)/damit er viel un­schuldige Lcut hingerichtet/ und seines Ubcrmuths/ daß er Dommuz 8c ve,,!., ein Hm und Gott/ wollen genennct seyn / und in seinen Käiaen und ^i^ncl^. ten die Worte pflegen zu gebrauchen : Domino sc veuznoüer ticke« jullu,unser Her:undGotthat

Lap. XVI. »,

also zu geschehen befohlen/ Mannigliches Haß UN) Widerwillen auf sich geladen/ hat<lchbcmcldterl.. ^monilix solcher Gelegenheit gebrauchet/diese Lan« de und dasgantzc Volck an sich gehcncket/ und?ie Teutschen übern Rhein beweget/ daß sie ihme wider den Käyser Hülffe und Beystand zu thun verspro­chen. ^ Daher sagti'«). Luccalini wohl: :^-

urovi^i imc» l^ulti iunr c^icenäi ?rinri^e8, c^ui üz llunmÄ commiccunr rcruin, c^uoz lcmei ma^n» ^- serini injuria, öc ecantra ftubi sc ii lunl äiceuäi Dlic«, t^ui ^ratizm 5^>«antprinewum, liöc Koste- incl lirlerim.'-Z)-

Als nlin Käyser vommanuz diese Empörung und Aufstand Obcr-Teutschlands vernommen/ hat er einen Obristcn ^«rmaniun, ^p^>,>n-> w'.der den H.mumum ausgefertiget / welche / als sie mit einander schlagen sollen/ hat das Glück des ^äysers Volck insonders wohl gewolt. Dann eben in der Stunde/ da der streit sollen angehen / die Teut­schen über Rhein stattliches Volck dem ^mam" zu Hülffe geschickt/ und dasselbe/ weil es im Winter/ und der Rhein überfrorcn gestanden/ hinüb''r setzen wollen/ hat das angefangen zu brechen und ab­zugehen / welcher Unfall die Teutschen von ihrem Fürhaben abgehalten und verhindert. Dcrowegen >v,muniu5. der dem ^i'pw zu schwach gewesen/ unten gelegen/ und sein Leben in der Schlacht ver- lohrcn.

^vencmuz schreibet unter vommano, daß sich die Teutschen jenseits Rheins wider den Käyser/ daß er ihnen ihre versprochene Jahr-Besoldung abge- kürtzet/ uud nichtmchr/ wie vor Alters/gereichet/ zu­sammen rottiret/ und in Frcmckreich/ Bulgare,)/

Ungarn/ Vinäeliciain, Koricuni, ^.Ne!.i28, der Rö­mer Provintzen/ Einfall gethan/ beraubet/ verbren­net und verherget: Aber von Ober-Tcutschland/

c;ecm2ni2 l'upcriare, schreibet gleichwol ^vennnuz

nichts/ wie auch sonsten bey keinem bewährten alrcn Scribenten davon zu finden / daß ausser der Auf­ruhr des i.. üuwini die Alemannicr diese Landschafft und Keviur mit Überfall angegriffen. Eisengrem/ der diesen Ort ^vemmi fast von Wort zu Wort in seine Chronick einverleibet/ und ausgeschrieben/ sa­get : <^«m»ni llV2rici2 vomiriani, quoä lc»!iti5 lti- pencliiz urivLrencur, cmnmmi, tranüci« Kbeno'öc vänu^ic), urr»que rip^ pniiuMlir; filckt allhie hinein: ^rAencoracum, ^«emellirn ^uZull»m 8^>l» 12m, Van^im'um civilem, ^lc»^unti»cum, to» t»m äenique <32llj»m cum l'reverorum ^Ußulla.

Stünde gar wohl dabey / wäre es aus den alten be­währten Stribentcn also beschrieben. Saget dar­nach ferner des ^vonnm Worte: ^(rlign,, p^n.

nuniHin, Vmäelicillm, K.betia5 , l>?alicum ißne. fcrro <,iev»ltant, vico« inc«n<iunt, xrbez ciirlpiunt.

Ist derowegcn seine Histori an diesem Orte ohne Grund. -^ Ob schon Hieroben DnnnciH^us des Geizes beschuldiget worden/ so schreibet doch darge- gen rlsnliu/. 2. c. 11. von ihm folgendes löbliches:

s^uni in nniliu» ^bic>r>.!M cakell» puneret^ pro lru- Hiliuz eorum lucneum, ql!« vallo cvmprenenlie- l>Äl, pl«ium lolvi jullir, ar^ue julKuX kam» omnium släem lil»i acjknnxit. "

D;

Das