240 Speyrischer Lhromck
Der Gardmal c.lsanuz Halts darfür / daß diß den vielfältigen pri vile^in Kayser Ottonis deß Ersten
Merck so wol dem Reich und den Käufern/ die solche nicht/ daß er in Mittheilung derselben die Fürsten deß
Reichthum und Gewalt geben /als denen/ die sieem« Reichs Gelsiliche und Weltliche zu Rath gezogen/o-
pfangen / und beyden Theilen zugleich zu Schaben der derselben Zcugnuß beygefügt hättt/derhalbcn die
und Verderben gereicht / bcvorab aber dem H nch nie» weltliche Furzten und Grafen/ denen durch solche p".
mahls genutzt habe / s«gt auch hieru,n Ursachen: /»l>.,. vilez.» abgebrochen worden / zu derselben Folg und
c<s. ;c>.<ie t7««.t7<»s<,«/.1'cmpor2ll2Zcclei!,rum qulä Gehorsam Nicht verbunden WcrdM köNNtN.
plolunt Kcipubl. ()ulä Im^crio? c^uicl lubclir.z? ccr- 5iß«nm5 entdeckt die gründliche Urftch lN obbt.
lep«um.2UlNlbiI. Vc«m^,cir2lil,uzomulzcui»,lle rührlemTexl/warum Kayser Otto/undcinsTheils
lV>ltiui2lll,u5 nulla. Illul^ len,po«l» vomini l^ccle. stiller Nachfolger den geistlichen Fürsten / neben der
wMcorum reimen multum Keip. öc subjcHil oliett. Geistlichen Regierung auch weltliche Herlschafft/ und
dur»H Komnn, l,ltt2li»c qulcczuici plNßuee.'r.(cx »nve. darüber stattliche plivilcßlH mitgetheilet/nemlich/dle-
ttit,ulu)Lc icl quocl im^llum contuln ^lovei culcu öc weil die König und ^äyler vollkommene Gewalt/)"'
bc»no publicl)Qr6in2runts2nailNmc,2v«itia öc cup». li5cllHic»n,Geb0ttUNdVerb0tt über den geistlichen
«jit«e«olr2 P,u»!,ri5«tic)nibu5öcnovil26mvennl,- Stand herbracht/und was sie einem auß erheblichen Nll»u5wt,lit« pervclNlUt,öcImperizlecfficmil p,. Ursachen und Bewegnuß verstatttt/cingeraulUt oder z,«Ie, Sc lpilitUÄle «mzioralc. Diese und andere Ur. übergeben / bey dessen Nachfolgern / wenn sich die Ursachen mehr/ die sich zur selbenZeit imReich besun- fachen nicht mehr befunden / wiederzu sich ziehen kon^ dm / tue zu erzeylen allhie unnöthig / und bey andern nen. .. ^utkuiibu« außftyrlicherzu lesen / haben d« König Und demnach in folgenden Zeiten der geistl'^ und Kapser verursacht / daß sie die Regierung der Stand denen Mitteln nachqetracht / dardurck sie I»^ Stadt und land / welche die Octone« in andern angeregten Käyscrllchen Gewalts und 1u"z^<2"" Stand verändert/ wieder zu sich gezogen/und nach entwürcken sonnten/s.pod hie, mit König und Kap'" der alten Manier gencht und bestellt : Daher sagt verursacht worden/daß sie denselben die erlangte l"- ^untteru« i.^. z. l. I^°. in Beschreibung der Stadt Vilez.» und Gerechtigkeiten über die Städte mcyl <!5peyr. Anno, °yt. haben die Blschüff in Bischöff' mehr bestätigt/ sondern dem Reich wieder zugcslcll" lielien Reichs- Städten grossen Gewalt gehabt/der darzudie weltliche Fürsten willfährige Befü'deruW ihnen hernach geschmählert worden. Und 5ißoniuz und Hülffe erwiesen. Darum schreibt l).cbm2r"l' ,<b. 1. <i,^/>^. /^i. /«ine»,.« /^. schreibt deß In- daß Hermann zu Schwaben und im Elsaß Hcrtzog / Halts : Nacbdem d,e König und Kayser deß Reichs die Stadt Slraßbura wider ««iäyser Henrich dc" >7^"^^"^5"H"^ emerZeit zurandern Bayer/zudessen^Lahl dcrHech'oq sichmchtverW " derBlschöffGewaltundRtlchthumbeschr,ttcn/und wollen/vertheidigt/und da der Bisckost'inKrafft' zeuchtzur Ursach an/ daß die Kv.ng undKäyftr da, ner puv.I^icn demselben den Schutz und Sw"'' mahls/alo sie die geistlichen Fürsten mit H. «schaff, der Sladt verweigert / daß daraus der Hertzog 0" ten und Regalien begabt / noch die Freyheit gehabt / Stadt mit Gewalt eingenommen. ^«, daß sie dieselbe em - und abgesetzt. Dnwell ihnen aber Gleicher Gestalt seynd die Hertzogcn i« "M' dlß Reckt und alt Herbringen benommen werden cken wieder zu Regierung derSta0t9Mntz/uL0'' wollen /warm die Hcrüichkelten und landschafft der und Speyr / und anderer am Rhein gelangt/ w>e i" V'schoff und Geistlichen hierüber m Abgang lom- vor von Hertzog l^^n«. zu Worms / und H" U men / hingegen der Starte Auffnehmen gewachsen. cun«<1<,. der hernach Kayser worden/ angezeigt/ r>.' Und w die Zeit ums Jahr' "^ Die lV.vUczia welchem in der CÜIInischen Chronick acschricben w" und Freyheit/so Kayser Otto der Erste den geisiltchcn daß er die Kc^li., u,,d Geitchtiakciten / d»e ^ Fürsten auß obangcsetzten Ursachen so mildiglich er. Vorfahren und er selbst dem Geü'lichcn St^d "' theilt/haben hernach (wie es dleErsahrung mit sich diglich ertheilt/hernach wiedcrabacbrochen und e>u bricht) wieder aufaehaben und caNirt werden fön» zogen.
nen / erstlich earum / daß solche Privileg zu der So befindet sich auch auß obangezoaenen Z"^
Wurctlichktlt mcht verfangen / dahin der Kayftr ge« nüssen / daß die Vel waltuua der G afcn oder l'"-
sihm/ daß er d.e elbc von sich geben : Zum andcm/ seä«rum wieder m K"d"m die G"'ch
daß bemcldter Kayser / darinn deß Reichs Ordnung von denselben bestes K^
m,d Proceß mcht gehalten / dann es damahls im s..c° gezogen /und b^d? nX^ ^
Rt'ch von Alters herkommen / daß ein König oder Ottonm u, den Stifften «Mtt / verm "'
Kayser ohne Rath und Vorw.ssm der Reichs, aufgebaben wmdm " , ,^e
Fmstenl^ylelchsGeschaffttnetwasfürzunehmen/ Kayser Heinrich derFünsste / hat die Käyst"' 7
desselben Guter / Freyheit / ^e^Iia und Gerechtig. Krön anderer Gestalt von Pabst pa.cl^l^. A«.'' ^
kett für sich selbji zu urtheilen / ke.n Recht noch Ge< nicht wollen empfangen / dann daß sich der Pabst «^
walt gehabt / wre solches alle alte ^lc^ außtruck- alle geistliche Fürsten der Regalien / weltl'che' H,
ch erwelsen / daß dieselbe samptl.ch m.t Rath der g-erung und Herzlichkeit in Landen/Stadt",/^'
Re.chs.Fu.sten/G>aten und Herren etthe.K/ und stungen und dergleichen sollen gäntzlich abthu« H
(wlebtydenFranckcnherkommen)derselbenNamen veimhm : Welebes dann auch berührter PU
zum Zeugnuß bcyqefügs seynd. Nenn aber die Kciy. jampt seinerCardinälen bewilligl/und solche damayi
ser oder ^ünlg/ diesem Proceß zuwlder/pllv.Icßi,, von aufgerichtete Vergleich«.,«, nicht allein n,it verb» ^
sich geben / oder deß Reichs Gmer m andere Hand ten und besiegelten Injnumenttn kräfflig bestatw
vcrausscrt / baben dieselbe schlechte /oder gar keine sondernin der M^/alsderKäyserdasSacraN""
Verfanüllchltiterrelcht. Nunbefindet sich abcrauß empfangen/ das-Hrod in zwey Theil verbrochen v'
