)6 Speyrischer Lhromck

anzutrauen / die an GOtt tteuloß zu werden keine merill< l^i» «i^n nultr^m fav«e clcinenugn».

Furcht noch Scheu hätten/ zu denen aber/ die Got- V2>e Humen, carillime n<^!8.

tcs Zorn mehr/als seine des Käysersllngnade gc- Darüber hemacl'er r,umemu5, da er seinen

fürchtet/ undjkandhafftigbcy ihm» Glaube» bchar- Dienst angetretten/ wohl exclamirt; >^c>va nicöc

ret/ hat er höchliches Vertrauen und Liebe gefaßt/ nicrecilbilix el^ vircu,^. Inimamc«, qui im« «m»

solche zu grostcn Ehren befördert/ und der Christen oper» bellmum 26 K»c c^llaljue lu«»ru>u exerettl»

lesoicmnr, öcc.

Das ^xvi. Lapitel.

Vom^jer ^lUt^ncino ^»^nu und sei«e»l Söh»en/ und «vas bey chrenZcicen m dl«' ser F.andc Revier stcl) ^ugerrNZO»

> Ayser con^..c>s» folget in Beherrschung ,e^ Gallier-Landes sein ^ohn^uül^nc»»^, der

M

^l iximu5 gencnnec worden/ welcher/wie sein satter sein Lägerschafft und >'.)of zu Trier ausscchs Jahr lang/ n<ch ^o,,» Rechnung / gebaltcn/ und als er Anno; »2,. in ira!>2m verreisen mussm/ h«jt er die Gemarcken des Römischen Reichs mit Kriegs- Volck hin und wieder vcrstarckct und versehen. An­no 514. demnach lüuna-»««»^ stine Sohne (>'"- luum und^onli-lnlinum zuKciyscrn erkläret/ Haler ciispllm zu Beschirmung der Gemarcken desöihein- stroms in Gallien verordnet/der zu Trier seines Vat«

Rath in allem Vorhaben und Vernclmingm ge­pflogen : <K, Dahcro heissct es recht: ()m f,rnp«r

Dc»m»nc>z relin^ucre relizlunen^ nolunc, niz Domi- uns 5illerc, reli^io elt. ^i>>

<Ülill,ini2Nl,z schreibet: Tempel llnrilti-zniz cnn- lulcoiib^5 in lcbu« ^crencliz ulum eile, iii^nnin» setzet darzu : I^e^lie proptcr rellZwnem »Iicni ne- enrium tHceillvic, »c nropieleü rcliciuum vic« bea-

t.lNmL öezir. Er habe der Christlichen Kcl^ic," halben niemand Beschwerung und Drangnuß zuge­füget/ und deßhalben in ruhiger/ sricd.icher mid glücklicher Regierung gclebet.

Zum dritten hat er nach der Römer Brauch die Schulen wohl bestellet und gchandhabet/ dergestalt/ daß sich dieses Käysers Fleiß und Sorgfältigteil/ die er der Schulen halben bey so vielen Krieges Ver­richtungen gehabt/ diejenige/ so Christen seyn wol­len/ und wissen/ daß die Christliche Kirche und Ke. lißwn in Erhaltung der Schulen bestehet/ mW so

diese in Abgang gerathen/zugleich die «.cli^inn sin- tcm Residcntz eingenommen/ und die Fromm- ckcn/ und baufällig werden mus/ am Jüngsten Gc< Städte wohl bestellet und beschirmet hat/ c.-rm»> ncht sich vor den» Richter aller Menschen / von die- ni« limi«z c^reßie c»I tnc2iu5, saget ^«mul. sein Hcydnischcn Käyscr zli bcschämeli / und ihre Und Anno 118. die Francken mit einer hermchcn Vi- Straffe hierum zu erwarten haben werden. In ^orie überwunden. Dieser tapffcrc junge Held ist (;.,ll>^ in cn,cr ScadtClivcn genannt/ist ein Schul- dieser Landschafft Regent etliche Jahre gewesen. Dienst durch Absterben eines Schulmeistcr^crle- Und hat hemachcr ein jämmerliches Cndc'genom- diget worden/ solchen wolle der Käyscr/ in Anst- Mcn/ dergestalt/ cnnltancmnz sein Vatter hatte hung/ daß die Stadt hermch / mit einer gelehrte!,/ wider seinen llulleßam den ^icimum zu streiten/ und und zu solchen Sachen ci^l,licuccn/ tapffcrn/ weil ihn, seines Sohns <>ilpi Mannhcit und rit- und ansehnlichen Pcrsohn ersetzen / und befand terliches Gemüth wohl bekannt/ berufst er ihn zum hierzu msondcrs gemäß seinen ör^ltemn me- Beystand wider ^icinium, und da es zum Streit mul!« L.l,menmm, den behandelte er / daß^r aus komlnen / hat sich dlilpuz als ein tapfferer.hold er- einem solchen stattlichen Dienste zu Hofe sich zur Schulen ließ bestellen / und verordnet ihn, zu sei» ner Jahr-Besoldung sechs tausend Cremen. Und setzet!"3onm5 diesen Brief/ den der Käyscr an 1^. menium geschrieben/der wohl zu betrachten ist: Kle-

lenturk(^lli noltrl, uc e«lum!il?«i5» Quorum vi-

« in 2Ui;l>lto dlivenlium uf>s>iäo mzenm« 2ltil,n,

elutlicur

meum donlta,

«p«e camii2tum j ul eotum in«lol» canüllere cu

zeiget / und groß Lob erlanget. Es war aber (^ci- <pul aus(^l,ft»ncm> ersten Gemahl der ^mervln» gebohren und hatte seine Stieffmuttcr sauÜ2 sich ge­gen ihme/ wegen seiner Gestaltung Tugend/bcfftig verliebet/ und gern ihres Willens mit ihm Nelebet/ darzu aber das tapffere ehrliche Ge,nüth sich nicht he- wegen lassen/ Herwegen veränderte die Sticffmut- . K Ipl. 2clalelcen«5. qm mlari consensu tcrlhrcLiebe lngrossen Haß/ und weil sie sich bcfat> anl^ntli c«s«jz ex I«lla levertcnt,5 slil- »et/ es möchte <Iriu>uz ih^u Kindern vor deni Liccht

stehen/ trachtete sie auf Mittel/ ihn hinzurichten/ j)!2mu5. pramäe quoä »Imä pr«m,um uz qu^m das war dO/ daß sie denselben bey dem satter an- illuäconfel««icbemu«.^uc.än«^lepo«a, n« getragen/ als hätte er ihr Unzucht zugcmuthet. exc>p«e ko«l,n2, unäe 2uä,toric, liuic, c^ucxl v>^. Über solcl)tr erdichteten Bezüchtigung hat sich der tur m«l.cu plHcepcorum «lbulum. te vel ^Utllli. Vattcr dcrmasscn ergrimmet / daß er den tapffcrN

luum orX5cereäeblucnll5,cujl,zeIc>allent!2lnsc^r,. vic^rem macum ex aHuz noliri llaoeinlu 2<lmi!^i. ülHiione comoercum. 8alvo j^icur plivileFic» cliz;n>c2t!5 ru«, uaccamur, ur prufelllanem ««turi- 2m lerepte5,2clN'e lnsu^rHäl6i2civic«e, czu»m ne»n j^nar25, enz 2cl priltinam sslaii»m inlorm-lre, v>« meliuril ttu«iium aclqlcscentium excola« men. t«, nec pul« llc>c munere an« i,«til ali^uiä cuiz lionoribuz clern^i, cum llonelta uraselli» >,ocil,5 «rnel, quam ^eltruer clizniiacem. Venique «iam l2>2riuln « in lexcenciz mi1libu5 nummum ex Kei> Public« v«lbu5 conse^m volumul, ur incelli^z,

Über lolcher erdichteten Bczüchtigunq hat sich der satter dcrmasscn ergrimmet / daß er den tapffcrN Helden ungehöret und unüberwunden zu ermorden befohlen/und ist solches des Käyscrs Befcl)l zu Folg geschehen. Demnach etliche aus den Hof-Leuten Mitleiden über crispum getragen/ hat (.«»^nli' nu« deren auch etliche lassen umbringen: Helena aber cnnuammi Mutter war damals in c)lienc zu Jerusalem/ und als sie wieder zu cnnttaminc, dem Käyscr angelanget / und / was Gestalt ihr Encklein ^"U>U5 hingerichtet/ vernommen/ hat sie alle Um­stände/ und wie 5»l,ftH durch sonderbare List ^o"' ttammum zu diesem schröcklichcn Mord beweget/ in Erfahrung gebracht/ und da sie guce Gclegenbcit

gehabt/