Das v. Buch. Kap. cxxn. K. Adolph. M

büß ihr Befind / so sie an ihrem Muß und Brod sentlichen Ungerechtigkeit, damit das Ty0l5b'Ea-

hatten / eines Raths JulizäiHion nicht zugehören/ p«ul beschwert / mit Eröffnung deß Bannes gegen

sondern der Geistlichen Freyheit theilhafftig wären / die Stadt mit zeiligem Rath und Recht zu versah«

daruinb sie vor die Richter zum Frevel anzuhalten / ren- Solchen Gebolts'Brieff haben die Pfarrher-

ltMMig abgeschlagen. Derowegen ein Rath ren auff den Faßnachts-Sontag zum ersten / auff

line starcbe Anzahl ihrer Soldaten und Bürger ver< Tontag invnc^vir zum andern / und «.emims««

ammlet/ denen den halben Rath/ nehmlich Merck« zum drittenmahl auff allen Cantzeln in den Pfarr.

l>n Lamesbuch/ Hcnrich Klüpsel / KnotzoZolner/ tirchen abgelesen. Wider solch ^onituliuni hat

Gotschalck Knobeloch / Bernhard und CunradGe- der Rath leine Einred auff Sambstagvor Oculiin

vrüder zugeordnet / welche mit gewehrter Hand deß Form einer i>ro«kanun eingewendet / welche Unter

^hombprobsts Behausung umbstellt / bemeldte andern deß Inhalts, daß der Richter ohne rechtmäft

sechsdeßRaths hinein gangen/ und mit demselben sige Ettaudmuß der Sachen / und eines Raths

>o viel geredt, daß er mit Handgegebcner Treu die Entschuldigung und Rettung / ungchört denselben

örevcler/unter denen deß Thombsängers Diener die wider Recht zum Abtrag verdampt / und ob schon

sum?in,ic/cintmRatl) zu liefern versprochen/und als dem thomb Capitel öffentlich zu viel und unrecht

>ic c?sch,enen/haben sie denFrevel im Gefangnuß ab< geschehen/ das man nicht geständig / sosolteman

Abust. Umb dieselbe Zeit hat Neichwcin vonSchön- doch ^)ttd und Antwort darüber vernommen haben,

berg einen Garten in der Stadt bey seinem Hauß Zu dem wäre der Proceß und Gerichts - Tag so evl-

^om trifft zu geniessen inn gehabt / der Rath aber fettig augeietzt / daß em Rath in so kurtzem Termin

!UWben/ daß derselbe der Sladt Eygenthumb'ly/ ^ävocaren auß der FrlMboe zu Einwendung ihrer

^l> oeßhalben den von ^ chül.bc>g davon außge- Nolhdursit nicht zur Hand bringe« können / und

'lhlosscn / und den Garten zu der Stadt Rent gezo» nachdem solche m,t grossem Kosten und Unsiatten

2tn/ welches die Clerisey als eine feindliche Hand» zur Stell gemacht / ^ ^vocancum mH^na Micul-

lung außgcdeut / und ist die Verbitterung überan- race ä wn^n.^uüi.^leinc'c!!! purlll,u5a^cjii«n<zi sue'

Lernte beyderley Irrungen dahin kommen / daß sie runr.) halle sie der Geiüllche dichter nicht zulas<

"« <esangin der Kirchen eingestellt/ und veroosst/ scn noch hören wollen / derobalbenein Rathverur>

.."Nachlaß vom GOttesdienst solle einen Rath sacht / von dein ergangen» Urcheil berührtes Rich«

^".Bürgtrschafft zu mehrer Hochhaltung deß ters an Scul zu Rom zu ^prilirm, hätte auch solche

^"Ill'chen Standes und dessen Gehorsam lencken- ^pellar^n. Scynfft onen.lla) lassen verlesen

?°tr es stehet in Beschreibung dieserGeschicht: <2o». i. Dem Thomv.C^pltul in Gegenwart Reich-

"Ucz 5^ilen5cz l^uj^mnäl cellüciunem äivinnium Wtins V0N Schönberg ^elUiu, ^Ibcrri V0N LachtN

l"rvizx>n«l,u^« , aä sarixküHianein conclißnam sc puccarir. Rüdigers V0N Dume/ IohclNNstN V0N

comp«enl«ln «menctam Ucclell« 8picenll kacien- Moßbach, deß Thomb» Dechant Bruder / der

«am p« «ll'acioncm i^lam tleHl ne<^uiverunc öc Thombbtlren/ Henrichs V0N KlUMbach/ CunradS

lnäuci. S lern l^^benäaricn, UNd deß EltUtzherm UNd «N«

Das ist: anderer mehr.

Der Rath hat das Fcyren deß Kirchen'Gesangs 2. Im Chor der Kirchen m SamGerman aus.

^^ gering gehalten / und sich dardurch zu Abtrag ser der Stadimaur / dabey gewesen C tephan der

Und Wandel im wenigsten bewegen lassen. Dew» Dcchan, Äierckclin Ybisch der cMoz. ^nomc,.

halben ein Thomb'Capicel ei 1 erl'.ster Mittel furge, Bcntz Cappc / Andreö / Johann / Cunrad / Eber-

nommen/ und durch den Geistlichen Richter, Ma- hard/ HemichvonNru. Casiel / Johann der^e-

ll'stcr Dielinan / Geboits«Brieff in allen Pfarrkir- Nur der Jugend / (l<c<5t«r ^»«urum) und ande,

wen von der Cantzel lassen verlesen: Ur cc»,lule5 8pi. re viel / :c.

t<-!,l« infca ^uu^enam ca^rculo Lccleli« z^irenllz z. Im Chorder Kirchen T'rinica^ , in aller der

"° Nijarii^ sHN5^<^!c)nem conäiznzm K com^e«n. StifftS angchöriger Personen Gegenwart.

«m°menci»mexliil,«re^sac«enancimi«!ll«. öi«. 4. Zun^arfüsseill/ dahin bcrussendllPfarrher»

)""" > c^u^ lic c«c«o tlllia nnn commiccain, Daß ren zu S. Moritz/ zu S. Stephan / S. Georgen /

ver Rath innerhalb l 4. Tagen einem Thomb Capi- S. Bartholme/ G. Jacob/ S. Egidien, S. Peter,

«ldle zugefügte Thätlichkeiten abtragen/ und gnug- S- Marx / S- Aiartin.

lame Erstattung verrichten / auch Versicherung s. Vor den Brüdern der Kloster zun Varfüssern,

«"un/ daß sie dergleichen in? lünfftig der Kirchen Predigern/ Augustinern/ und Carmeliten / welche

und Clerisey zu wider nicht unterstehen wollen- Sol« ihr Insiegel dem ^p^N»cion',< rieff augehengt-

«aber solche Vermahnung hindan gesetzt und ver« 6. ZuS Guidow daselbst neben deStifftsher,

Vt werden/und sie dasjenige/was dem Geistlichen ren zugegen gewesen derPriordeßKloiterszumH.

"lchterlichen Ampt in solchem Fall gebührt / pr«,- Or«b ausser der Scaocmauer gellgen, und M. Hen«

?t« metum lezitimum «x commlnanauib^ öc can- nch der l<«^or der Schult« ZU S« GuidVN / UNd an»

"catwnikuz czuorunäam pocemwm civicari« 8pj. delt Mthl'.

"nl» rclukamem, auß Furcht/ die sieauß etlicher In der Histori der Stadt Spcyr ist Nirgend ,n ab.

mächtiger Bürger Betrowung und Empörung deß gewichenen Zeiten zu finden daß - ischoff und Cle.

»tmeinen Manns ankommen / nicht fürnehmen und risey mit Bannen und Verdammen den Rath und

»dun können-, so wärm sie entschlossen in der Kirchen Burgerschafft beschwert, ausserhalb was im Jahr

A Qledtnsheim Mittwoch nach Kemiml«« zu 1294. und hernach !2>,6. und furders fürgangcn-

Glicht zu sitzen / und daselbst in so kundbaren os. So hat man auch an keinem O« zu spüren, daß von

Dd dd ^ Alters