Dasv.BuchLap.lX.

Vatter durch berührten Psaltzm aftn vcrunglinwfft/ und in Verdacht abscheulicher mörderischer That geleckt worden / sucht derhalden Mittel und Wege / sich an demselben zu rächen. Endlich hat sichs" begeben / daß der Käyser zu Speyr Hof ge­halten / welchem Hcrtzog Ernst nachgcsolget/ und als er cinsmals innen worden / daß der Käyser undPfaltzgrafHcilirich in geheim in einem Zim­mer bcysammen / hat er einen Grafen mit Na­men Wetzelo zu sich gezogen / scyno mit einander in das Käyserliche Zimmer gegangen / alsbald ihre Wehren cntblöst / aufdenHcrtzogen zugefah­ren und lochen/ der Käyser ist erschrocken/ und unbcwehrt in ein Ncbengcmach geflohen. Hcrtzog Ernst und sein Helffcr haben gleichfalls das Ha> scn-Panier austgeworffcn/ und sich von-Hofan andere sichere Orc (»lviret. Wlewoi nun der Käy­ser ihnen lassen nacheilen / sind sie doch davon ge­kommen / und haben sich solche ihre Sünde und Todlschlagzu büsscn/gen Jerusalem begeben. Über etliche Jahre ist Hertzog Ernst wieder am käyser* lichcn Hof angelanget / hat seinem Vatter dein Käyser seine Unschuld des Pfaltzarafen Aufflagen halben außfündigdarqethan/ darüber Außsöhnung/ grosse Gunst und Gnade erlanget/also daß ihm alle Regierung uud Vcrwalcu'ig des ga>'tzen käyser« lichen Hoffsanbesohlen wordeii. Diese Geschicht

beschreiben 1l).n,. l rc5l,/t. in driron. Lavar. und 'I'nch./«c.'/i,o. />^l'.

Dasix.gap.

Näyser 0ll0M5 Reubs-Cag und Hosshal-- eung im i -ila^o zu Spe'sr: Nnd daß die Gcrecbtlgi'ett der Bestellung Serffr und Klöster/ Bcsiärlgung derBij'chsffe und Aebee/denRönnschen 2xäystrn undHs-- nigen ohne ttlaßgebung der päbste ge­bühret und zugestanden/ und wie die «o» rone5dleBesielIung der Schulen im Reich chnen angelegen se^n lassen-

Nno 3 6 l.hat Ka'yserOtto einen Reichs-Tag in die Stadt Spevr gelegt/und als dalelbst die Fürsten und Stände in grosser Anzahl erschienen/ denselben sein Fürhaben vom Römer- Zug undEmpfchung derKäyserlichen Cron fürge­tragen / dazu sie sich dem Herkommen gemäß/ in Be- reitschafft zu stellen willig erkläret. Damit aber in des Käysers'Abwescn/ oder da er wider Vcrhoffen auf der Reiß die Schuld der Natur soll bezahlen/ Teutschland mit einem König versehen wäre/ist sein Sohn Otto/der damals sieben Jahr alt gewesen/ zuSpeyt erwählet/und hernach mit gebräuchlicher Crönung zuAach bestätiget worden / welchem der Vatter Ertzbischoffen Nl unanem zu Cölln/und Ertz­bischoffen Wilhelm zu Mäyntz/zu Mitregenten zu° geordnet. ral?r.c)^.^^./^. 2. Im Jahr 5»?). hat Käyser Ott zu Speyr/ dieFasten und Oster- Feycrtag Hof gehalten/ und was für Unrichtigkeiten und Beschwernuß in dieser Ncfier am Rheinstrom erregt / dergleichen was die Unterthanen zu klagen gehabt / nach dem Exempel und Herkommen der Teutschen Könige und Käysere angehöret. Unter andern hat Rudman / der Abt zu Rtichenaw/

Kays. Olto l. 345

das^onvem und Brüder dcsElosters zu SGal< lenz zur Ungebühr angetragen und beschuldiget/ als halten sie einen Uberfiuß an Reichthum und Ou* lern / lebten d.r Regul Ucn«.clil U ungcmäß und in Wollujicn / so wäre der Mc wegen Leibes- Schwachheit / Zucht und Disciplin uüter seinem dunvcnc zu erhalten / zu schlrach und untauglich. Deßhalbeu dem Käyser anaelcgen / daß er solche Mangel verbessern / und beruh, t Clostcr mit ei­nem neuen Abt soll bestellen: Der Käyser ist vor sich selbst inloudcis darzu geneigt gcwcst/ daß der geistliche Stand in Stiffttn und Clöstcrn mit guter vil^lm, heiligem und erbaulichem Wan­del/ dem weltlichen Stand sollen zu Christlichem Leben surgehen. Darum er alsbald seine ^edan- cken dahin gericht/daß angeregtem Gebrechen nicht anders dann mit einer VilnHiion zu hciffcn seyn solle. Wie aber dieselbe anzustellen / hat der Käyser seinem Sohn König Ocom mit den beym Hos anwesenden Bischöffcn und Hebten zu berath­schlagen besohlen. In solcher Beralhschlaguug scynd der Blschöff« und Acbte Beocuckcn insge­mein schließlich dahin gegangen/ daß die viinni-'n in bcmeldtem Clostcr nicht vonnölhrn / und die Mühe deßhalbcn vergeblich sey/dann ihncn bcwuil/ daß der Abt und Brüder eingezogenen löblichen Wandels/und aus Mißgunst mit erdichteten Zu­lagen beschwert wären.

König Ott hat an seinem Ort vor den Käyser und sich vcrm'ldt / sie wären bedacht / sechzehcn B'schöffe und Aebie zur Vm^rion abzufertigen/ hat dieselbe alsbalo namhafft gemacht und erwählt/ und zu denselben also ferner geredt: Ihr Benennte sollet hinziehen / und in dem Clostcr zu S. Gallen mit den München Verbesserung anstellen. Die­weil aber bey allen Veränderungen fürsichtige Be­hutsamkeit zu gebrauchen/und da dieselbe unverse- benlich fürgehct /pfleget gemeiniglich der letzte Irr­thum und Fehler ärger zu seyn als der erste. Dar­um wollen wir/daß>nehme verständige Gesand- ten in grosser Anzahl dahin reisen/und mit einhelli­ger Bescheidenheit/ was sie daselbst GOtt widerwär­tig befinden / verbessern und abschaffen / was aber leidlich ist/dasselbe wir auch/auf euer beschcidentliches Erinnern / in seinem Wesen gedulden. So ihr über unter den donvenru.ilen etliche sollet vermercken/ die sich ihrer Geschicklichkeit erheben/und sich deß­halbcn ungehorsam verhalten / sollet ihr uns die­selbe in euer Wiederkunft! gen Hof bringen / daß wir daraus etliche in die Schulen im Reich / so in Abgang kommen/verordnen/so sie dazu nicht dien­lich/in die Orden der Stiffte solche einsperren, ir«.

vc>5 nomin2N ^ilcopi cum ^,bbacil,u3 ccunoliii 8. t^alli X4onaclio5, «An iiitamHninr, correÄlil i. Lc c^ulH rcoenrin» rcrnm muraci^ lemrier novillimnn» errorem nriori tacir f>cjc» cm, iueu toe M2ßni conlilii 2n?clo« Ar!ßimu5, in orcicienlia oinninir» vcltrüm cullara , ii qua inmi« il?i coinra Dcum ten5clir eile, manerc nun l>i«r, il yua »ucem r>nr- tH^llill viäcrir , wll« amcicm cum rarionc vc»bi« mc>neuril>uz i^Hec s»aci2mur. 8i aucem lcienci^, «^ui: intiar, cl»ro5 ibi lcnlt-iiliz , nobi« cal« in Äulam aciclucicc, uc ex «5, ii iclonei 5ii>e, lcnc>- li« Hli^mliu« , au« iil rc^n« vZclllHM, prcr^»c>- Hr nznrull