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Vor Jahren l'Ii es etliche« hohen Personen und andern Gelehrten «was frcmbd und ärgerlich fur- kommen/ daß o« Etädt und bevorabtl>cils geringe,' den hohem desRcichs ,n dein was ihre Freyheit / Re- galia und Gerechtiglelt belangt/sollen verglichen wer­den/ und den TltuI und Namen eines Stands des Reichs haben und fuhren/ deshalbcn in Schrifften und Büchern der Stadt Freyheit inDisputatgezo­gen. Demnach aber duft Irrung der,x a»s. Maj. A. ij 8 t. auff dem Reichstag in Äugspu, g furkom- men/ haben sich dieselbe meiner Kcluluuun über der <)bern Stande Bedencken i«pui>a2conlnl,ut. da­hin erklärt/ daß die Slädt Mitqlleder und Stände des Reichs und derReichs-canliicucionen fähig seyn. Item in einer Privat.Handlung Käys.Maj. mit den Erbam Freyend Reichsstädten in Bewilligung der Tllickmjtcur / als derselben Gesandte auffE» fordern in Kays.Maj.Zimmer vor Ihr.Ma,, selbst und Dero geheimen Rächen/ Herrn Trautson / Harrach/ lind Vicc-Cantzlern Aicheusi rn/erschienen/hat der ^i,ct< Cantzlcr unter andern, aus Beselch Kays. Ma,eji. gc^ sagt/ daß die Stadt in ihrer Schrifft vorbracht/als solle man Vorhabens scyl,/dieselb»vom Religion» und Prop!)an<Friedcn auszuschllessen. Daraüff geben Ihre Maj. diesen Bericht/ daß Ihr.Ma,. unbe'wust/ wo und durch wen solches beschehen seyn möcht/ das wüste«, s,e sich aber wol zu erinnern/ daß es aus ihrer Ma,. Gchciß / Will odcrMeyüUngmchtblichchen wäre / und geben zwar Ihrer Ma>. Schrifften gnug» samzu erkennen/ daß sie/daß die Staate gleich andern und den höher« Slailden des Rcligions Friedens und Relchs'daiiltlrullaiicn. (sovielßleRtichsstäet belangt) fähig seynd/ nie in Abred gewesen/ ,c.

gemacher den l. Hugu>n haoen die Obern Stän­de öffentlich im ReichsRath vermelden lassen/ daß Churfürsten und andere Stand anders nicht wissen/ dann daß d«e Stadt Stand des Reichs waren/ die sie auch zu icderzeit dcrrfür erkennt/ gehaltene zu den Reichstagen erfordert / und mit ihnen «ter.« und cotrelernt hätten. Die Evangelische Stand haben sich noch Mthrers in dero Rath gegen der StädtGe« sandten l«lalvi«,ulid vermeldt/ nachdem ein Miß» verstand eingefallen/ als oboie Stcidtnicht Stände wären/ daß es diese Meynung bey ge«stl. undweltli» chen Fürsten gar wcht hätte / dann es wäre offenbar/ und niemand würde es wiedersvrechcn können/ daß die Stadt Rcichsitande/ und daher des Religion-Frie« denS und aller Reichs (^^i^lrurioncn undWoltha» ttn fähig seyn. Durch »olche Erklärungen haben Kans. Maj. und die höhercStänd den Disputanten in erregtem Streit unzwe,ffenllchcn Entschied und Ausschlag geben/ darnach sie sich zu richten. Zu Be- schlui! dieses Capitels stauch in acht zu nehmen / in was Kclj'eH.ivayser 5>l;l<muncl.dieFrey'UNd Reichs« städt gehallen in dem S.Maj.indcroKctnrmlu^n An. 1456. im Eingang zu denselben diese Vermal)« nung tdut: Eins soll man wiss n/ daß es nicht mehr wol gehen mag / man hab dann ein rechte Ord- nung des geistl. und weltlichen Stands/ wann die stehn bloß ohn alle Liedmaß/ darum seynd ermähnt des ersten all chr Edlen Reichsstadt / wann das Haupt ist zu kranct/die gcistl. und weltlichen Häupter lassen fal­len / was »hnen von GOtt empfohlen ist / und wann Man es recht anficht/ so steht es nm an den Reichs»

rLhronick

staoten/ wann die schliesset, und nicht »vachtw/so wei« die Cdriltenbeit / Gottes und aller seiner Gnaden ent- frcnlbdct/ und wäre alles Recht thun G ^tt unmähr/ wann göttliche Ordnung erloschen licht / darum nie­mand zu vc> malmen <st/ dann allem die Reichsstadt/ d,e höchsten Häupter seynd nicht zu ermähnen / wann sie haben das Uniecht inn mit Gewalt/ unser Herr der ^ayler oder König möeien ihren Stand nichtmchr behalten/ dem Hochw- S.'and ist abgezogen im Reich von den Churfürsten/ daß unser Reich kranck/ blöd und Ichwach ist/ darum ,hr Edlen Reichsstadtseyn^ ermähnt bey ^Ott dem Vatter/ bey IEsu Christa bey stmem Rosenfarben Blut / das er durch uns ver gosscn hat/ daß ihr ansehen / wie wir von Gottgefreyet ,cynd/ wie wir uns halten sollen/ w,ealle<)rd,'U'il

lein i'icdmaß hat die recht sty/ thut dazu/ daß'hl?^ obillt Glied seyd/ auff d,c in dieser Zeit die Chnsten- ht,t wol gcbauetlst. Es ist auch allhie des surtreffl'« chen und,n Reichs-Sachen sehr e, fahrnen/Weylan^ ^e,n, Chrilioph Hebers Chursiirstl.Mäyntzischen Cantzlers 'lcilimuinum. von den Erbam ssrep«unl> Reich s^Städten nickt zu verschweigen. Als dieselbe A". «5«!. auffdemReichs-TagzuAugspurgdurco ihre Gesandten denselben freundlich ersucht/ daft"- den Erbarn Städten zu Erledigung ihrer cra^ml" nun, wolle verholten seyn/ hat er sich hiegantzn»^ llg erbotten/mlt vermelden / daß er den Städten dar­um desto geneigter/dieweil dieselbe das kun^mcnlm" des H. Reichs wären.

Der surnehme berühmte Jurist ^Iciamlschreibet von den Reichs'Slädtcn. l,ll,cl» llve^ne«""-

l-ncx .1, ^«.iiniili» 2Nl^uHm»!icluIcir!<ivc Iibcttai«."' ül^ll libcnccr ^nol'cum. r> iblili5 amcm <c «lren.»»"'

«»/!«./.</e vc,l,./^. ^ "Demnach das lnlts<>-^

wcnrum l'aciz dem UNNöl1)igcN cl^^uiirM V0N dt»^

Reichs.Städt Stand/Stimm oder Voco c<cci<lvu ^ em Ende gemacht / und dardurch derselben unos'^ fugten Neidern das Maul gcstopffct / so i<i nicht no- lhlg/ wezen obiger Maler« allhier etwas w«tt" anzuführen."^)

Das V. Lapittl.

Verzeichnuß derFre^und Re,'ck«-SeädeH An.,; if. IhrenSt-nd/ Stimm und ^<- liun in Reicho-und SeHde-'VcrsaM'NlU''» gehabt/ vermög Städt Tags5«Spe>» »n berührtem Jahr dwivi«nz l^^i« »^ hatten.

Aach.

Augspurg.

Alm.

Bisantz.

Bopfflngen

Buchor».

Bibelach.

Cölln.

Costnitz.

Dünckelspiel.

Donwerbt»

Dortmunds, Eßlingen. Franctsurt. Friedbergindtt

Wetterau. Gengenbach. Gemündl. Goßlar: Gingen. Hagcnau. Hellblun.

Hai', KauffbtUM.

Kempten. Käysersberg-

lübeck- Land«». Lindau, ««ltircy-

Münster "'s/' Orlgorlenth"-

Mühl'